Die private Krankenversicherung im Rentenalter
Die private Krankenversicherung im Rentenalter

Die private Krankenversicherung im Rentenalter

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die private Krankenversicherung ist in jungen Jahren toll. Als Kunde zahlt man wenig Beiträge und diese bekommt man bei Gesundheit auch noch teilweise zurückerstattet. Im Laufe der Zeit stellt man dann aber fest das die Beiträge fast jährlich steigen. Die ersten Beitragserhöhungen sind dann mehr lästig als störend, aber nach 10 - 15 Jahren Versicherungsdauer beginnen dann die ersten Gedanken. War es richtig aus dem gesetzlichen System in das private System zu wechseln?

Die Frage nach der Rückkehr in das gesetzliche System beschäftigt fast jeden PKV Kunden ab dem 50. Lebensjahr. Zu Recht. Denn eine Rückkehr in das gesetzliche System ist ab dem 55. Lebensjahr ausgeschlossen. Für Selbständige funktioniert dann auch der "Trick" über eine befristete Arbeitnehmerstelle (mindestens 12 Monate durchgehend) nicht mehr. Die Voraussetzung zur Pflichtversicherung ist dann entfallen.

Im Endeffekt besteht die private Krankenversicherung aus zahlreichen Spielregeln. Diese Regeln sollte man als PKV Kunde kennen. Und vielleicht manchmal auch beachten.

Eine PKV wechselt man nicht. Harter Tobak, aber ist so. Alle Versicherer erhöhen die Beiträge. Ältere Kunden verlieren zumal die Rückstellungen bei einer Kündigung. Und der Verlust lohnt sich eigentlich nur sehr selten. Auch wenn heute eine neues Angebot günstiger erscheint, so ist es das morgen bestimmt nicht mehr.

Wenn man eine PKV wechselt, dann ohne den Pflegetarif. Die private Pflegeversicherung (PVN) hat branchenweit bei allen Versicherern die gleichen Leistungen. Unterschied: bei einem Wechsel wird der Beitrag nach dem Eintrittsalter neu festgelegt. Der Vertrag ist ohne Mehrleistungen teurer.

Ziel muss es ein bis zum Rentenalter ca. 30 Jahre Alterungsrückstellungen gesammelt zu haben. Damit sollten Sie auf der sicheren Seite sein. Jeder PKV Vertrag mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren und einem Beitrag über 500 Euro ist zu teuer und Sie verschenken viel Geld. Gut zu wissen, oder?

Es gibt natürlich noch mehr Regeln. Aber ich will fachlich nicht zu tief gehen. Es gibt viele Lösungen. Aber selten beginnen diese mit einer Kündigung.

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