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Private Kosten für Zahnbehandlungen können von der Steuer abgesetzt werden

Zahnarztkosten steuerlich absetzen: So geht's - unter einer Bedingung

Von News Team - Dienstag, 14.05.2019 - 16:18 Uhr

Brücke, Krone, Implantat: Beim Zahnersatz gibt die gesetzliche Krankenkasse lediglich einen „befundbezogenen Festzuschuss“. Der Patient muss mindestens die Hälfte selbst bezahlen. Trotzdem ist es möglich, Geld zurückzubekommen: über die Steuererklärung. Worauf ihr achten müsst.

Beim Zahnersatz übernehmen gesetzliche Krankenkasse 50 Prozent der Kosten der Standardlösung. Entscheiden sich Patienten für eine kostspieligere Behandlungsmethode, wird es entsprechend teurer.

Mindestsumme notwendig

Alle selbst gezahlten Kosten können Patienten allerdings als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung eintragen, wie der Lohnsteuerhilfeverein Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH) erläutert. Dabei ist zu beachten, dass Steuerzahler zunächst eine bestimmte Summe überschreiten müssen, bevor sie das Geld absetzen können.

Diese bestimmte Summe wird „zumutbare Eigenbelastung“ genannt und anhand von Faktoren wie Familienstand oder Anzahl der Kinder berechnet.

Tipp: Hohe Beträge in einem Jahr begleichen

Wird die zumutbare Belastungsgrenze mit den Kosten für den Zahnersatz oder anderen außergewöhnliche Belastungen überschritten wird, wirkt sich jeder einzelne Euro steuerlich aus. Wer mit seinen Kosten dagegen auch nur einen Cent unter der Eigenbelastung liegt, kann nichts absetzen. Mit jeder Steuererklärung müssen Sie die Grenze aufs Neue überschreiten.

Die VLH rät deshalb, hohe Zahnarztrechnungen innerhalb eines Jahres zu begleichen, damit die Kosten in einer einzigen Steuererklärung angegeben werden können. Weiter sollten Sie alle übrigen Ausgaben, die als außergewöhnliche Belastung gelten, sammeln und die Kosten auf einen Schlag in der Steuererklärung angeben.

Was zu Außergewöhnliches Belastungen zählt, ist im §§ 33 ff des deutschen Einkommensteuergesetzes geregelt. Dazu zählen unter anderem:

  • Arztkosten, die privat zu begleichen sind (auch die professionelle Zahnpflege)
  • Fahrtkosten zu Ärzten
  • Zuzahlungen auf Medikamente
  • Beerdigungskosten bei Verwandten, sofern das Erbe diese nicht deckt
  • Pflegekosten oder Pflegeheimkosten für Eltern, sofern sie privat zu erbringen sind
  • Augen-OPs, die eine Fehlsichtigkeit korrigieren

Von 1900 Euro werden nur 375 Euro übernommen

Dass sich das Absetzen lohnen kann, zeigt ein Rechenbeispiel:
Ein Patient entscheidet sich für ein Implantat in Höhe von 1900 Euro. 750 Euro setzt die gesetzliche Krankenkasse für die Regelversorgung einer Zahnlücke an. 375 Euro erhält er als befundbezogenen Festzuschuss (50 Prozent der Regelversorgung).
1525 Euro muss der Patient selbst bezahlen, dieser Betrag kann komplett von der Steuer abgesetzt werden.

Ausnahme: Wer in den vorangegangenen fünf Jahren regelmäßige Zahnarztbesuche dokumentiert hat, sichert sich einen Extra-Bonus seiner Krankenkasse in Höhe von 20 Prozent.

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2 Kommentare

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A Kombizange tuts auch
Aha, Tom Floh ist ein Nachkommen von......
Oder lieber nach der bewährten Methode von Dr. Eisenbart, in Hann.-Münden ist seine "Praxis". Sein Motto:
Ich bin der Dokror Eisenbart,
kurier die Menschen aufmeine Art....u.s.w.
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