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Immer wieder machen die Ermittler im Missbrauchsfall von Lügde mit Pannen vo ...

Neue Panne in Lüdge! Abriss-Unternehmer findet Datenträger, die Ermittler übersehen haben

Von News Team - Freitag, 12.04.2019 - 18:54 Uhr

Im Kindesmissbrauchsfall in Lügde deutet ein Bericht erneut auf eine Ermittlungspanne hin. Auf dem Campingplatz sind offenbar weitere Beweise aufgetaucht, obwohl die Ermittler den Tatort zuvor bereits freigegeben hatten.

Nach einer Serie von teils gravierenden Ermittlungspannen hatte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) im Fall des sexuellen Kindesmissbrauchs in Lügde versprochen, die Ermittler würden „an den Orten des Geschehens jeden Stein umdrehen, notfalls wird der Stein auch geröntgt“.

Datenträger in Hohlraum im Boden

Dies geschah offenbar nicht, denn nach Informationen von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ fand der Chef eines Abrissunternehmens, Christopher Wienberg, weitere Dateiträger in dem ehemaligen Wohnwagen des mutmaßlichen Täters Andreas V. - gut zwei Wochen, nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft den Tatort freigegeben hatten. Der Polizei bestätigte den Fund und teilte mit, die Datenträger hätten sie sich in einem doppelten Boden eines Campingwagens befunden.

Drei CDs und zwei Disketten

Seit Dienstag ist ein örtlicher Abrissunternehmer damit beschäftigt, die Dauerunterkunft des 56-jährigen V., der des tausendfachen Missbrauchs verdächtigt wird, abzureißen. Dabei fand er den Informationen zufolge drei CDs und zwei Disketten. Die ersten vier Datenträger übergab der Unternehmer demnach am Donnerstag der Polizei, eine weitere fand er am heutigen Freitag.

Ob darauf kinderpornographisches Material gespeichert ist, ist unklar. Die Polizei Bielefeld gab an, dass die Datenträger ausgewertet werden. Weitere Angaben machte sie zum Inhalt nicht.

Datenträger mit Jahreszahlen und "Video" beschriftet

Dem Bericht zufolge sind die CDs handschriftlich beschriftet, etwa mit einer Jahreszahl, dem Wort "Video" und fünfmal dem Buchstaben X. Der Unternehmer entdeckte die Datenträger nach eigenen Angaben, als er einen der Wohnwagen auf der Parzelle zerlegte

Mehrfach durchsucht - und immer wieder fündig

Andreas V. wird vorgeworfen, in seiner Behausung Kinder und Jugendliche über Jahre sexuell missbraucht und dabei gefilmt und fotografiert zu haben. Im Zuge der Ermittlungen waren zunächst im Dezember Computer, Festplatten und Hunderte andere Datenträger mit Tausenden Dateien darauf sichergestellt worden, damals unter Leitung der Polizei Detmold.

Nachdem mehrere Versäumnisse der Ermittler bekannt geworden waren, unternahm die Polizei Bielefeld. Erneut untersuchte die Spurensicherung den Tatort. Es stellte sich heraus, dass Das Auto und ein weiterer Campingwagen des Hauptverdächtigen bis dahin noch nicht inspiziert worden waren - und auch keine DNA-Spuren gesichert worden waren. Die Polizisten fanden nochmals einen Computer und mehr als 130 CDs.

Einige Wochen später folgte die nächste Durchsuchung - und wieder wurden Datenträger gefunden, unter anderem ein USB-Stick in einer Sesselritze.

V. willigte Räumung ein

Nachdem die Polizei Ende März den Tatort freigegeben hatte, bestand der Eigentümer des Campingplatzes auf Räumung der Parzelle. WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ zufolge willigte V. ein.

Mindestens 40 Missbrauchsopfer

Der Prozess gegen den Verdächtigen beginnt wahrscheinlich im Juni. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen könnte es 40 Missbrauchsopfer geben, womöglich auch mehr. Eines der Opfer ist das heute acht Jahre alte Mädchen, das Andreas V. vom Jugendamt des niedersächsischen Kreises Hamel-Pyrmont als Pflegekind überlassen worden war - obwohl das Jugendamt zuvor mehrere Hinweise bekommen hatte, dass V. pädophile Neigungen haben könnte.

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1 Kommentar

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Hört auf mit diesen möchtegern fachleuten vom JA, den sollte man den Berufstitel plödygoge vergeben.
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