wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?

Patientenverfügung

Kester-Haeusler-Stiftung

Eine Patientenverfügung enthält Bestimmungen eines einwilligungsunfähigen Erwachsenen, wie im Fall der Einwilligungsunfähigkeit bei medizinischen Behandlungen entschieden werden soll. Ist der Patient nicht mehr einwilligungsfähig, so handelt ein Betreuer oder ein Vorsorgebevollmächtigter für ihn. Die Patientenverfügung selbst hat keinen rechtfertigenden Charakter für das ärztliche Handeln. Die Entscheidung wird vom Bevollmächtigten oder Betreuer auf Grund der Patientenverfügung getroffen, die zuvor mit der Situation abgeglichen wurde. Diese Aktualisierung im Entscheidungsprozess ist notwendig, damit festgestellt werden kann, ob die Patientenverfügung überhaupt für die konkrete medizinische Situation eine Lösung beinhaltet. Ist dies nicht der Fall, so ist der mutmaßliche Wille des Patienten zu ermitteln. Dies kann durch Bestimmungen in der Patientenverfügung, durch Befragung von nahestehenden Personen und durch die Einbeziehung früherer Äußerungen des Patienten zur konkret vorliegenden Situation geschehen.
Der Betreuer hat sich mit seiner Bestellungsurkunde auszuweisen, der Vorsorgebevollmächtigte mit der Vorlage der Vollmacht im Original oder in einer Ausfertigung. Der Vorsorgebevollmächtigte darf nur über ärztliche Maßnahmen entscheiden, wenn er dazu in der Vollmacht ausdrücklich ermächtigt worden ist.
(Diehn/ Rebhan, NJW 2010, 326.)


2 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
News Team
Weitere Informationen zum Thema, z.B. welche Bereiche eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht abdecken sollte und worin genau noch mal die Unterschiede zwischen Organspende, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung bestehen, haben wir in unserem neuen Artikel zur Patientenverfügung (http://www.seniorbook.de/patientenverfuegung) ausführlich aufbereitet.
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Der Vollmachtgeber sollte einen Bevollmächtigten (in gesundheitlichen Angelegenheiten) benennen, der auch in der Lage ist den Patientenwillen -aufgrund der Patientenverfügung - auch gegenüber den "Göttern in weiß" durchzusetzen. Auch die Ärzte sind an die Patientenverfügung gebunden.
Sofern die Bereitschaft zu einer Organspende besteht, sollte diese mit der Patientenverfügung abgestimmt werden. Weitere Hinweise in meinen Vorsorgebrief:
http://www.pflichtteil-erbrecht.de/f...01-2014.pdf
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren