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Der fünfjährige Andrew wurde tot aufgefunden. Seine Eltern stehen unter Mord ...

Eltern töten Sohn (5) und melden ihn als vermisst - Polizei findet vergrabene Leiche

Von News Team - Donnerstag, 25.04.2019 - 15:18 Uhr

Nüchtern und sachlich, auch angesichts der grausamsten Verbrechen. So berichten Ermittler normalerweise von Kriminalfällen. Doch nach dem Fund der Leiche von Andrew Freund (5) können selbst die Polizisten im US-Bundesstaat Illinois ihre Gefühle nicht verbergen: "Mit schwerem Herzen" gebe die Polizei von Crystal Lake bekannt, dass sie den Jungen tot aufgefunden habe.

Mit diesen Worten beginnt die Pressemitteilung, die die Polizei am Mittwoch veröffentlicht hat.

Knapp sechs Tage zuvor war der Junge als vermisst gemeldet worden - von seinen Eltern, die jetzt im Verdacht stehen, Andrew ermordet zu haben. Sie sollen ihn in Plastik gewickelt und in einer abgelegenen Gegend unweit ihres Wohnortes nahe Chicago verscharrt haben. Dort hatte die Polizei den kleinen Andrew, genannt AJ, gefunden.


Seine Eltern Joann und Andrew Senior sind der Polizei zufolge unter anderem wegen Mordes und schwerer Körperverletzung angeklagt. Beide sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Bei einer Verurteilung droht ihnen eine lebenslange Haft.

Sie waren in Verdacht geraten, ihren Sohn getötet zu haben, nachdem Spürhunde den Geruch des Jungen im Haus der Familie wahrgenommen hatte. Das legte die Vermutung nahe, dass er das Haus nicht zu Fuß verlassen habe, berichtet der Fernsehsender NBC. Die Polizei wertete die Aufnahmen von Überwachungskameras der Nachbarn sowie die Handydaten von Andrews Eltern aus.

Mit diesem Foto suchte die Polizei sechs Tage lang nach Andrew (5)
Facebook/Crystal Lake Police DepartmentMit diesem Foto suchte die Polizei sechs Tage lang nach Andrew (5)

All dies lenkte den Verdacht auf sie. In einer anschließenden Vernehmung haben die beiden, die sich bis dahin an der Suche nach ihrem Sohn beteiligt hatten, der Polizei dann den Hinweis auf das abgelegene Grab gegeben, wo der Junge schließlich entdeckt wurde.

"Ich weiß nicht, wo er stecken könnte"

Vergangenen Freitag hatten die Eltern ihren Sohn per Notruf als vermisst gemeldet. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften und auch Nachbarn hatten daraufhin nach dem Jungen gesucht.

"Wir haben die Nachbarschaft abgesucht, waren im Park, bei der Tankstelle, wo wir ihm manchmal Süßigkeiten gekauft haben. Ich weiß nicht, wo er stecken könnte", hatte der Vater nach dem Verschwinden des Jungen dem Fernsehsender NBC gesagt.

Eine Lüge.

Wie der Fünfjährige zu Tode kam, ist der Polizei zufolge noch unklar. Dies soll eine gerichtsmedizinische Untersuchung seiner Leiche klären.

Im Video:

"Horror-Haus" in den USA: Lebenslange Haftstrafe für Eltern

Es ist nicht das erste Mal, dass Andrews Eltern im Visier der Polizei stehen. Erst im vorigen Jahr waren Ermittlungen wegen des Verdachts der Vernachlässigung ihrer beiden Kinder Andrew und Parker eingeleitet worden. Polizisten hatten das Haus der Familie verdreckt und völlig zugemüllt aufgefunden.

Der Geruch von Hundefäkalien und Urin war penetrant

hatte ein Beamter in seinem Bericht über den Besuch bei der Familie geschrieben. Eines der beiden Kinder hatte zudem eine große Prellung im Bereich der Hüfte.

Daraufhin habe ein Mitarbeiter des Jugendamts die beiden Jungen auf dem Polizeirevier befragt, so NBC. Anschließend seien sie zurück zu ihren Eltern gebracht worden, weil die Ursache der Prellung nicht geklärt werden konnte.

Schon als Baby kam Andrew in Pflege

Nach Andrews Verschwinden wurde sein vierjähriger Bruder Parker in die Obhut der Jugendbehörde von Illinois gegeben.

Im Fall von Andrew gab es laut NBC offenbar zeit seines jungen Lebens Zweifel, ob seine Eltern gut für ihn sind. Bei seiner Geburt im Jahr 2013 seien in seinem Körper Rückstände von Opioiden, Schmerz- und Betäubungsmittel, gefunden worden. Daraufhin kam das Baby für zwei Jahre in Pflege, 2015 aber zurück zu seinen Eltern.

1 Kommentar

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Wenn ich sowas lese, schwillt mir der Hals 😤
Und die Elternteile, die länger als zwei Jahre lang versuchen, ihr Kind wieder zurück zu bekommen, werden mit der Aussage "man könne das Kind jetzt net mehr aus seinem sozialen Umfeld reißen" abgetan... 😢
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