Bahn brutal: Schaffnerin wirft Mutter mit fünf Kindern (1-9) aus dem Zug
Bahn brutal: Schaffnerin wirft Mutter mit fünf Kindern (1-9) aus dem Zug

Bahn brutal: Schaffnerin wirft Mutter mit fünf Kindern (1-9) aus dem Zug

News Team
Beitrag von News Team

Weil das Ticket-Gerät der Zugbegleiterin einen technischen Defekt hatte, konnte die Mutter für ihre Kinder im Zug keine Fahrkarten nachlösen. Stattdessen wurde sie samt Zwillingen im Kinderwagen bei Kälte aus dem Zug geschmissen.

Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, wollte die Mutter mit fünf Kindern mit der Bahn von Jena nach Gera reisen. Weil sie es vor Fahrtantritt nicht geschafft hatte, einen Fahrschein in Jena-West zu lösen, wollte sie stattdessen bei der Zugbegleiterin eine Fahrkarte kaufen. Diese erklärte, dass ihr Ticket-Gerät defekt sei. Und so zwang sie die Familie, in Hermsdorf Klosterlausnitz auszusteigen, um dort ein ­Ticket zu lösen.

Besonders herzlos: die Kinder waren erst zwischen einem und neun Jahren alt, bei zweien handelt es sich um Zwillinge mit entsprechend umständlich zu bewegenden Kinderwagen.

Dass die Sache bekannt wurde, ist einer Mitreisenden zu verdanken, die ebenfalls am Bahnhof Hermsdorf Klosterlausnitz ausgestiegen war. Sie beschwerte sich öffentlich:

Ich bin empört über das rücksichtslose Verhalten. Bestimmt hätte sich mit gutem Willen eine andere Lösung finden lassen.

Da ich ebenfalls dort den Zug verließ, half ich der jungen Mutter beim Aussteigen und am Fahrkartenautomaten.

Doch dieser Fahrkartenautomat sei ebenfalls defekt gewesen. Gestrandet in Hermsdorf-Klosterlausnitz, einem Bahnhof ohne Bahnhofsgebäude, mit nur zwei Bahnsteigen ohne Service, musste die Mutter bei Kälte eine Stunde auf den nächsten Zug nach Gera warten. Wie die Deutsche Bahn bekannt gab, sei mit der Mitarbeiterin das Geschehen ausgewertet worden. Im Gespräch gestand sie ein, dass sie eine falsche Entscheidung getroffen habe und sich dafür entschuldigen möchte.

Trotzdem beharrte die Bahn darauf, dass die Mutter und alle über sechsjährigen Kinder nach den Tarifbestimmungen eigentlich ein erhöhtes Beförderungsentgelt hätten zahlen müssen, weil der Verkauf von Fahrscheinen in den Regionalexpresszügen nicht vorgesehen sei.

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