Mythen über Bier: Macht Bier dick?
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Mythen über Bier: Macht Bier dick?

Monika Preuk
Beitrag von Monika Preuk

Mal ehrlich – für Biertrinker ist es ziemlich egal, ob Bier jetzt gesund ist oder nicht. Aber schön ist es schon, wenn immer wieder Studien Argumente dafür liefern, dass man Bier nicht nur wegen seines süffigen Geschmacks trinkt, sondern weil der Hopfentrunk auch der Gesundheit dient.

Hopfen ist Heilpflanze


Stichwort Hopfen – die grüne Ranke war schon mal Heilpflanze des Jahres. Nicht nur, weil Hopfen beruhigt, sondern weil er wirksame Flavoniode enthält, etwa Xanthohumol. In einer – selbstverständlich Münchner Studie – erwies sich die Substanz als wirksam gegen Entzündungen und Krebs.

Bier enthält wertvolle B-Vitamine


Auch beim Thema Herzinfarkt kann Bier punkten. Studien zeigen, dass der Gerstensaft mit seinen B-Vitaminen Blutverklumpungen (Thrombose) vorbeugt und das positive LDL-Cholesterin ansteigen lässt. Das schützt vor Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bier gegen Wechseljahrsbeschwerden


Positiv wirken außerdem die Pflanzenhormone, die Hopfen enthält. Gerüchteweise sollen deshalb die bayerischen Madln, die bekanntlich gern Bier trinken, über die so beachtliche Oberweite verfügen, die in Dirndln so gut zur Geltung kommt. Leider gibt es dazu keine Studien – und vermutlich ist der Anteil der Pflanzenhormone auch zu gering, um diese Wirkung zu entfalten. Wäre ja auch fatal, dann hätten biertrinkende Männer ja auch eher Körbchen A, wenn nicht sogar B.

Bierbauch - und trotzdem ist Bier kein Dickmacher


Bei ihnen schwillt der Körper dagegen um die Mitte herum an. Der Bierbauch ist das Markenzeichen des emsigen und regelmäßigen Biertrinkers. Das Bier erhält dabei jedoch zu Unrecht den Stempel „Dickmacher“. Denn eine Halbe liefert nur so viele Kalorien wie dieselbe Menge Apfelsaft, nämlich 240. Bier macht also eigentlich nicht dick. Problematisch wird es erst, wenn ständig wesentlich mehr getrunken wird. Drei Maß liefern also fast 1500 Kalorien und decken dabei beinahe den Tagesbedarf einer Person, die viel sitzt und sich wenig anstrengt.

Bier bringt Glückshormone - auch alkoholfreies...


Und dabei wären wir beim Thema Menge. Klar, täglich ein paar Maß trinken fördert nicht die Gesundheit. Der Alkohol fordert dann seinen Preis, schädigt Leber, Magen, Herz und Gehirn. In vernünftigen Mengen ist es jedoch gesund. Noch gesünder übrigens die alkoholfreie Variante. Und die macht genauso glücklich wie das „echte“ Bier. Das hat wiederum eine Studie herausgefunden, wobei Probanden bleifreies und echtes Bier trinken dürfen. Die Teilnehmer wussten jedoch nicht, was sie bekamen. Gleichzeitig wurden das Dopamin im Gehirn gemessen. Bekanntlich steigt das Glückshormon beim Alkoholtrinken an. Das Ergebnis: Bereits nach dem ersten Schluck Bier stieg bei beiden Gruppen das Dopamin an – auch das alkoholfreie Bier macht also glücklich. Es ist allein schon der Geschmack...

Also dann: ein Prosit – nicht nur der Gemütlichkeit, sondern auch der Gesundheit.

Was meinen Sie? Ist Bier das gesündeste Getränk überhaupt? Denken Sie nur an das Reinheitsgebot... Und wie halten Sie es persönlich mit dem Bier?