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Überbordende Steuerlast: "Alterseinkünftegesetz" entzieht deutschen Rentnern ...

Überbordende Steuerlast: "Alterseinkünftegesetz" entzieht deutschen Rentnern die Existenzgrundlage!

17.04.2014, 14:01 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Seit dem Jahr 2005 gilt das neue Alterseinkünftegesetz, in dem die Besteuerung von Renten und Pensionen geregelt ist (Mehr Infos hier). Eine Auswirkung dieses neuen Gesetzes ist, dass immer mehr Rentner von dieser Regelung betroffen sind. Gerade in jüngster Zeit hat die Frage der Besteuerung bei vielen Rentnern zu einer starken Verunsicherung geführt. Auch sind manche der älteren Menschen mit der Erstellung der immer komplizierten Steuererklärung überfordert ist. Der Gang zum Steuerberater ist unausweichlich.

Freibeträge bei Renten werden bis 2040 komplett abgeschafft


Ziel des Alterseinkünftegesetzes ist es, den zu versteuernden Anteil der Bruttorente bis zum Jahr 2040 sukzessive auf 100 % zu steigern. Unterm Strich bedeutet das für Rentner die Streichung steuerfreier Beträge und somit eine höhere Steuerlast. Ein Beispiel: wer 2005 oder früher in Rente gegangen ist und über die gesetzliche Altersversorgung monatlich 1000 Euro bezogen hat, musste lediglich die Hälfte davon, also 500 Euro, versteuern. Nach 2005 sinkt der prozentuale Anteil des Steuerfreibetrags pro Jahr um zwei %, was dazu führen wird, dass ab 2040 die Rente voll zu versteuern ist.

Fiskus schlägt bei Rentenerhöhungen unbarmherzig zu


Aber auch "Bestandsrentner", die 2005 und früher in Rente gegangen sind, kommen nicht ungeschoren davon. Bei Rentenerhöhungen schlägt der Fiskus erbarmungslos zu und besteuert diese in voller Höhe. Der steuerfreie Betrag würde in dem obigen Beispiel auch nach einer Anhebung nur 500 Euro betragen und nicht anteilsmäßig aufgestockt werden. Somit ist klar, dass sich sogar Rentenerhöhungen nachteilig für die Bezieher gesetzlicher Alterseinkünfte auswirken können, weil irgendwann der steuerliche Freibetrag erreicht sein wird.


Steuerpflicht erreicht immer mehr Rentner


Inzwischen werden auch sogenannte "Eckrentner" erstmals zur Zahlung von Steuern herangezogen. Dabei handelt es sich um Rentner, deren Bezüge aus der gesetzlichen Altersversorgung bei 45 angenommenen Arbeitsjahren exakt im Durchschnitt liegen. Schon enthalten die Rentenbescheide in jüngster Zeit vermehrt den Hinweis, dass die Bezüge versteuert werden müssen. Kein Wunder, denn Steuerpflicht erfasst immer mehr Rentner.


Die Früchte eines langen Arbeitslebens zu genießen, ist Rentnern nicht vergönnt


Es ist bedauerlich, dass ältere Mitbürgerinnen und Bürger, die ihr Leben lang gearbeitet haben, nicht in Ruhe die Früchte ihres langen Arbeitslebens genießen können. Stattdessen müssen sie sich im Alter mit Steuerfragen herum plagen und laufen am Ende Gefahr, sich der Steuerhinterziehung schuldig zu machen. Dabei handelt es sich bei der gesetzlichen Rente um Mitgliedsbeiträge, die von einem Bruttogehalt abgezogen wurden, das bereits einmal versteuert worden ist.

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4 Kommentare

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Hallo Robin,
der Beitrag ist sicher ein guter Anstoß, sich dem Thema zu nähern.
Allerdings ist der letzte Satz meiner Meinung nach nicht richtig.
Die Rentenbeiträge vom Bruttoeinkommen sind unversteuert. Brutto ist nun mal brutto und nicht netto.
Das ist nach meinem Wissensstand auch der Grund der Änderung.
  • 23.04.2014, 14:44 Uhr
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Kommentar von Loey Tanz (vom schwarzen Brett hierher kopiert)

"Ja, Ja, Wer ohne Charakter ist braucht Menschen ohne Gesetz.

Schwarz und nochmals Schwarz sollte die Farbe der Senioren sein. Den Rest denk Dir selbst."
  • 23.04.2014, 13:32 Uhr
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Hallo Peter,

Danke für deinen Kommentar. Was verstehst du unter dem "Volk"?
  • 23.04.2014, 13:09 Uhr
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Volker Hecht (Kommentar von der Pinnwand hierher kopiert)

Es müssen zuerst mal die "versicherungsfremden" Leistungen aus der Rentenversicherung herausgenommen werden! Die Rentenversicherung ist keine Versicherung, sondern ein "Selbstbedienungsladen".
  • 17.04.2014, 14:39 Uhr
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