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Nur noch Groschen

Deflation und Wachstum

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 05.11.2014 - 11:43 Uhr

Minuszinsen sind ja inzwischen auch in Europa Realität, wenn auch noch zaghaft.
Kommt es zu einer länger währenden Deflation und spricht man dann endlich auch mal von Stagnation oder Schrumpfung? Bisher nennt man sowas ja Nullwachstum bzw. Minuswachstum, weil man sich von dem Begriff Wachstum nicht trennen will und dieses auch für unabdingbar hält, auch wenn rein theoretisch klar ist, dass unendliches Wachstum bei endlichen Ressourcen unmöglich ist.

Praktische Erfahrungen mit einer realen Deflation gibt es nicht und das wird echt spannend, wie sich das konkret vollzieht. Es werden sich viele Kreise wohl dagegen streuben, nur wenn einmal im Gange wird es auch für die Mächtigen schwer, die Eigendynamik zu bremsen.

Es sind nur so Gedanken, die mich seit einiger Zeit umtreiben und ich finde, wir sollten diese Erfahrung machen. Vielleicht kommt es dann endlich mal zu einem grundlegenden Umdenken und Überprüfung all der angeblich unumstößlichen "alternativlosen" Prämissen.

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7 Kommentare

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Warum lassen sie soviel Menschen nach Deutschland ??? das der ganze Überschuss an Erzeugnissen von den Leuten gekauft wird ....
Das hat nix mit dem Thema zu tun!
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Wachstum wird nicht ewig sein, und eine Deflation ist nur deshalb für die Wirtschaft so unerträglich, weil sie mit den Preisen runter müssen. Die Aussage dass alles in Schutt und Asche fällt, dient lediglich dem Eigenschutz.

Es gibt die sogenannten Grünen Träume, ob die helfen?

Dabei existieren durchaus Vorschläge, wie sich die Kollateralschäden des Wachstums eingrenzen ließen. Im Wesentlichen liegen dazu zwei Ideen auf dem Tisch. Erstens: am Wachstum festhalten, es aber so reformieren, dass die Negativfolgen ausbleiben, also mit grünen Mitteln und Techniken schwarze Zahlen schreiben. Dies ist die klassische Ingenieurslösung, die Rettung durch Effizienz.

Und zweitens: das Wirtschaftsgeschehen bewusst entschleunigen, bis hin zum Gegenteil von Wachstum – dem sogenannten De-Growth. Also weniger arbeiten und mehr Freizeit genießen, glücklich gärtnern statt shoppen, bis der Arzt kommt, Rügen statt Malediven, teilen statt besitzen, Grünkohl aus der Heimat statt Shrimps aus Vietnam. Dies wäre der Ausweg über die Suffizienz.
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Es soll Leute geben, die immer erst auf die Nase fallen müssen, bevor sie anfangen zu denken.
Alternativlos ist einzig das Zurückfahren des unendlichen Wachstums.
Qualität, statt Quantität. Sollte eigentlich jeder begreifen können.
Das mag sogar auf viele Menschen zutreffen.
Selbst das (un)Wort alternativlos zu benutzen widerstrebt mir allerdings.
Die Welt ist ja in gewisser Weise auch unendlich und somit auch deren Ressourcen. So eindeutig ist eben gar nix.
Hast Du meinen heutigen Beitrag gesehen?
https://www.seniorbook.de/themen/kat...-wirtschaft
Die Doku könnte Dir von Nutzen sein, zumal Du als Mathegenie mit Finanzen zurechtkommst.
Nein hab ich noch nicht, bin anderweitig beschäftigt noch. Ist nun vorgemerkt
Mathegenie bin ich keins, hab mich nur etwas mehr damit befasst während des Studiums, als es Menschen sonst wohl tun.
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