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Die private Krankenversicherung im Rentenalter

Die private Krankenversicherung im Rentenalter

08.05.2014, 23:25 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die private Krankenversicherung ist in jungen Jahren toll. Als Kunde zahlt man wenig Beiträge und diese bekommt man bei Gesundheit auch noch teilweise zurückerstattet. Im Laufe der Zeit stellt man dann aber fest das die Beiträge fast jährlich steigen. Die ersten Beitragserhöhungen sind dann mehr lästig als störend, aber nach 10 - 15 Jahren Versicherungsdauer beginnen dann die ersten Gedanken. War es richtig aus dem gesetzlichen System in das private System zu wechseln?

Die Frage nach der Rückkehr in das gesetzliche System beschäftigt fast jeden PKV Kunden ab dem 50. Lebensjahr. Zu Recht. Denn eine Rückkehr in das gesetzliche System ist ab dem 55. Lebensjahr ausgeschlossen. Für Selbständige funktioniert dann auch der "Trick" über eine befristete Arbeitnehmerstelle (mindestens 12 Monate durchgehend) nicht mehr. Die Voraussetzung zur Pflichtversicherung ist dann entfallen.

Im Endeffekt besteht die private Krankenversicherung aus zahlreichen Spielregeln. Diese Regeln sollte man als PKV Kunde kennen. Und vielleicht manchmal auch beachten.

Eine PKV wechselt man nicht. Harter Tobak, aber ist so. Alle Versicherer erhöhen die Beiträge. Ältere Kunden verlieren zumal die Rückstellungen bei einer Kündigung. Und der Verlust lohnt sich eigentlich nur sehr selten. Auch wenn heute eine neues Angebot günstiger erscheint, so ist es das morgen bestimmt nicht mehr.

Wenn man eine PKV wechselt, dann ohne den Pflegetarif. Die private Pflegeversicherung (PVN) hat branchenweit bei allen Versicherern die gleichen Leistungen. Unterschied: bei einem Wechsel wird der Beitrag nach dem Eintrittsalter neu festgelegt. Der Vertrag ist ohne Mehrleistungen teurer.

Ziel muss es ein bis zum Rentenalter ca. 30 Jahre Alterungsrückstellungen gesammelt zu haben. Damit sollten Sie auf der sicheren Seite sein. Jeder PKV Vertrag mit einer Laufzeit von mindestens 10 Jahren und einem Beitrag über 500 Euro ist zu teuer und Sie verschenken viel Geld. Gut zu wissen, oder?

Es gibt natürlich noch mehr Regeln. Aber ich will fachlich nicht zu tief gehen. Es gibt viele Lösungen. Aber selten beginnen diese mit einer Kündigung.

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2 Kommentare

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Ich habe mich zuletzt mit einem Bekannten (Ü 50)über dessen PKV unterhalten. Die haben ihn nach einem Kreuzbandriss zum Risikoversicherten gemacht, dabei ist der kein Sportler, er hatte sich die Verletzung zugezogen, als ihn sein Hund unvermittelt vor Freude angesprungen hatte. Die Erhöhung, welche ihm seine PKV daraufhin auftischte, war heftig. Er rechnete sich aus, wenn er das Geld stattdessen sparen würde, könnte er sich im hohen Alter manche OP selbst bezahlen.

Für mich hat sich einfach die gesamte Gesellschaft negativ verändert. Heute wird überall und von Jedem viel schamloser lediglich der höchstmögliche Gewinn angestrebt, als das früher möglich war. Es gibt keinerlei Gewissen mehr, wenn es um die Gewinnmaximierung geht.

Dass es jetzt sogar den Beamten an den Kragen geht, mag in den Augen vieler Bürger gerecht sein, ist für mich aber der Vorbote ganz übler Zeiten.

.......falls sich nicht bald etwas ändert in unserem Staate!
  • 09.05.2014, 01:29 Uhr
Die Versicherung hat rechtlich enge Regeln zu beachten um den Beitrag zu erhöhen. Grundlos erhöhen geht nicht.

Es kann sein, dass Ihr Bekannter vor Antragstellung bereits Knieprobleme hatte und diese durch den Kreuzbandriss / Behandlung erstmals aufgefallen sind. Durch kausalen Zusammenhang kann der Versicherer nachträglich einen Zuschlag erheben. Aber nur in den ersten 60 Monaten nach Versicherungsbeginn.

Diese Regel ist auch in Ordnung. Weil der Versicherer den Kunden und die beantragten Leistungen ins Verhältnis setzt und so die Prämie kalkuliert. Wenn nachträglich ein erheblicher Umstand ans Tageslicht kommt kann der Versicherer die Prämie erhöhen.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen Winterreifen auf Ihr Auto ziehen und in der Werkstatt stellt man fest das die Reifen abgefahren sind. Damit entstehen nachträglich höhere Kosten als kalkuliert.

Oder es gab eine normale Beitragserhöhung. Diese gilt aber für das Kollektiv und nicht für den Einzelnen.

Spielregeln der PKV...
  • 09.05.2014, 09:35 Uhr
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