[ü]Welcher Wein zum Grillen[/ü]
[ü]Welcher Wein zum Grillen[/ü]Foto-Quelle: eigen

Welcher Wein zum Grillen

Beitrag von wize.life-Nutzer

Edle Tropfen zu Steak und Fisch

Zu Schweinenacken und Bratwurst gehört Pils oder Weißbier. Aber wer ein saftiges Ribeye- Steak, eine kräutergefüllte Dorade oder frische Scampi perfekt auf dem Rost zu garen versteht, möchte sich und seinen Gästen zu den Schmausereien mit Recht adäquatere Getränke als Gerstensaft gönnen.

Und das kann nur ein passender Wein sein. Aber welcher? Weiß, Rosé oder Rot? Was passt am besten zu mexikanischen Spareribs, was zu marinierten Chicken-Wings, was zum Maiskolben mit Kräuterbutter oder zur Folienkartoffel mit Sour Cream?

Grundsätzlich herrscht Wahlfreiheit statt Geschmacksdiktatur – erlaubt ist, was schmeckt. Allerdings gibt’s vom Rost keine Schonkost; es kommt Deftiges und Würziges, Scharfes und Kräftiges auf den Teller. Zarte, feine Weinchen würden dabei untergehen.

Als Prototypen für die Grillparty empfehlen sich daher generell körperreiche, weniger säurebetonte Weißweine, zum Beispiel Grauburgunder, Chardonnay oder Grüner Veltliner. Oder jüngere, saftig-gehaltvolle Rotweine wie Tempranillo (Spanien), Merlot und Syrah bzw. Shiraz. Selbstredend auch frisch-fruchtige Rosés, zum Beispiel aus Südfrankreich, Italien oder Spanien.

Wer allerdings mit besonderen Schätzen wie etwa reifen Bordeaux aus seinem Weinkeller imponieren möchte, tut sich auf einer Grillparty damit keinen Gefallen. Erstens dürften die Rauchschwaden der Holzkohle jede Weinnase irritieren, und zweitens wollen die Gäste kein Weinseminar besuchen, sondern sich mit leckeren, süffigen, unkomplizierten Getränken amüsieren. Darum: Her mit den Spaßweinen!

Welcher Wein zum Grillen

Zum Steak ein gehaltvoller Roter aus dem Barrique. Das ist ein besonderes Fass aus neuem Eichenholz, das seine Inhaltsstoffe an den Wein weitergibt. Die Aromen erinnern oft an Karamell – und gehen deshalb mit den süßlichen Röstnoten, die beim Grillen von Fleisch entstehen, eine ideale Verbindung ein. Gut geeignet: Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot, auch Syrah bzw Shiraz.

Würstchen oder ohne Marinade gegrilltes Fleisch mit Senf, Ketchup oder Barbecue-Saucen: Grauburgunder, (Pinot Grigio, Pinot Gris), gehaltvoller Lugana (stammt vom Gardasee), oder ein Blanc de Noir (Weißwein aus roten Trauben)

Gut gewürztem Schweinefleisch oder Geflügel in knoblauchhaltiger Kräutermarinade bietet ein kräftiger südlicher Rosé souverän Paroli.

Mit Fisch gehen Weißburgunder, Silvaner oder ein Vinho Verde eine gute Verbindung ein. Ist der Wolfsbarsch oder die Dorade mit Kräutern und Knoblauch gefüllt, muss der Wein gehaltvoller sein: kräftiger Chardonnay aus Südafrika oder Chile – oder ebenfalls ein Rosé.

Scampi, Crevetten & Co.: Die leicht süßlichen Geschmacksnoten vertragen sich gut mit einer komplexen Riesling- Spätlese. Mutige probieren dazu einen gekühlten Roten mit wenig Gerbstoffen aus (Bardolino, junger Rioja).

Gemüse verlangt nach einem knackigwürzigen Sauvignon Blanc, dessen ausgeprägte florale Noten dazu perfekt harmonieren.
Temperaturen
Dass auf der Grillparty Weißwein kalt und Rosé noch einen Tick kälter ins Glas kommen sollte, muss hier nicht betont werden. Doch wie sieht es mit den Roten aus? Die üblichen 16 bis 18 Grad können schon zu hoch sein, wenn der edle Trinkstoff im Glas zügig Temperatur annimmt und alsbald breit, plump oder sogar bitter schmeckt. Also besser rechtzeitig runterkühlen auf 12 bis 14 Grad.

Das geht prima im Kühlschrank und dauert eine halbe Stunde (wenn’s pressiert: die Flasche ein paar Minuten ins Eisfach legen!). Dem Wein macht das nichts aus, und die Gäste sind dankbar für den Frische-Kick.

Mehr zum Thema