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Bei dem Busunfall auf Madeira starben 29 Touristen

Unfallopfer von Madeira verwechselt: Söhne bangen am Krankenbett um die falsche Mutter

Von News Team - Montag, 29.04.2019 - 19:32 Uhr

Nach dem Busunglück auf Madeira mit 29 Toten vor Ostern gab es offenbar eine tragische Verwechslung: Zwei Männer aus Neumünster in Schleswig-Holstein haben fünf Tage lang in einem Krankenhaus in Köln um das Leben einer schwer verletzten Frau gebangt, die sie für ihre Stiefmutter hielten. Ihr 80 Jahre alter Vater war bei dem Unfall ums Leben gekommen.

Doch dann stellte sich nach einem Zahnabgleich heraus: Die Frau war nicht diejenige, für die sie hielten.

Ihre 67-jährige Stiefmutter war längst tot, sie war zusammen mit dem Vater (80) der beiden Männer bei dem Busunglück auf Madeira ums Leben gekommen.

Unfallopfer verwechselt

Beim Rücktransport der Unfallopfer hatte es offenbar ein Missverständnis gegeben, das berichten der "Holsteinische Courier" und die "Neue Osnabrücker Zeitung".

Im Video: 29 Tote bei Bustragödie auf Madeira - Ursache noch unklar

Die schwer Verletzte Frau aus dem Kölner Krankenhaus stammt den Zeitungen zufolge aus Hannover. Sie soll nach dem Busunfall in ein künstliches Koma versetzt worden sein.
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Vor dem Rücktransport von Madeira nach Deutschland mit einem Bundeswehr-Jet hätten Einsatzkräfte die Frau aufgeweckt und gebeten, mit Hilfe einer Buchstabentafel ihren Namen zu nennen. Dabei müsse es zu einem Missverständnis gekommen sein, schreiben die Zeitungen.

Für die Männer war es nach eigenen Angaben nicht zu erkennen, ob es sich bei der Frau im Krankenhaus um ihre Stiefmutter handelte. Die Frau habe eine ähnliche Statur wie ihre Stiefmutter. Zudem habe sie nach dem Unfall stark geschwollene Augen und ein entstelltes Gesicht, so schilderten die Stiefsöhne es gegenüber den Zeitungen.

Es war nicht zu erkennen, dass das nicht unsere Mutter ist

sagte demnach einer der Männer. Außerdem seien ihnen in der Klinik auch persönliche Gegenstände ihrer Stiefmutter ausgehändigt worden, wie das Portemonnaie und ihr Führerschein.

Am Freitag vergangener Woche habe die Kriminalpolizei die Männer informiert, dass es sich um eine Verwechslung handele. Die Stiefmutter der Männer sei bei dem Unfall ums Leben gekommen und identifiziert worden.

Eine offizielle Bestätigung des BKA dafür haben die Zeitungen bis Montagabend nicht bekommen. Auch das Auswärtige Amt habe sich auf Anfrage der Zeitungen nicht zu dem Fall geäußert, hieß es.

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