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Die Seniorenresidenz Életfa im ungarischen Nemesbük: Hier leben viele deutsc ...

ZDF-Dokumentation: Wenn Rentner aus Angst vor Altersarmut auswandern

Von News Team - Donnerstag, 02.05.2019 - 16:25 Uhr

Es klingt nach Abenteuer, nach Urlaub: Senioren, die im hohen Alter ins Ausland ziehen, um in Spanien, Ungarn oder Polen ihren Lebensabend zu verbringen.

Doch die Wirklichkeit sieht in den meisten Fällen anders aus. Viele verlassen Deutschland nicht etwa aus Abenteuerlust. Sondern aus Existenzangst: Sie haben Sorge, sich im Alter die Pflege in Deutschland nicht mehr leisten zu können.

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Senioren, deren Rente auch nach 40 Arbeitsjahren zu klein ist, um davon ein deutsches Pflegeheim zu bezahlen - darum geht es am Sonntag (5. Mai 2019, 18 Uhr) in der ZDF-Dokumentation "Wo die Rente noch reicht! Lebensabend am Balaton".

Die Filmemacher porträtieren Menschen, die im Alter vor einer schwierigen Entscheidung stehen: Sollen sie ihr gesamtes Hab und Gut, ihr gesamtes Leben, zusammenpacken, ihre Freunde, Familie und die gewohnte Umgebung verlassen - und in der Fremde noch einmal neu beginnen?

Im Video:

In diesen Ländern verbringen die meisten deutschen Rentner ihren Ruhestand

Ludwig H. hat genau das getan. Das Schicksal ließ ihm, so kann man das sehen, keine andere Wahl. Fast 60 Jahre lang war er mit seiner Frau verheiratet. Dann wurde sie krank. Beide zogen in ein Heim. Das Doppelzimmer mit Rundumpflege für seine Frau kostete 5000 Euro im Monat, seine gesamte Rente, auch an die eiserne Reserve musste Ludwig H. ran.

100 Euro Taschengeld im Monat

Als die nach zwei Jahren komplett aufgebraucht war, blieb Ludwig H. nur der Gang zum Sozialamt. Sein gesamtes Arbeitsleben lang hatte er hart gearbeitet. Davon blieben ihm 100 Euro Taschengeld im Monat. Denn das allermeiste Geld ging für die Pflegeheimkosten drauf.

Nachdem seine Frau gestorben war, zog Ludwig H. nach Ungarn, in die Seniorenresidenz Életfa, wo fast ausschließlich deutsche Rentner und Pflegebedürftige leben. Rund 1700 Euro muss er dort im Monat für sein Einzelzimmer bezahlen, alle Pflegeleistungen inklusive. So bleibt für Ludwig H. noch genug Geld übrig, um sich auch mal einen Besuch im Restaurant leisten zu können.

Auswandern als Ausweg

Auswandern als Ausweg aus der Armut im Alter - auch für andere Senioren ist das keine so abwegige Option. Die Dokumentation beleuchtet auch die Sorgen von Heidrun B., deren demente Mutter in einem Pflegeheim im sächsischen Auerbach versorgt wird. Die Heimkosten bezahlt die Mutter von ihrer Rente. Noch. Denn Tochter Heidrun befürchtet, dass die Kosten für die Pflege dort bald steigen werden - und dass sie dann den Eigenanteil nicht mehr selbst bezahlen kann.

So ergeht es den meisten Bewohnern des Heims in Auerbach, die nach einem langen Arbeitsleben inzwischen auf Sozialhilfe angewiesen sind. Sie könnten in ein weitaus kostengünstigeres Pflegeheim in Osteuropa umsiedeln - doch das ist für viele eine schwere Entscheidung.


"Wo die Rente noch reicht! Lebensabend am Balaton", 5. Mai 2019, 18 Uhr, ZDF. Anschließend in der ZDF-Mediathek.

66 Kommentare

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Diese Altparteien Regierungen mit ihrer Bundeskanzlerin sind die Geisel Deutschland die das Land unser Land unsere Heimat zerstören und ihr wählt noch so etwas wie dumm muss man sein ???
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Es ist einfach eine Schande, was Deutschland seinen Rentnern alles am Lebensabend abverlangt. Es ist völlig unwürdig wie man als Rentner oder Pflegebedürftiger in diesem Land ausgenommen wird. Ein Leben lang hat man für dieses Land gearbeitet und brav seine Steuern bezahlt und am Ende lässt einen diese Regierung im Stich.
Ja, dieses Land zu verlassen ist wirklich für sehr viele Rentner der letzte Ausweg ein menschenwürdiges Leben wo anders führen zu können.
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So ist das ja auch von der Regierung geplant. Wir sollen gehen und Platz machen für die Flüchtlinge aus Afrika und Syrien.
Absolut richtig, für diese P........ werden Milliarden zum Fenster raus geworfen, aber für die Menschen , die dieses Land mit aufgebaut und zu seinem Erfolg ,Jahrzehnte lang schwer gearbeitet haben, bleibt nichts über ! Armselig u Verachtenswürdig sind diese Volksverräter in Berlin , mit ihrem durchschnittlichen IQ unter 1 , möge die Strafe für diesen A.S. Grausam sein !
Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher!!!! Der Tag wird kommen.
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Wer sich einen Heimplatz für 1700 Euro leisten kann, wenn auch im Ausland, und dann noch genügend Taschengeld über hat ist kein armer Rentner.
da hast du recht, denn diesen Luxus kann sich nur jemand leisten der eine hohe Rente hat aber Rentner die nur eine kleine Rente von ca. 500,00 - 1.000,00 € haben die können sich diesen Luxus nicht leisten. Diesen Rentner bleibt wohl nur der Weg zum Sozialamt und ein Bett unter der Brücke.
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und wer betreibt die Pflegeheime .... "die Pflegmafia "...,
und das Pflegepersonal bekommt dabei fast nix ....
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Ich weiß nicht, ob ich als Deutsche auswandern möchte damit sich die Ausländer in meinem Land Deutschland dich breit machen können und Geld bekommen, was den Deutschen nach langer Arbeit zustehen müsste. Warum gehen die Rentner nicht auf die Strasse? Es würde mich doch nichts ändern, Hauptsache die Diäten unserer Politiker stimmen! Die Rentner die von ihrer Rente nicht menschenwürdig leben können müssten einfach nicht wählen gehen um die Politiker Mal aufwachen aus ihrem Dornröschenschlaf.
nicht wählen gehen ist nicht förderlich um etwas zu bewirken - dann einfach eine kleine Partei wählen - graue Panther etc. - dadurch erhalten die verantwortlichen Parteien weniger Stimmen.
Als Rentner auf die Straße gehen und protestieren halte ich hingegen für eine gute Idee - allerdings bin ich selber noch nicht in Rente
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Stimmt so und zu DDR Zeiten hatten wir das gleiche Problem. Bin ebenso gern auch in Ungarn und Bulgarien.
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Ihr wißt noch nicht, wie glücklich Ihr noch seid - Ihr könnt ja auswandern! In billigere Länder. Im Gegensatz zu uns in Osteuropa, die kein Land finden, wo unsere Rente von 300 oder 400 Euro ausreicht. Was machen also unsere Rentner? Fast jeder hat einen Garten und versorgt sich mit Obst,Gemüse etc. An Euerer Stelle würde ich offener und aufgeschlossener sein - nach Freunden und Ratschägen in Osteuropa suchen und ...auswandern. So zB. auch in Baltische Staaten, wo die Pflege nicht so schrecklich teuer ist. Noch nicht.
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Ein lieber Freund Pflegt mich..hilft mir echt so gut. Mit ihm bin ich 11 Jahre schon zusammen..
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Stimmt Diese sind mit sich beschäftigt,,BZW kommen mit seiner Familie gerade klar,,und jede Menge Freunde,und bekannte. Das Enkelkind sehe ich auch nicht. Ob wohl mein Sohn in Bremen wohnt. Mit 🚗 gut zu erreichen..Die haubtsache das die andere Oma was von Ihren Enkelkind haben.die hat 6 Enkelkinder..Diese fährt mit ihren Kinder und Enkel, nach Polen..Nachtigall ich hör dich trapsen.. ich denke das sie das Enkelkind mir fern halten,weil ich Psychisch Krank bin.. Depression habe ich Depresssive Perioden.. Das geht doch nicht. Das ist doch Ansteckend,,Erblich. Hoffe das mein Sohn nicht daran Erkrankt. Möglich ist es. So kaputt wie er immer ist,,von seiner Arbeit. Darum kümmert er sich um mich überhaupt nicht.Auch kein Anruf. Er weiß das ich wieder mal eine kriese habe. Fragt nicht wie es mir geht.Ich habe ihm gesagt, das ich nur noch das tue was mir gut tut. Den anderen Sohn auch. Der wohnt ja auch weiter weg..Wenn aber mein erster Sohn sich nicht durchsetzt bei seiner Frau, das ich auch mal das Enkelkind sehen möchte,, nein das tut er nicht.Er war ja noch nicht mal bei der Beerdigung seiner Oma,wird es auch nicht bei sein Opa sein. Die Furcht ist zu groß, sich damit auseinander zu setzten. Er wird auch mal Alt .. ..wie schon gesagt ich mach das was ich möchte,was mir gut tut. Ich werde nicht mehr Anrufen. Besser so. Denn ich leide unnötig, weil ich mein Enkelkind nicht sehe.. Sie kennt mich ja auch nicht. Sollen sie doch nach Polen mit nehmen. Von mir aus auch dort bleiben.Dann fühle ich mich weniger Deskrimeniert.
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