Mütter sollten sich früh genug um ihre Altersvorsorge kümmern.
Mütter sollten sich früh genug um ihre Altersvorsorge kümmern.Foto-Quelle: Pixabay

Altersarmut vermeiden: Wie Mütter für den Ruhestand vorsorgen können

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Beitrag von News Team

Mütter wissen: Neben der Kindererziehung bleibt oft wenig Zeit sich um andere Dinge zu kümmern. Trotzdem sollte man die Altersvorsorge nicht aus dem Blick verlieren. Besonders Frauen haben im Ruhestand häufig mit Altersarmut zu kämpfen. Mit diesen Tricks können Mütter für das Alter vorsorgen.

Frauen bekommen im Durschnitt weniger Rente

Frauen bekommen in Deutschland durchschnittlich viel weniger Rente als Männer. Sie haben im Alter bis zu 60 Prozent weniger Geld zur Verfügung, wie das Verbraucherportal "Die Versicherer" berichtet.

Durchschnittliche Männer-Rente: 1.043 Euro
Durchschnittliche Frauen-Rente: 798 Euro

Das liegt vor allem daran, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als Männer. Außerdem arbeiten sie häufiger in Teilzeit oder kümmern sich um die Kinder oder pflegebedürftige Familienangehörige.

Das müssen Frauen beachten

Frauen sollten sich bei der Altersvorsorge nicht auf ihre Männer verlassen, sondern die Sache selbst in die Hand nehmen. Die Devise heißt: Je früher wir uns um die Altersvorsorge kümmern, desto besser! Eine professionelle Auskunft von Renten- oder Versicherungsberatern ist im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert. Wer schon früh geringe Beträge anspart, hat später weniger finanzielle Belastung.

Altersvorsorge während der Kindererziehung

Kindererziehungszeiten werden bei der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet, wie es bei "Die Versicherer" weiter heißt. Für Mütter oder Väter, die während der Erziehung nicht gearbeitet oder wenig verdient haben, bezahlt der Staat drei Jahre lang die Beiträge.

In der Zeit der Kindererziehung sollte man eine schon abgeschlossene Altersvorsorge auf keinen Fall kündigen. „Sonst gehen die erworbenen Rentenansprüche und bei geförderten Riester-Renten die staatlichen Zulagen verloren“, erklärt der Versicherungsexperte Mathias Zunk.

Es gibt die Möglichkeit, Beiträge über einen gewissen Zeitraum zu reduzieren. Zudem kann die Altersvorsorge beitragsfrei gestellt werden. Das heißt, dass die Einzahlungen vorübergehend gestoppt werden. Erst wenn wieder eine Tätigkeit aufgenommen wird, werden die Beiträge fällig. Mütter sollten sich früh überlegen, wann und in welchem Umfang sie wieder in den Beruf zurückkehren. Je mehr wir arbeiten, desto mehr Rente steht uns im Alter zu.

Für Mütter lohnt sich vor allem die Riester-Rente

In Deutschland lohnt sich geförderte Altersvorsorge besonders für Mütter und Väter. Wer etwa eine Riester-Rente hat, sollte nach der Geburt eines Kindes auf jeden Fall seine Versicherung informieren. Der Staat bezuschusst die private Vorsorge mit 300 Euro pro Kind und Jahr.

„Je geringer der Verdienst und je mehr Kinder, desto mehr gibt der Staat anteilig hinzu“, erklärt Versicherungsexperte Zunk dem Verbracuherportal. Davon profitieren besonders Mütter, die rentenversicherungspflichtig beschäftigt sind.

In der Elternzeit muss der Mindesteigenbeitrag der Riester-Rente weiterhin eingezahlt werden. Dann bekommen Mütter auch die volle staatliche Zulage. Wenn wieder mehr Gehalt hereinkommt, kann der laufende Vertrag mit einer Einmalzahlung aufgestockt werden. „So erreichen Mütter wieder ihr angestrebtes Absicherungsniveau im Alter.“, sagt Zunk.


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