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 QuadrigaCX-Kunden kommen nicht an ihr Bitcoin-Vermögen

Krypto-Boss nimmt offenbar 166 Millionen Euro mit ins Grab

Von News Team - Dienstag, 05.02.2019 - 15:29 Uhr

Die kanadische Kryptogeld-Börse QuadrigaCX schuldet ihren Kunden 166 Millionen Euro. Wie jetzt herauskam, kann sie das Vermögen angeblich nicht auszahlen, da der Firmenchef das Passwort zum Offline-Speicher mit ins Grab genommen hat.

Die kanadische Kryptogeld-Börse QuadrigaCX schuldet ihren Kunden 166 Millionen Euro. Offenbar kann sie das Geld nicht auszahlen, da der Firmenchef das notwendige Passwort mit ins Grab genommen hat.

Krypto-Vermögen unwiederbringlich verloren?


Die 115.000 Kunden von QuadrigaCX könnten ihr Vermögen, das sie der Kryptogeld-Börse anvertraut haben, unwiederbringlich verloren haben. Wie das Portal „coindesk.com" berichtet, war der Firmengründer Gerald Cotten Anfang Dezember 2018 im Alter von 30 Jahren im indischen Jaipur gestorben. Er litt an Morbus Crohn, unerwartet sei es zu Komplikationen gekommen. Seine Witwe Jennifer Robertson beantragte Ende Januar Gläubigerschutz. In einer eidesstattlichen Erklärung teilte sie mit, dass die Firma nicht an das Kundenvermögen herankomme.

Niemand kennt das Passwort - außer dem Toten

Als Grund führte sie an, dass Cotton den Großteil des virtuellen Geldes aus Angst vor Hackern offline gesichert habe - in einer sogenannten Cold Wallet. Das Problem: Nur er habe das Passwort zu den Daten gekannt, die auf seinem verschlüsselten Rechner gesichert seien. Ein IT-Fachmann sei es bislang nicht gelungen, den Zugang zu hacken.

Kunden haben seit Monaten Probleme

Rund 115.000 Kunden haben QuadrigaCX das Geld in Form von Kryptowährungen wie etwa Bitcoin anvertraut. Berichten zufolge beschweren sich Kunden schon seit Monaten über Probleme, an ihr Vermögen zu kommen. Dessen ungeachtet nahm die Crypto-Börse sogar noch nach dem Tod des Gründers Vermögen an.

VIDEO: Was ist eigentlich Bitcoin?

Es kam zuvor bereits zu Unregelmäßigkeiten

Grund für die Auszahlungsschwierigkeiten waren offenbar rechtliche Auseinandersetzungen mit Banken und Drittfirmen wie dem Zahlungsabwickler Billerfy. So wurde etwa bekannt, dass die Canadian Imperial Bank of Commerce vorübergehend 26 Millionen Dollar Kapital von QuadrigaCX eingefroren hatte, nachdem es angeblich zu Unregelmässigkeiten mit der Verarbeitung von Zahlungen gekommen war. Beide Seiten hatten ihre Differenzen aber wieder beigelegt.

Spekulationen: Ist Tod vorgetäuscht?

Nachdem Mitte Januar die Kunden über den Tod Cottons unterrichtet worden waren, kursierten bald Spekulationen, Cotton sei in Wirklichkeit abgetaucht, da er seine Kunden nicht auszahlen könne. Um dies zu widerlegen, präsentierte die Witwe dem Bericht zufolge vor dem Obersten Gerichtshof von Nova Scotia nun die offizielle Todesurkunde.

Wie hoch genau der Anteil des Kryptowährungs-Bestandes der Börse ist, der im Cold Wallet aufbewahrt ist, geht aus der eidesstattlichen Erklärung von Robertson nicht hervor. Sie sagte lediglich, dass „nur eine minimale Menge an Münzen“ online in einem so genannten Hot Wallet aufbewahrt werde.

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