Bis(s) zur Ekel-Grenze und zurück
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Bis(s) zur Ekel-Grenze und zurück

News Team
Beitrag von News Team

Schwarze Banane und Lamm mit Fell gibt es in Nordspanien zu kosten und zwar bei Andoni Luis Aduriz in seinem Restaurant Mugaritz. Doch wozu reizt er seine Kunden mit solchen Sachen? Zu funktionieren scheint es, dass Lokal ist Wochen vorher ausgebucht. Aber wo hört die Ekel-Grenze auf?

Übelkeit und Ekel reizen die Gefühle

Und dabei geht es nicht um den Geschmack. Es geht um das Erlebnis. Das Erlebnis ein geschmortes Lamm zu essen und am Tellerrand das Fell (unechtes) liegen zu sehen. Es löst Ekel, Bedauern und schlechtes Gewissen aus. Der Restaurantbesucher wird an seine emotionale Grenze getrieben und das ganz freiwillig.

Ekeln wir uns gerne? Oder quälen wir uns nur?

Wieso geht man in so ein Restaurant, fragt man sich. Wenn es nicht einmal um den Genuss geht? Und dem Chefkoch geht es auch nicht primär darum, dass es seinen Gästen schmeckt. Seine Intention ist es viel mehr starke Emotionen zu wecken, indem er den Urinstinkt im Menschen reizt. Verdorbenes Essen assoziert man mit Krankheit und Tod. Fell mit Jagen oder Kanibalismus. Stellt sich der Gast seinen eigenen Ängsten? Das hat sich Herr Aduriz zum Beruf gemacht.

Sind wir zu pingelig?


Beeren aus wildem Gestrüpp, Birnen vom Boden und trübes Wasser - früher kein Problem. Heute ein Fall für die Gesundheitsbehörde. Durch den immer höher werdenden Standard sinkt die Toleranz-Grenze und die Ekel-Grenze steigt mit. Was gutes? Bleibt wohl offen.

Was findet ihr besonders ekelig? Was übersteigt eure persönliche Ekel-Grenzen?

Quelle: Die Presse

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