Altersvorsorge durch Aktien (Symbolbild)
Altersvorsorge durch Aktien (Symbolbild)Foto-Quelle: Pixabay / gemeinfrei

Mit Aktien der Altersarmut vorbeugen - so viel Wahrheit steckt in dem Merz-Vorschlag

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Beitrag von News Team

Friedrich Merz (CDU) hat vorgeschlagen, die Altersvorsorge durch Aktien steuerlich zu fördern. Wie die Welt berichtet, begrüßen Finanz-Experten das Sparen mit Aktien zwar im Kern, weisen aber auch auf Punkte hin, die man dabei unbedingt beachten muss.

Riester-Rente - keine attraktive Alternative

Wenn man im Alter allein auf die Rente angewiesen ist, drohen viele Menschen in die Altersarmut abzurutschen. Um den Menschen einen steuerlichen Anreiz zu geben, zusätzlich Geld zur Vorsorge zu sparen, wurde das System der Riester-Rente entwickelt. Hier unterstützt der Staat die Bürger, die auf diese Weise ihr Geld anlegen. Das System hat jedoch zwei entscheidende Haken:

1. Die speziell geförderten Anlagen sind für Sparer oft renditeschwach.
2. Die erzielten Anlagebeträge müssen im Alter oft noch nachversteuert werden.
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So hart schlägt die Steuer jetzt zu

Momentan gibt es für Zinsen, Dividenden oder Kursgewinne aus dem Handel mit Aktien einen Freibetrag von 801 Euro pro Jahr. Bei höheren Gewinnen schlägt sie Steuer dann aber voll zu. Zum einen die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent, zum anderen Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer, so dass der Abgabensatz letztlich rund 28 Prozent beträgt. Wer also sein Geld langfristig auf dem Aktienmarkt anlegt und dann zu einem bestimmten Zeitpunkt liquidieren möchte, dem drohen hohe Abgaben an den Staat.

Fazit:

Bei der aktuellen Steuerförderungen profitieren vor allem Versicherungen und Fondsgesellschaften.
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Wie sinnvoll ist ein jährlicher Freibetrag?

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz (63), forderte jetzt den jährlichen Freibetrag zu erhöhen, um so einen Anreiz zu schaffen, dass noch mehr Menschen für ihre Altersvorsorge - neben der Rente - Aktien kaufen würden. Grundsätzlich halten viele Finanzexperten die Idee, mit Hilfe von Aktien fürs Alter zu sparen für gut. Wichtig sei aber vor allem, dass man angelegtes Vermögen im Alter auf einmal zu Geld machen kann, ohne dass einem der Staat dabei zu tief in die Tasche greift. Der von Merz vorgeschlagene höhere jährliche Freibetrag allein wäre deshalb nicht sinnvoll, erklärte Lars P. Feld, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung gegenüber der Welt:
Einem Freibetrag heute muss die nachgelagerte Besteuerung bei Auflösung dieses Sparvermögens im Alter oder bei Entnahmen folgen. Andernfalls wäre dies eine reine Subventionierung der Aktienanlage, die über das mit der Sparbereinigung begründbare Maß hinausgeht.

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