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Eine Abrechnung mit Essgewohnheiten und Verbraucher-Trends

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 07.04.2015 - 10:05 Uhr

„Esst mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf“ „Esst mit Verstand.“ Mit dem Verstand beim Essen scheint es heute nicht weit her zu sein.


Rechtsdrehende Milchsäuren, Vitamin, Biotin, Cholesterin, Omega-3-Fettsäuren – alles Humbug, was uns die Werbung einredet. Omega 3, das sei vermutlich der Planet, von dem zwei Drittel aller Ernährungsberater stammen. „Erst reden sie uns einen Mangel ein, dann wollen sie das große Geschäft machen“. Dabei wisse der Körper selbst genau, was er braucht. Und der Verdauungstrakt versteht es sehr gut, Überflüssiges und falsch Gewickeltes schnell wieder los zu werden.

„Esst mit dem Bauch und nicht mit dem Kopf“ appelliere ich an alle. „Vor Jahren noch haben wir alles in Olivenöl ertränkt, weil die Südländer seltener an Herzinfarkt sterben; heute essen wir Fisch, weil die Eskimos gesünder sind als wir“, stelle ich fest. Dabei liege das vielleicht mehr am Verzehr von rohem Robbenfleisch als am Fisch. Und roher Fisch mit kaltem Reis werde uns nur deshalb als Delikatesse verkauft, weil die japanische Hausfrau zu faul zum Kochen sei.

Ein Anspruch, dem man spätestens beim Sezieren von Tütensuppen und Fertiggerichten gerecht wird. Explosionsgetrockneter Sellerie, natürliche Aromen, die nichts über ihre Herkunft aus Sägespänen verraten und jede Menge Geschmacksverstärker.

Bio als Alternative?

60 Prozent der Bionahrung werde inzwischen importiert. „Bio-Gemüse aus China? Da vertrau' ich eher Sex-Spielzeug aus dem Vatikan“. „Wenn eine Bio-Gurke um den halben Erdball gereist ist, dann kann man die letzten 100 Meter bis zum Bioladen guten Gewissens im Hubschrauber zurücklegen.“

Auch mit der Gentechnik muß man abrechnen

Als Naturwissenschaftler habe er nichts gegen die Gentechnik – „Aber wozu?“ Fleisch, Getreide und andere Nahrungsmittel würden hierzulande im Überfluss produziert. Und auch der Hunger in der Welt lasse sich durch die Gentechnik nicht stillen. „Hunger hatte noch nie etwas mit falsch verteilten Lebensmitteln zu tun, sondern immer nur mit falsch verteiltem Geld.“

Aber wie isst man dann vernünftig? Hier ein einfaches Rezept: „Stellen Sie sich vor, ein Neandertaler geht in den Supermarkt. Alles was er als Nahrungsmittel erkennt, ist gut“.

1 Kommentar

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Zwar etwas bissig, aber vollkommen richtig dein Bericht besonders gut find ich den Satz "Bio-Gemüse aus China.....
Ich stelle immer wieder fest, wenn ich "mit dem Bauch esse" hab ich nie Probleme mit der Verdauung, wenn ich aber das esse was soooo gesund ist also" mit dem Kopf esse" leide ichunter Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Völlegefühl....
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