Verdoppelt hat sich auch die Zahl derjenigen, die selbst im Rentenalter noch ...
Verdoppelt hat sich auch die Zahl derjenigen, die selbst im Rentenalter noch arbeitenFoto-Quelle: Pixabay

Groko-Bericht zur RENTE: Deutsche arbeiten immer länger

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Beitrag von News Team

Stark gestiegen ist in den vergangenen Jahren die Zahl derjenigen, die in Deutschland auch mit über 60 noch arbeiten. Mehr als jeder zweite (58,4 Prozent) der Frauen und Männer im Alter zwischen 60 und 64 Jahren hat einen Job, wie aus dem aktuellen Bericht der Bundesregierung zur Rente mit 67 hervorgeht, aus dem die "Bild"-Zeitung zitiert.

Über den Bericht diskutiert das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch (28. November), außerdem auch über den Rentenversicherungsbericht 2018. Die Fortschritte bei der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer seien beachtlich, heißt es laut "Bild" in dem Bericht.

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Mit über 60 zu arbeiten, ist das nicht die Regel? Schließlich sind es bis zur regulären Rente - die Altersgrenze liegt derzeit bei 65 Jahren und 7 Monaten - noch ein paar Jahre hin.

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Doch das ungewöhnliche der aktuellen Statistik zeigt sich im Vergleich zu den Zahlen von vor elf Jahren: Heute haben dem Bericht zufolge 2,4 Millionen Menschen über 60 einen sozialversicherungspflichtigen Job. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2007. Das ist das Jahr, in dem die Rente mit 67 eingeführt wurde.

Im Schnitt verdienen die älteren Arbeitnehmer dem Bericht zufolge deutlich mehr als ihre jüngeren Kollegen.

Doch es gebe auch Handlungsbedarf, heißt es darin: So müssten ältere Arbeitnehmer noch besser in die Betriebe integriert werden. Als Beispiel dafür werden Teilzeitangebote genannt.

Arbeiten selbst im Rentenalter

Stark gestiegen ist in Deutschland übrigens auch die Zahl derjenigen, die mit über 65 Jahren noch arbeiten: Etwa 12 Prozent der 65- bis 74-Jährigen sind laut Statistischem Bundesamt erwerbstätig. Und damit doppelt so viele wie 2007: Damals haben 6 Prozent in dieser Altersgruppe gearbeitet.

Vor allem Hochqualifizierte arbeiten demnach selbst im Rentenalter weiter: Fast jeder Fünfte (19 Prozent) der 65- bis 74-Jährigen hatte 2017 einen Job. Bei den "formal gering Qualifizierten", so das Statistische Bundesamt, "lag die Erwerbstätigenquote mit 8 % deutlich niedriger".