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Noch nie waren so viele falsche Euros im Umlauf

Noch nie waren so viele falsche Euros im Umlauf

Von News Team - Freitag, 22.01.2016 - 15:33 Uhr

Dem Internet sei Dank. Heute kann mithilfe eines Farbdruckers und ein paar geheimen Zutaten aus dem Darknet im Grunde jeder zuhause täuschend echtes Falschgeld drucken. Mit unschönen Folgen! Wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte, gab es 2015 einen neuen Falschgeldrekord. Noch nie zuvor in der Geschichte der Gemeinschaftswährung wurden so viele Blüten aus dem Verkehr gezogen. Rund 899.000 falsche Euro-Scheine waren es im vergangenen Jahr und damit gut 60.000 mehr als 2014 und fast 40.000 mehr als beim bisherigen Höchststand 2009 mit 860.000 Fälschungen.

Ausgerechnet in Deutschland war der Anstieg besonders groß - mit einem Zuwachs von 51 Prozent. Exakt 95.357 Stück entdeckten Banken, Handel und Polizei zwischen Flensburg und Berchtesgaden. "Der Anstieg der Falschgeldzahlen ist bedenklich, aber geeignete Maßnahmen sind bereits getroffen worden", bedauerte und beschwichtigte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele zugleich. 4,4 Millionen Euro Schaden haben die Fälscher in Deutschland damit angerichtet. Der Gesamtschaden weltweit beträgt gut 39 Millionen.

Insbesondere 20- und 50-Euro-Scheine gehen den Falschgelddruckern besonders gern von der Hand. Deshalb wird hier bereits gegengesteuert. So ist seit November ein neuer Zwanzig-Euro-Schein mit überarbeiteten Sicherheitsmerkmalen im Umlauf. Eine andere Möglichkeit wäre, wenn die Verbraucher gänzlich auf Bargeld verzichten würden. Aber das scheint hierzulande aussichtlos. Wie die Bundesbank errechnet hat, laufen 79 Prozent aller Transaktionen in bar. Auch im Einzelhandel ist Cash King. Gut die Hälfte (53 Prozent) der Umsätze werden dort mit Bargeld abgewickelt.

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