Anmeldung für Kita eskaliert, weil es zu wenige Plätze gibt! Die Polizei muss anrücken

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Beitrag von News Team

Normalerweise gibt es solche Menschenschlangen nur vor Apple-Stores oder bei einer Neueröffnung. Diese 450 Eltern stehen in der Schlange, um einen Kita-Platz zu ergattern. Das Problem: Es gibt nur 165 Betreuungsplätze. Schon um 6 Uhr morgens standen die ersten Eltern in der Schlange, obwohl die Einrichtung „Tillj“ in Leipzig erst um 10 Uhr öffnete, wie es in der Leipziger Volkszeitung heißt.

"Das habe ich noch nie erlebt", sagte Julia Schütze von der Johanniter-Unfall-Hilfe der Zeitung. Die Hilfsorganisation betreibt die Kita, die den Termin ankündigte, damit die Eltern sich frühzeitig anmelden können.



Die Kita ist noch im Bau, erst im August soll sie öffnen. Durch die Wartenden wurde die Straße und Zufahrt so blockiert, dass sogar die Polizei anrücken musste. „Wir haben die Wartenden alle zurück auf den Fußweg verwiesen und versucht, Ordnung in die Menschenmenge zu bringen“, sagte eine Polizeisprecherin zur "Leipziger Volkszeitung". „Der Verkehr wurde beeinträchtigt und die Situation war für die Eltern und Kinder auf der Fahrbahn zu gefährlich.“



Andreas Seele von der Bundeselternvertretung BEVKi: "Die Unterschiede liegen tatsächlich in der finanziellen Ausstattung der einzelnen Kommunen. Es gibt Kommunen, die beim Finanzieren solch einer Einrichtung überhaupt kein Problem haben."

In Leipzig ist das allerdings ein großes Problem, da es viel mehr Kinder als Plätze gibt. In manchen Orten kann man sein Kind schon vor der Geburt in solch einer Einrichtung anmelden.



Eltern haben seit 2013 ab dem ersten Lebensjahr ihres Sprösslings einen gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz in Deutschland. Falls sie doch keinen Platz bekommen, zeigt RTL Next auf, wie sie Ihren Rechtanspruch durchsetzten.

1. Den Träger der öffentlichen Jugendhilfe anschreiben
2. Eine einstweilige Anordnung bei Gericht beantragen
3. Schadensersatz für Verdienstausfall oder für private Betreuung fordern

Am kommenden Samstag können Eltern in der Kindertagesstädte „Tillj“ noch einmal ihre Anträge abgeben. „Dann wird es wohl einen ähnlichen Andrang geben“ vermutet Schütze von der Johanniter-Unfall-Hilfe.
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