Bei Nullzinsen und Kontogebühren lohnt sich sparen nicht
Bei Nullzinsen und Kontogebühren lohnt sich sparen nichtFoto-Quelle: vorunruhestand.de

Die Alten hauen das Geld auf den Kopf

Helmut Achatz
Beitrag von Helmut Achatz

Nullzins animiert nicht zum Sparen, deswegen hauen die Leute das Geld lieber auf den Kopf – vor allem die Alten. Jeder Dritte von den über 60-Jährigen spart nicht länger. Wozu auch, es gibt ja keine Zinsen mehr. Die Stadtsparkasse verlangt künftig sogar Strafgebühren für schlechter Verdienende, die noch immer auf Papierauszüge bestehen. Das sind die Folgen der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Aber der Reihe nach: Die Comdirect veröffentlicht regelmäßig ihren Spar- und Anlageindex. Das Ergebnis ist dieses Mal überaus interessant: Die Deutschen haben keine Lust mehr auf Sparen: „26 Prozent der Bundesbürger geben an, im vergangenen Monat gar nichts oder weniger als 50 Euro auf die hohe Kante gelegt zu haben“, so das Ergebnis der Comdirect-Untersuchung. Erstaunlich dabei, vor allem die ältere Generation zähle momentan eher den Sparmuffeln. So hat „bei den über 60-Jährigen jeder Dritte (35 Prozent) fast nichts gespart“. Die Jüngeren sind offensichtlich mittlerweile etwas anders gestrickt, denn von den 18- bis 29-Jährigen gaben nur 17 Prozent an, nichts zu sparen.

Konsum sei den Deutschen derzeit wichtiger, als zu sparen. Und wie viel legen die Deutschen im Schnitt so zur Seite? Der Umfrage zufolge sind es 109 Euro. Bei dieser Betrachtung darf allerdings nicht vergessen werden, dass viele auch nichts zurückliegen können, weil sie mit ihrem Gehalt oder der Rente so gerade über die Runden kommen - und am Monatsende nichts übrig bleibt.

Es ist zum Haare ausraufen, trotz Nullzins lassen die meisten ihr Geld noch immer auf dem Girokonto liegen oder zahlen ihres Euros aufs Sparbuch ein. Die beliebtesten Anlageformen sind – die Top Ten Geldanlage: So legten die Deutschen im März ihre Ersparnisse an:

Girokonto (56%)
Sparbuch (52%)
Tagesgeld (37%)
Bausparvertrag (32%)
Lebensversicherung (31%)
Altersvorsorge (30%)
Bargeld (30%)
Fonds (19%)
Festgeld (19%)
Aktien (15%)

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