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Küchenutensilien

Jeder zweite Herd in Deutschland bleibt ungenutzt

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 04.11.2014 - 13:08 Uhr

Tütensuppen, Dosengerichte und Tiefkühlpizza – schnelle Mahlzeiten mit Fertiggerichten stehen in unserer mobilen Gesellschaft hoch im Kurs. Das zeigt die Studie „Iss was, Deutschland?“ der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach geraten Mahlzeiten gerade bei jungen Erwachsenen zur Nebensache.


Obwohl diese Studie schon etwas älter ist, hat sie nicht an Aktualität verloren.

Vier von zehn jungen Menschen essen mit der Gabel in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand – nebenbei läuft der Fernseher. Unterwegs gibt’s einen schnellen Snack, bei jedem dritten unter 25-Jährigen sogar mindestens dreimal pro Woche.

Hauptgrund für ungesunde Ernährung: mangelnde Zeit und Ruhe

Stress – fehlende Zeit und Ruhe – sind für die Hälfte der Bevölkerung der Hauptgrund für ungesunde Ernährung. In der Altersgruppe der unter 25-Jährigen sind es sogar fast drei Viertel. Oft siegt auch der innere Schweinehund gegen gute Vorsätze, die Ernährung zu verbessern. Von den Geringverdienern gab zudem mehr als jeder dritte fehlendes Geld als Hindernis an. Ernährungsmedizinerin Dr. Ute Gola ist jedoch überzeugt: „Gesund zu essen, ist nicht allein Frage des Geldbeutels. Es geht darum, Verantwortung für die Gesundheit des eigenen Körpers zu übernehmen.“ Deshalb setzt die Leiterin des Berliner Instituts für Ernährung und Prävention in Kooperation mit der TK darauf, möglichst früh und direkt auf die Lebenssituation der Menschen einzuwirken – in den Kitas und Schulen, in den Familien und vor allem in den Betrieben.

Mahlzeiten häufig Nebensache – Fertiggerichte und Fleisch unverzichtbar

Nur jedem zweiten Menschen in Deutschland ist das Essen wichtig. Und nur jeder Vierte gibt an, dass er sich konsequent gesund ernährt. Die Folge: Nur in der Hälfte aller Haushalte gibt es noch täglich ein selbstzubereitetes Mahl mit frischen Zutaten. Dafür kommen immer öfter schnelle Fertiggerichte auf den Tisch: Im Bevölkerungsschnitt greifen vier von zehn Menschen mindestens ein- bis zweimal die Woche zu Tiefkühl- und Tütengerichten.

Unterschiede nach Geschlecht, Alter, Bildungsstand und Einkommen

Je höher Schulbildung und Einkommen, desto gesünder ist, was auf den Tisch kommt. Frauen legen dabei stärkeren Wert auf eine gesunde Ernährung als Männer, bei denen wiederum eher „Hauptsache lecker!“ im Vordergrund steht. Frauen sind auch diejenigen, die häufiger selbst kochen. Je geringer Einkommen und Bildungsstand ausfallen, desto üppiger steht auch Fleisch auf dem Speiseplan. Etwa die Hälfte der Bevölkerung nimmt jeden Tag Wurst oder Fleisch zu sich. Vor allem in Haushalten mit einem Monatseinkommen von maximal 1.500 Euro sowie vorrangig bei jungen Erwachsenen und Männern gehört das tägliche Stück Fleisch zum Essen dazu.

Gerade junge Menschen greifen sehr häufig zu Fertiggerichten. Bei sechs von zehn unter 25-Jährigen geschieht dies einmal pro Woche bis täglich. Jeder Sechste sogar öfter als dreimal die Woche. Im Bevölkerungsschnitt greifen vier von zehn Menschen mindestens ein- bis zweimal die Woche zu Tütensuppe & Co.

TK-Chef Dr. Jens Baas: „Wenn wir eine Gesellschaft wollen, die länger und gesünder lebt, müssen wir uns stärker darum kümmern, was wir essen und wie wir essen. An beiden Punkten können und müssen wir ansetzen.“ Er sieht dabei alle gefordert: den Staat, die Krankenkassen und -versicherungen, Unternehmen, Schulen, Länder und Gemeinden, Ärzte ‒ aber auch jeden Einzelnen. „Denn Bewusstsein kann man vermitteln, aber nicht verordnen“, sagte Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK anlässlich der Vorstellung der Studie in Berlin.

35 Kommentare

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halloo Mr. Loey - das sind schöne Sachen - wieso kam damals so ein komischer Kommentar von Dir, der mich beinahe hiervon abgehalten hat?
jetzt weiß ich gar nicht mehr, was das war . . .
Ich auch nicht
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Du bist was Du isst. Da ist einfach was dran. Man muss wirklich Kindern schon im Kindergarten Geschmack erleben lassen. Wir Erwachsene müssen uns darum kümmern. Was H änschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr
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unser Zentrum war seid ich denken kann,,die Küche,,meine beiden Omas haben noch,,,ich weiss nicht ob ich richtig schreibe,,auf dem Holzherd gekocht,,das zubereiten vom Gartengemüsse braucht halt Zeit,,aber schon beim Kochen wird man vom Geruch belohnt---,,,wir haben schon als Kinder das Essen genossen und sind immer lange am Tisch gesessen und haben uns unterhalten,,das gehört bei uns einfach zum gutem Essen ,,das zusammen sein und Gespräche führen,,und vorallen muss der Tisch schön gedeckt sein,,sonst wäre es ja eine Beleitigung ans Essen
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Ich denke, es ist weniger die mangelnde Zeit oder das Interesse - eher fehlende Wille zum "Nahebringen" durch die Eltern. Viele Kinder wissen heute garnicht mehr, wie welches Fleisch, Gemüse oder Gewürz schmeckt.
Wenn Eltern oder den Kindern nahestehende Personen mit Geduld und spielerischer Anleitung sowie als Vorbilder mit den Kindern "ganz selbstverständlich" Kochen, dann ist das Teil des täglichen Lebens wie das Essen selbst. Vieles, was eigentlich alltäglich sein sollte, gerät in Vergessenheit, weil Kinder häufig einfach bereits im Kindergartenalter nur "ruhig gestellt" werden vor dem TV oder Computer. Das "Nachspielen" des Tagesgeschehens im Elternhaus mit Puppen oder Teddy, Puppengeschirr und Puppenhaus ist heute schon selten. Selbst die Kinderküche zum Spielen ist heute ein Hightech-Center, das kaum noch zur Mahlzeitenzubereitung animiert.
Parallel dazu geht das Geschmackserleben verloren, das Genießenkönnen und die Tischkultur. Auch wenn dies jetzt übertrieben scheint, so wäre ein wenig mehr Beschäftigung mit den Kindern hin zur "Alltagsbildung" ein kleiner Schritt auch zu gesünderer Lebenweise.
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Loey ,ich habe immer meine Mutter bewundert.Sie hat 1931 geheiratet 5 Kinder groß gezogen,Vater im Krieg und fast nix zum Kochen gehabt.60 Jahre hat sie fast jeden Tag etwas gekocht.Hab mich oft gefragt,wie sie daß geschafft hat.Wir Schwestern haben viel von ihr gelernt .Ich persönlich koche jeden Tag selbst.
Meine MUTTER dasselbe
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Was bini ch froh, dass mir das Kochen von Kindesbeinen an beigebracht wude ....
"Am Essen soll man nicht sparen und nimm dir wenigstens eine halbe Stunde Zeit. "
Der Spruch meiner Oma, der mir sehr in Erinnerung geblieben ist und den ich auch lebe.

Zeit zum Kochen ist immer und wenn es nur Nudeln mit einem Wiener-Würsten und Ketchup ist. Immer noch gesünder als eine Tüte zusammen zu rühren.
Du hattest bestimmt eine tolle Oma, meine war genauso und meine Mutter auch, das sind halt Voraussetzungen die nicht jeder hat.
Oh ja, sie war die Beste!
Ja, leider kenne ich auch solche Leute. Ich versuche es auch an andere weiter zu geben Besonders wenn ich zu Hause Gastgeberin bin.
Das ist auch meine In­ten­si­on mit der ich mich seit ca. 45 Jahren beschäftige, schau mal in mein Profil dort findest Du einige interessante Links zum Thema Kochen und Genießen
Da habe ich mich schon vor einer Weile umgesehen
meine Oma und meine mutter haben auch immer gut gekocht und ich habe Gott sei Dank einiges mitbekommen so dass ich auch gerne koche
Marianne, dasist toll Ich finde sowas muss man auch einfach mitgegeben bekommen.
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Für alle die hier mehr Informationen und gute,ausgefallene Rezepte suchen, auf meinem Profil findet Ihr einige interessante "Links" und oder meldet euch hier bei den Gruppen:

https://www.seniorbook.de/rezepte

https://www.seniorbook.de/grillen

an.
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... und die Hälfte der produzierten Ernährung lander auf dem Mist, passt doch irgendwie zusammen
Das Fertigfutter würde ich sofort nach der Produktion zum Sondermüll bringen.
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Kochen, Gerichte neu erfinden - einfach kreativ sein---dabei möglichst "giftfreie" LM einsetzen macht Spass und zeigt dem Partner, der Familie gegenüber Wertschätzung und Verantwortung.
...und macht viel Spaß
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In der Schweiz ist Hauswirtschaft einschl. Kochen Pflichtfach an den Schulen über Jahre hinweg. Das sollte auch bei uns wieder Einzug halten.
Wenn man sich die vielen Kochsendungen anschaut, wo das Essen regelrecht zelebriert wird, mag manch einer denken, Kochen sei viel zu kompliziert. Dabei ist kreatives Kochen doch eigentlich ganz einfach: Man experimentiert einfach ein bisschen - und wenns mal nicht so gelingt: auch kein Beinbruch. Aber meist gelingt es - und Übung macht den Meister.
Ganz wichtig, sonst sind die nur noch "schlau" aber verhungern langsam.
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