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Nachbarrecht, Freilegung einer Grundmauer

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Außenwand des an unser Grundstück angrenzenden Nachbargebäudes befindet sich direkt auf der Grundstücksgrenze. Unser Nachbar verlangt Zugang zum Wandbereich, um die Grundmauer durch Aufgraben freizulegen und abzudichten, da Feuchtigkeit in seine Kellerräume eindringt. Da sich in dem fraglichen Bereich auf unserem Grundstück ein komplett eingerichtetes Gartenhaus (Blockbauweise), Pflanzen und gepflasterte Flächen befinden, verweigern wir die Zustimmung zum Aufgraben. Zumal es heutzutage technische Möglichkeiten gibt, eine feuchte Wand von innen trocken zu legen.
Kann der Nachbar auf seiner Forderung zum Aufgraben bestehen?
Hat jemand aus dem sb-Nutzerkreis entsprechende Erfahrungen?


10 Kommentare

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Und hier ein weiteres Urteil zum Thema, aber ebenfalls nicht auf unseren Fall passend:
https://openjur.de/u/168044.html
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Hier ein Urteil zum Thema Wärmedämmung und Überstand aufs Nachbargrundstück (passt aber nicht auf unseren Fall):
http://www.olg-karlsruhe.de/pb/,Lde/...AGE=1149923
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Das klingt echt kompliziert, wenn man es rein juristisch lösen will. Eine wichtige Frage dabei wäre die Quelle der Feuchtigkeit und ob sich da durch die Grundstücksnutzung Veränderungen ergeben haben.
Alles in allem ist bei solchen Sachen immer eine gütliche Einigung das Beste.
Die Quelle der Feuchtigkeit ist wohl ganz einfach ein natürlich bepflanzter und benutzter Gartenboden. Aber natürlich haben wir einen Fachanwalt hinzugezogen, dessen Kosten durch eine Rechtsschutzversicherung gedeckt sind.
Es kann ja bei so Sachen nich schaden, mehrere Meinungen zu hören. Ich hätte z.B. eher erwartet, dass da nich so ohne weiteres ein Recht besteht, das Grundstück zu benutzen, wie du ja denkst. Am Ende müssen da ja zwei Interessen gegeneinander abgewogen werden. Da ich auch ein Haus verwalte und es da schon ähnliche Probleme gab, bin ich durchaus gespannt, wie das ausgeht.
Ohne genaue Ortskentnis kann man das wohl eh kaum entscheiden.
@Harry Peter Wenzel:
Ich suche ja hier auch keine rechtliche Beratung, sondern die Erfahrung von Leuten, die Ähnliches erlebt haben.
Außerdem weiß auch ein Rechtsanwalt nicht alles, was bei einem solchen Fall relevant ist. Zudem gibt es nicht zu jedem Fall rechtskräftige Urteile, manches wird ja auch in Schlichtungsverfahren geregelt und ist nicht dokumentiert. Und schließlich: Nicht jeder im Prinzip gleiche Fall führt am Ende zum gleichen Urteil. Gerechtigkeit ist ein dehnbarer Begriff und hängt stark von Interessenlage, Charakter, Einstellung, Erfahrung, Wissen, Meinung, Bildung etc. der Beteiligten ab.
@Jim Trampy: Vielen Dank für die Info, auf solch eine Auskunft eines 'Leidensgenossen' habe ich gewartet.
Herzliche Grüße, US
Wenn man schon jahrelang eine Rechtsschutzversicherung bezahlt, ohne sie je benötigt zu haben, kann man sie in einem solch kritischen Fall auch mal in Anspruch nehmen. Zumal in unserem Fall eine außergerichtliche Einigung unter Wahrung der Interessen aller Beteiligten nicht möglich erscheint.
Das is schon ein Argument und manches muss man halt auch mal konsequent ausfechten. Wie schätzt denn dein Anwalt die Rechtslage ein?
Und selbst wenn der Nachbar schließlich das Recht zugesprochen bekäme, von meinem Garten aus seine Grundmauer freizulegen, könnte er sie zwar - z. B. mit einem Bitumenpräparat - streichen, einer zusätzlichen Abdichtung mittels Noppenfolie, Styroporplatten oder Ähnlichem müsste ich aber nicht zustimmen, da sie in unser Grundstück hineinragen würde.
Siehe auch oben genanntes Urteil.
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