WINTERGRILLEN
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GRILLVERGNÜGEN IM WINTER: Denkt mal drüber nach

Beitrag von wize.life-Nutzer

Die richtigen Grillfans machen das schon immer so, denn keine Pfanne und kein Topf auf dem Herd vermag Speisen so zu garen wie lebendiges Feuer. Fast alles, was auf dem Grill zubereitet wird, ist von einer aromatischen Rauchigkeit, die, zusammen mit den unvergleichlichen Röstnoten der Speisen, ihresgleichen sucht.
Hier ist natürlich nicht der „billige Baumarktgrill“ gemeint der lediglich zum Aufwärmen von Fließbandwürstchen und fertig eingelegten Fleisch dient, es soll ja noch viele Leute geben die das als Grillgenuß verstehen.
Stellen Sie sich vor: Sie haben sich warm eingepackt, halten ein heißes Getränk in den Händen, sind umgeben von Freunden und der Familie, und trotz Wind und Kälte ist Ihnen behaglich zumute. Die Sonne ist früh untergegangen, alle machen es sich jetzt bequem in Erwartung eines wundervollen Essens.
GRILLTEMPERATUR
Die Hitze im Grill gleichmäßig hoch zu halten ist im Winter eine Herausforderung. Das Wichtigste ist: Sie müssen herausfinden, aus welcher Richtung der Wind kommt, und dann Ihren Grill so aufstellen, dass der Wind auf die Rückseite des Grills beziehungsweise des Grilldeckels trifft, wenn Sie ihn öffnen. Das heißt für Sie: Sie stehen beim Wintergrillen frontal zum Wind, wenn Sie den Deckel öffnen. Würde der kalte Wind nämlich seitlich auf den Grillrost treffen, fiele die Grilltemperatur dramatisch ab. Wann immer Sie also den Deckel eines Gas- oder Holzkohlegrills öffnen: immer gegen den Wind!
GRILLZEIT
Wenn die Außentemperaturen fallen, verlängern sich die Grillzeiten. Die angegebenen Grillzeiten dieses Buchs entsprechen den Bedingungen im Winter. Fällt die Außentemperatur unter 0°C, müssen Sie zusätzlich etwa 20 % mehr Zeit einrechnen. Und bedenken Sie, dass bei jedem Öffnen des Grilldeckels ein erheblicher Anteil an Hitze verloren geht. Es braucht entsprechend Zeit, bis der Grill die benötigte Temperatur wieder erreicht hat. Öffnen Sie deshalb den Deckel nur für unbedingt nötige Handgriffe, sonst verlängert sich die Grillzeit durch den Hitzeverlust ebenfalls.
WEITERE TIPPS
Sorgen Sie für ausreichend helle Beleuchtung. Da es im Winter früh dunkel wird, bereiten Sie Grill und Grillplatz bereits am Nachmittag vor. Eine auf den Grillrost gerichtete, fest installierte Taschenlampe oder ein Punktstrahler sind erforderlich, wenn Sie kein Outdoor-Grifflicht oder Ihr Grill keine eigenen Grifflichter hat. Eine gute Außenbeleuchtung sorgt für genügend Licht auf dem Weg und um den Grillplatz herum.

Lassen Sie Fleisch vor dem Grillen Raumtemperatur annehmen. Es gart dann schneller und gleichmäßiger. Sie werden den Lohn für diesen Aufwand schmecken.

Beim Grillen mit einem Holzkohlegrill sollten Sie Briketts verwenden; sie speichern die Hitze besser als Holzkohle.

Am sichersten und zuverlässigsten zünden Sie Briketts in einem Anzündkamin an. Diesen Metallzylinder mit Löchern in der unteren Hälfte, einem Rost innen und zwei Griffen außen setzen Sie direkt auf den Kohlerost des Grills. Füllen Sie die obere Kammer mit Briketts. In die untere Kammer des Kamins kommen ein paar Anzündwürfel. Zünden Sie die Würfel durch eines der seitlichen Löcher an und lassen Sie die Briketts bei geöffnetem Grilldeckel brennen, bis sie von einer feinen grau-weißen Ascheschicht überzogen sind. In der Regel dauert das 20 bis 30 Minuten. Anschließend stellen Sie zwei Holzkohlekörbe auf den Kohlerost und schütten die glühenden Briketts in die beiden Körbe. Nun wird der Grillrost eingesetzt, der Deckel geschlossen und der Grill auf etwa 260°C vorgeheizt.

Brauchen Sie über mehrere Stunden Grillhitze, glühen Sie neue Briketts etwa 30 Minuten, bevor Sie sie nachlegen müssen, im Anzündkamin vor.

Arbeiten Sie am besten auf einem gusseisernen Grillrost, da er die Hitze besser speichert. Das gleiche gilt auch für das Kochgeschirr, z. B. den Dutch Oven, einen dickwandigen gusseisernen Grillkochtopf.

Bringen Sie alles nach innen, was Sie draußen gerade nicht brauchen. Marinaden oder Saucen zum Bestreichen des Grillguts können in winterlicher Kälte gefrieren. Zerlassene Butter und manche Öle flocken bei Kälte aus und sind dann zum Bepinseln des Grillguts untauglich.

Nasse, feuchte Textilien leiten Hitze schneller als trockene. Grillhandschuhe oder Topflappen, die durch aufgetautes Eis oder Schnee nass geworden sind, können im Nu zu schweren Verbrennungen führen. Lassen Sie sie deshalb so oft es geht im Haus (auf einer Heizung) und nehmen Sie sie nur dann mit nach draußen, wenn es nötig ist. Sind Handschuhe, Topflappen und dergleichen einmal nass, sollten Sie Ersatz bereitliegen haben.
Ich werde in den nächsten Tagen einige Rezepte veröffentlichen die sich besonders gut für das „Wintergrillen“ eignen. Asl Krönung kommen auch die sogenannten FEIERTAGS-REZEPTE.
Wie z. B.
RINDERBRATEN IM KRÄUTERMANTEL MIT ROTWEINSAUCE
RINDERBRATEN MIT KNUSPRIGER MEERRETTICH-SENF-KRUSTE
GESCHMORTE KALBSBRUST MIT MARONEN GEFÜLLT
MARINIERTE LAMMKEULE MIT ROSMARIN, SENF UND KNOBLAUCH
KOTELETTBRATEN MIT SAUERKRAUT UND ÄPFELN
SCHWEINEBRATEN MIT HASELNUSSKRUSTE UND ROSMARINMÖHREN
SCHWEINEROLLBRATEN MIT SPECK UND SCHALOTTEN GEFÜLLT
WEIHNACHTSGANS MIT APFEL-MARONEN-BROT UND BRATENSAUCE
ENTENBRATEN MIT HONIGGLASUR UND APFEL-MARONEN-FÜLLUNG
GERÄUCHERTER TRUTHAHN MIT GEGRILLTEM PFLAUMEN-WURSTBRÄT


Aber auch die Vegetarier und Veganer kommen nicht zu kurz.

Lasst Euch überaschen