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Rente sinnvoll nutzen - mit den Dingen, die man liebt

Rente: 5 Dinge, die Sie über die Rente wissen sollten - Von Finanzpolster bis Rentenbeitrag

Von News Team - Freitag, 01.02.2019 - 09:57 Uhr

Die Rente betrifft jeden. Ganz persönlich, aber auch gesellschaftspolitisch. Doch bei Fachbegriffen wie "Versorgungslast", "Nachhaltigkeitsrücklage" und "Haltelinie" verlieren viele schnell das Interesse. Diese 5 Fakten geben Ihnen einen (ersten) Einblick über das deutsche Rentensystem.

1. So wirkt sich das demographische Gefälle aus


Die Rentenkassen sind derzeit gut gefüllt. Denn dank der aktuell guten wirtschaftlichen Lage in Deutschland ist die Zahl der versicherungspflichtigen Arbeitnehmer hoch - und damit sprudeln auch die Einzahlungen in die Rentenkassen. Derzeit kommen auf 21 Millionen Rentner rund 32 Millionen Erwerbstätige, die in die Rentenkassen einzahlen. Doch das wird nicht ewig so weitergehen, darüber sind sich Experten einig.

Grund dafür ist weniger die wirtschaftliche als die demographische Entwicklung: Künftig wird die Zahl der Rentner steigen - so gehen ab 2025 und bis Mitte der 2030er-Jahre die „Babyboomer“ in Rente, die geburtenstarken Jahrgänge der 60er und 70er Jahre. Gleichzeitig sinkt voraussichtlich die Zahl der Arbeitnehmer - was dazu führen wird, dass in Zukunft ein Arbeitnehmer auf einen Rentner kommt.

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Unklar ist, wann genau das der Fall sein wird. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben dieses Szenario auf das Jahr 2060 datiert. Die Versorgungslast werde dann "voraussichtlich drastisch zunehmen“. Andere Wissenschaftler halten solche Vorhersagen bis 40 Jahre in die Zukunft für unseriös.

2. So groß ist das finanzielle Polster der Rentenversicherung


Wie groß ist das finanzielle Polster der Rentenversicherung? Darüber gibt die sogenannte "Nachhaltigkeitsrücklage" Auskunft, die sich aus überschüssigen Betriebsmitteln und Rücklagen zusammensetzt und deshalb auch als Rentenreserve bezeichnet wird. Dieser Betrag lag 2017 den aktuellsten Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zufolge bei bei rund 37,5 Milliarden Euro, schwankt aber von Jahr zu Jahr um wenige Prozentpunkte.

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3. So profitieren Mütter

Seit Jahresbeginn profitieren Mütter, die vor 1992 mindestens ein Kind zur Welt gebracht haben, von einer höheren Rente. Statt wie bisher bis zu zwei Jahre Kindererziehungszeit pro Kind wird seit 1. Januar 2019 bis zu einem halben Jahr zusätzlich bei der Rente angerechnet. Dadurch erhöht sich die Rente um monatlich bis zu 16,02 Euro pro Kind für Mütter im Westen und bis zu 15,35 Euro pro Kind für Mütter im Osten. Die Mütterrente wird automatisch angerechnet und muss nicht extra beantragt werden. Es gibt aber eine Ausnahme: Adoptiv- und Pflegeeltern.

IM VIDEO: Schnellkurs Rentensystem


4. So wird die Erwerbsminderungsrente berechnet


Jeder, der aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr arbeiten kann, erhält unter bestimmten Voraussetzungen eine Erwerbsminderungsrente. Wer diese Rente ab 2019 bezieht, profitiert von höheren Bezügen, weil die Zurechnungszeit angehoben wurde: Für die Berechnung wird neuerdings angenommen, der Berechtigte hätte mit seinem bisherigen durchschnittlichen Einkommen bis zum Alter von 65 Jahren und acht Monaten weitergearbeitet und Beiträge gezahlt. Bisher basierte die Berechnung auf einem Alter von 62 Jahren und drei Monaten - so fiel die Erwerbsminderungsrente entsprechend geringer aus. Die Zurechnungszeit steigt ab kommenden Jahr schrittweise weiter, bis sie im Jahr 2031 bei 67 Jahren liegen wird.

5. So soll die Rente dauerhaft stabil bleiben


Die Rente soll dauerhaft stabil bleiben. Diesem Ziel hat sich die Regierungskoalition in Berlin verschrieben und dafür in ihrem Rentenpaket vom vergangenen Herbst die sogenannten "Doppelten Haltelinien" eingeführt, die bis zum Jahr 2025 gelten sollen. Haltelinie 1: Das Rentenniveau soll bis dahin nicht unter 48 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns sinken - das ist der heutige Stand. Haltelinie 2: Der Beitragssatz soll gleichzeitig nicht über 20 Prozent steigen. In diesem Jahr liegt er bei 18,6 Prozent.

15 Kommentare

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Muss die Mütterrente mit versteuert werden oder ist der Betrag von 16,02 Euro ein Nettobetrag. Habe gelesen, dass es passieren kann, dass durch die Erhöhung der Mütterrente jemand in die Steuerpflicht hinein rutschen kann und am Ende sogar weniger Rente bekommt als vorher.
Wenn es richtig ist was ich gelesen habe stimmt es man könnte zu steuerzahlung heran gezogen werden
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Wie immer eine Lach und JA ABER Nummer. Warum profitieren EM Rentner nicht alle davon, sondern nur die die ab 2019 im EM Rente gehen. Denjenigen die vorher in EU bzw. EM Rente gegangen sind wurde auch sofort 10,8 % abgezogen.

Grundgesetz

Artikel 3
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
Scheinbar kennen die Regierungsparteien nicht unser Grundgesetz.
Kranken, müssen eben immer noch eins auf den Deckel bekommen.
Den Eindruck habe ich auch

Genau, als sind sie nicht schon gestraft genug
Das gilt doch nur für Politiker nicht für den Otto Normalverbraucher
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat entgegen dem Bundeskabinett,, 2013 höchstrichterlich festgestellt, dass Schwerbehinderte im Arbeitsleben nicht benachteiligt werden und jede Arbeit annehmen können.
Meine Frage, ob Herr Schäuble auf dem Bau und die blinde Schwerbehindertenbeauftragte ein Fußballspiel im Fernsehen kommentieren könne, blieb bis heute unbeantwortet
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich , aber wie seit jeher einige gleicher . Wie soll sonst erklärt werden , daß jemand der Regierungsmannschaft etwa die Hälfte seiner Amtszeit durchhält (ca 2 Jahre) und danach den üblichen Ehrensold von nur 200 000.- Euro plus diverser Zulagen erhält , wahrend ein anderer seine Knochen kaputgearbeitet hat und frühzeitig in Rente geht ,sofort gekürzt wird ?
Diese Herrschaften gehen immer von ihrem Tätigkeitsfeld aus. Herr Schäuble kann seinen Job im Bundestag auch im Rollstuhl ausüben. Und er wird von einem Chauffeur gefahren. Das sind schon sehr große Unterschiede zu Menschen mit Behinderung in der freien Wirtschaft und nicht miteinander zu vergleichen. Wie will er beurteilen was andere Menschen mit Behinderung für große Probleme haben due man ihnen augenscheinlich nicht ansieht
Deswegen kann Schäuble nicht als Dachdecker arbeiten, was beweist, dass sowohl die Politik, als auch die Verfassungsrichter von der Realität die geringste Ahnung haben
Wenn ein Gesetz neu eingeführt wird, ist es überhaupt nicht selbstverständlich, dass es auf viele Jahre rückwirkend gültig sein muss, schließlich ist es ein neues Gesetz.
So richtig neu ist es nicht. Es wurde nur abgeändert. Ist aber immer so. Gibt es mehr gilt es das nur für die ab dem Stichtag. Wollen sie aber etwas gilt das für alle. Für die nach und für die vor dem Tag der Inkraftsetzung der Änderung. Fair geht anders.
Wir werden hier nicht fair behandelt da spielt es keine Rolle um was es geht
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Das ist diese typische Geschichte.es gibt ein altes sprichwort das sagt wer dreimal lügt dem glaubt man nicht selbst wenn er doch die Wahrheit spricht. Eine Politik die mit Hartz 4 und Agenda 2010 das gesamte soziale System kaputt geschlagen hat ist unglaubwürdig. So oder so egal wie man es dreht. Bei all diesen so schlauen Berechnungen werden die sozialen Belange komplett außen vor gelassen. Die arbeitsproduktivität steigt die nächsten Jahre werden Millionen von Menschen auf die Straße gesetzt werden, denn die Automatisierung und künstliche Intelligenz nimmt dramatisch zu. Menschen werden nicht mehr gebraucht. Also sollte das doch eher so sein dass man froh ist froh sein sollte, dass die Menschen früher in Rente kommen denn nur ein zufriedener Mensch ist auch ein guter Burger. Aber mit diesen ewigen gleichlautenden Parolen schafft man genau das Gegenteil
Einblick nach oder in YouTube sieht man warum das mit dem rentensystem nicht mehr funktioniert. Just gestern habe ich das gesehen inwieweit die Politik seit 50 Jahren seit Bestehen der bundesrepublik permanent und immer in den Topf der beitragszahler hinein greift. Man darf nicht vergessen alle Beamten alle Politiker alle die irgendwie in staatsdienst waren Lehrer alle die in irgendeiner Weise einen beamtenstatus oder einen Status als bürohengst haben Zahlen nicht ein ab einer bestimmten Größe des Einkommens sowieso nicht mehr, aber bekommen eine üppige Pansion. Und das wird vom beitragszahler bezahlt.Bedeutet es wird zwar etwas hinein getan und in den Bericht hieß es es wären 80 Milliarden aber es wird deutlich mehr rausgenommen.zudem wurde der rentensatz was man denn zum Schluss heraus bekommt nach 45 bis 50 Jahre arbeiten immer geringer. Ein ehemaliger Bundeskanzler oder bundespräsident bekommt bis ans lebensende eine schöne dicke Pension inklusive Fahrer inklusive allen Vergünstigungen die ein Land überhaupt haben kann. Wenn die Politik in Deutschland nur ein kleines bisschen nach der Niederlande Österreich Schweiz schauen würde wäre es überhaupt kein Thema mehr irgendetwas dass wir mit der Rente nicht klarkommen.
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