Marillenknödel aus der Wachau mit Butterbröseln
Marillenknödel aus der Wachau mit Butterbröseln

Marillenknödel aus der Wachau mit Butterbröseln

Beitrag von wize.life-Nutzer

Zutaten für 12 Stück:
Für den Teig:
½ kg Kartoffeln, mehlig kochend
Salz
125 g Mehl
40 g Grieß
2 EL weiche Butter
1 Eigelb
12 Marillen (Aprikosen)
12 Stück Würfelzucker
60 g Butter
60 g Semmelbrösel
Vorbereitung: ca. 45 Minuten
Zubereitung: ca. 20 Minuten
1. Die Kartoffeln in gesalzenem Wasser gar kochen. Abgießen und im heißen Topf ausdampfen lassen. Kartoffeln schälen, durch die Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken und abkühlen lassen.
2. Mehl, Grieß, Butter, Eigelb und eine Prise Salz zu den Kartoffeln geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer dicken Rolle formen. Mit einem Küchentuch abdecken. Marillen waschen, auf einer Seite einschneiden und den Kern entfernen. Mit dem Würfelzucker füllen.
3. Die Teigrolle in 12 Scheiben schneiden. Mit bemehlten Handflächen jede Teigscheibe flach drücken und eine Marille in die Mitte setzen. Den Teig darüberschlagen und zu einem Knödel formen. Die Marillen müssen vollständig vom Teig umhüllt sein.
4. In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Die Knödel darin portionsweise bei kleiner Hitze ca. 5 Minuten garen. Sie sind gar, wenn sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Schaumlöffel auf eine Platte heben und warm stellen. In einer Pfanne die Butter schmelzen und die Semmelbrösel braun rösten. Die Knödel darin wenden und servieren.

Und zuletzt die Frage aller Fragen:


Zucker oder Marzipan: Was ist im Kern echter Marillenknödel?

Knifflige Frage – dafür müsste man wissen, wer qualifiziert ist, die Echtheit von Marillenknödeln zu zertifizieren. Wenn Lisl Wagner- Bacher, Doyenne der feinen Wachauer Küche, mit dieser Aufgabe betraut werden kann, ist die Sache klar: Sie steckt Würfelzucker anstelle des Kerns in die Knödel-Marille. Marzipan hat aber auch was, immerhin ist die Mandel eine enge Verwandte der Marille – es bliebe also alles in der Familie. Fazit: reine Geschmackssache!

...und noch was Interessantes...


Nein, die Marille kommt nicht aus der Wachau, auch wenn dort mit der Venus von Willendorf ein Zeugnis früher Sinnesfreude belegt ist.

Die ältesten Marillenkerne der Archäologiegeschichte wurden in Armenien gefunden, sie sind „nur“ 4500 Jahre alt. Nicht mehr nachweisbar ist aber, ob die Marillenbauern der Frühgeschichte die „Prunus armeniaca“ (so die botanische Bezeichnung) vorzugsweise als Knödel, Strudel oder Marmelade (z.B. in der Sachertorte?) verwertet haben.

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