Eine höhere Rente in Aussicht? Das soll für die Empfänger von Grundsicherung ...
Eine höhere Rente in Aussicht? Das soll für die Empfänger von Grundsicherung gelten, wenn es nach den Vorstellungen des Arbeitnehmerflügels der CDU gehtFoto-Quelle: Pixabay

Plus-Rente: Wer davon profitieren würde - "Bedürftigkeitsprüfung" entscheidend

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Der CDU-Parteitag Anfang Dezember wird ein historischer werden, soviel ist jetzt schon klar. Vor allem, weil die Delegierten in Hamburg entscheiden, wer Angela Merkel an der Parteispitze nachfolgen wird. Doch auch das Thema Rente wird dort eine Rolle spielen. Genauer: Das Modell einer Plus-Rente.

Dafür macht sich die Christlich-Demokratische-Arbeitnehmerschaft (CDA) stark, der Arbeitnehmerflügel der CDU, der einen entsprechenden Antrag beim Parteitag (6. bis 8. Dezember) zur Diskussion stellen will.

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Plus-Rente, das bedeutet in diesem Fall: Die Empfänger von Grundsicherung im Alter sollen einen Zuschlag von 25 Prozent ihrer Rentenansprüche ausgezahlt bekommen. Dafür spricht sich CDA-Chef Karl-Josef Laumann aus.

"Wir müssen die Rente leistungsgerechter machen", sagte Laumann, der auch Sozialminister in Nordrhein-Westfalen ist, der "Rheinischen Post".

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Ein sinkendes Rentenniveau und steigende Mietpreise würden künftig dazu führen, dass mehr Menschen eine Rente bezögen, die unterhalb der Grundsicherung liege. "Es darf nicht sein, dass diese Menschen nur noch eine Grundrente als Einheitsrente bekommen", so Laumann.

"Das hilft gezielt gegen Altersarmut"


Sein Argument: Wer in die gesetzliche Rente eingezahlt habe, müsse mehr Rente bekommen als jemand, der nicht eingezahlt habe. "Dafür schlagen wir das Modell der Plus-Rente vor", so Laumann, "wer nur Grundsicherung im Alter erhält, soll eine Plus-Rente in Höhe von 25 Prozent seiner Rentenansprüche zusätzlich ausgezahlt bekommen".

Das sei gerecht und helfe "gezielt gegen Altersarmut".

Parteikollegen lehnen den Vorstoß ab

Die Plus-Rente ist jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft. Ob Rentner diese erfüllen, soll nach den Vorstellungen der CDA eine "Bedürftigkeitsprüfung" klären. "Wir wollen ja nicht dem Ehemann einer reichen Frau die Rente aufstocken", so Karl-Josef Laumann in der "Rheinischen Post".

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Doch die Pläne sind selbst innerhalb der Union nicht unumstritten. „Wir haben eine Einigung im Koalitionsvertrag dazu getroffen, die sich ausschließlich an diejenigen richtet, die mindestens 35 Jahre in die Rente eingezahlt haben und trotzdem in der Grundsicherung sind“, sagte etwa Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Von Rentenpolitik nach dem Gießkannenprinzip halte er nichts.

So viel Geld mehr bekämen Bedürftige

Was die Plus-Rente konkret bedeuten könnte, rechnet Börsennews an einem Beispiel durch: Bei einer Rente in Höhe von 700 Euro erhalte jemand 150 Euro Grundsicherung. Durch die Plus-Rente kämen 25 Prozent dazu, also 175 Euro. Macht ein Gesamteinkommen von 1025 Euro pro Monat.