Marmeladeetiketten selbst gemacht

Beitrag von wize.life-Nutzer

Meine Frau und ich besitzen einen eigenen Obstgarten mit verschiedenen Apfelsorten, einem Erdbeerbeet und ein paar Kumquatbäumchen. Da sich hier Nachbarn und Landwirte häufig gegenseitig mti Lebensmitteln versorgen, kochen wir aus unseren Früchten vor allem Marmelade, backen aber auch viel Kuchen oder geben die Ernte anteilig an den örtlichen Discounter ab. Da wir vor allem für die Marmelade regen Zuspruch erhalten und diese immer wieder auf umliegenden Bauernmärkten verkaufen, will ich heir gern unsere Ideen für verschiedene Etiketten teilen, um die Gläser auch gut sichtbar zu verzieren.

Aus Pappe und Papier

Eine Möglichkeit ist es, aus brauner Pappe mit einer Zackenschere ein Oval oder einen Kreis auszuschneiden und auf diesen ein Foto oder Bild der verwendeten Frucht zu kleben. Auf die Rückseite des Glases kommen die Angaben zum Datum des Einkochens und eventuell auch die Angabe zum verwendeten Geliermittel und die Zuckerart. Wir verwenden vor allem Gelierzucker, aber auch Stevia oder Fruchtzucker wobei hier das Verhältnis zur Fruchtmenge geringer ausfällt, da Fruchtzucker stärker süßt als Raffinadezucker.

Meine Tochter und ihre Kleinste haben uns auch Scrapbooking gezeigt und gleich Unmengen an selbst gebastelten Etiketten mitgegeben. Es können dabei mehrere Papiertypen übereinander geklebt werden, es kann ein Motivstempel oder Glitzergel zum Einsatz kommen und es können auch einzelne Details, wie eine kleine Stoffrose oder anderes aufgeklebt werden. Das Etikett wird dann an einem farblich passenden Band befestigt.

Aus Holz

Für Liebhaber von Holz- und Sägearbeiten gefällt vielleicht die folgende Idee:
Aus dünnen Holzplättchen werden verschiedene Formen gesägt und in ein Eck wird ein Loch gebohrt. Die Holztäfelchen haben wir dann entweder nur gebeizt, damit sie natürbelassen aussehen, eingefärbt oder mit kleinen Applikationen beklebt.

Aus Moosgummi, Filz oder Stoff

Schnell kann man auch Anhänger aus Moosgummi oder Filzstoff zuschneiden, die entweder nur mit einem Stift beschriftet werden oder auf die auch einzelne Motive geklebt werden können.
Ein paar kleinere Stoffreste haben meine Frau und die Kinder zu Blümchen, Bienen und Obstapplikationen verarbeitet. Besonders gut machen sich Stoffe mit kleinen Karomustern oder Blümchenmustern. Der zackig ausgeschnittene Stoff wird flächendeckend auf das Glas geklebt (damit er nicht ausfranst) und in die Mitte des Stoffes kommt entweder ein einfaches weißes Papieretikett oder ein selbst gesticktes Etikett. Natürlich ist die zweite Variante etwas zeitaufwändiger, das haben wir damals mit unserer Tochter und unseren Enkeln zusammen gebastelt und gefädelt.

Für die Deckel hat meine Gutste verschiedene Häkelüberzüge angefertigt, in die wir überall Seidenbänder eingefädelt haben. Für größere Gläser haben wir Aufkleber verwendet, auf die wir die Marmeladenmischung und die Adresse unseres Obstgartens geschrieben haben.

Oder drucken

Wem das alles zu viel Arbeit bedeutet, könnte auch zum nächst gelegenen Druckshop gehen und sich dort Namensetiketten, vielleicht mit dem Zusatz „Hausgemacht von“ drucken lassen. Haben wir zu Anfang auch hier gemacht, war uns aber auf Dauer zu langweilig und unpersönlich.

Wenn sie verkauft werden soll, müssen bestimmte Kennzeichnungen drauf

Ist die Marmelade nicht als Geschenk, sondern eventuell für den Verkauf auf einem Wochen- oder Bauernmarkt bestimmt, sollte man sich vorher über die rechtlichen Voraussetzungen informieren. Die Bezeichnung des Produktes, des Herstellers und Verkäufers sowie die Angabe der Inhaltsstoffe unterliegt unter Umständen gewissen Regelungen, je nach dem wo und in welchem Rahmen verkauft werden soll. Mindestens die verwendeten Zutaten, Herkunft, Füllmenge und Haltbarkeitsdatum müssen vermerkt sein. Da wir selbst nur auf dem Markt im Dorf verkaufen, sidn da die Regeln nicht allzu streng.