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Party

Grillen ist ein bisschen wie Filmemachen / So wird Deine Grill-Party zum Erfolg

Von wize.life-Nutzer - Dienstag, 02.06.2015 - 10:01 Uhr

Nur mit dem richtigen Setting, der perfekten Besetzung von Haupt- und Nebenrollen und einer Regie, die ihr Handwerk versteht, entscheidet das Publikum auf Top und nicht auf Flop. Ich zeige hier auf, wie Dein Grillfest zum oscarreifen Kinohit wird.

1. Casting des Star-Ensembles
Bei der Auswahl der Zutaten sollten die Feinkost-Theke und der Frischgemüse-Stand zur Casting-Bühne werden, auch wenn Qualität ihren Preis hat. Denn fertig marinierte Multipacks schränken nicht nur die Kreativität der Regie ziemlich ein, sondern wirken sich auch auf den Publikumserfolg aus. Oder glaubst Du tatsächlich, dass sich ein Regisseur, eine Regisseurin oder die Kinobesucher_innen, die die Wahl zwischen Robert de Niro und einem unbegabten Schauspieler haben, für letzteren entscheiden? „Fürs Grillen besonders geeignet sind Fische wie Forelle und Wels, das beste Rindfleisch stammt von einer Kalbin oder vom Ochsen“, sagt Adi Matzek, Doppelgrillweltmeister, der sich den Titel in den Kategorien „Fisch“ und „Rind“ ergrillte. Und, setzt der Profi nach: „Die grillfähigen Teilstücke vom Rind sollten etwa 30 Tage abgehangen sein und eingelagerte Fettdepots haben, denn sie sorgen dafür, dass sich das Rindfleisch nach der Grillzubereitung optimal locker und saftig am Gaumen präsentieren kann.“
2. Casting der Nebendarsteller_innen
Ohne gute Nebendarsteller_innen verpufft auch der Auftritt der Stars. Im gelungenen Film begegnen sich Haupt- und Nebendarsteller_innen auf Augenhöhe und passen zueinander. So auch die Beilagen zum Gegrillten. Zu Fleisch passen Gemüsesorten mit fester Haut, weil sie nicht so schnell weich und trocken werden. Liegen Fisch und Meeresfrüchte auf dem Grillrost, können sich Bratkartoffeln und Kräuter-Saucen dazu gesellen und zu Grillkäse passen Chutneys sehr gut. Manche Cineasten betrachten jedoch die Nebendarsteller_innen als die wahren Stars, sodass Tofu, Halloumi, Schafskäse und Gemüse wie Melanzani, Mais, Zucchini und Champignons des
Öfteren die Hauptdarsteller_innen vom Grillrost verdrängen.
3. Perfektes Setting
Bevor die erste Szene gedreht wird, müssen die Darsteller_innen in ihre Rollenkostüme schlüpfen. Für unseren Grill-Cast bedeutet das: perfekte Marinade! Saure Marinaden aus Essig oder Wein hemmen den Bakterienwachstum und zersetzen die Eiweiße im Fleisch. Das Grillgut gart dadurch schneller und ist wesentlich zarter. Öl-Marinaden mit würzigen Kräutern sind ebenfalls beliebt.

Wichtig: das Fleisch 24 Stunden oder länger vor dem Grillen marinieren. Je hochwertiger das Fleisch ist, desto weniger Würze ist notwendig. Grillexperten raten zum sparsamen Umgang mit Salz. Es entzieht dem Fleisch Wasser und macht es zäh. Beim Gemüse marinieren Sie vor allem geschmacksneutrale Gemüsesorten. Im Unterschied zum Fleisch genügt es, das Gemüse während des Grillens zu bepinseln. Für Fisch eignet sich eine Kräutermarinade aus Sojasauce. Dazu sollte der Fisch an einigen Stellen ein wenig eingeschnitten werden, damit die Marinade einziehen kann.
4. Und Action
Endlich darf gegrillt werden. „Plane genügend Zeit für das Anheizen der Holzkohe (ca. 1 Stunde), oder des Gasgrillers (ca. 15 Minuten) ein“, sagt Adi Matzek. „Nehme das Grillgut ca. eine Stunde vor dem Grillen aus dem Kühlschrank.“ Die richtige Glut ist entscheidend. Empfehlenswert sind Barbecue-Grillholzkohlen oder Grillbriketts mit FSC-Zertifizierung, da sie die Umwelt schonen. Außerdem taugen minderwertige Produkte nur für eine kurz anhaltende Glut. Zum Anheizen des Grillers häuft man die Kohlen pyramidenförmig an und spickt sie mit zwei bis drei Öko-Anzündhilfen aus nachwachsendem Naturholz. Eine der größten Grill- Sünden ist der Einsatz von Benzin, Brennspiritus oder Terpentin beim Anzünden des Grillers. Stichflammengefahr! Dann sind die Dreharbeiten früher vorbei, als allen Beteiligten lieb wäre.
5. Happy End
Was nutzen die besten Stars, wenn der Film langweilig ist? Beim Grillen ist’s ähnlich: Das hochwertigste Steak schmeckt nicht, wenn es am Griller verkohlt. Aufs Timing kommt’s an! Schwein, Huhn und Fisch müssen durchgegrillt sein, Rind und Lamm dürfen innen rosa serviert werden. Um den Garzustand des Fleisches zu testen, kannst Du die „Fingerdruckprobe“ machen. Rohes Fleisch ist weich, leicht rohes Fleisch gibt beim Eindrücken nach. Gibt das Fleisch auf Druck nicht mehr nach, ist es durchgegart. Für ein perfektes Röstaroma empfiehlt der Grillweltmeister: „Der Grill sollte etwa zehn Minuten gut erhitzt sein, damit der Rost wirklich heiß genug ist, um die Hitze weiter zu transportieren.“ Und weiter: „Ein Rost aus Gusseisen hinterlässt ein attraktives Muster auf dem Grillgut. Genau diese Grillstreifen sind es auch, die das typische Grillaroma mit der sogenannten Maillard-Reaktion hervorbringen.“ Jetzt fehlen nur noch ein paar frische sommerliche Salate und die passenden – gut gekühlten – Getränke. Dann kann die Filmvorführung beginnen. Jetzt entscheidet das geladene Publikum, ob Ihre Performance einen Grill-Oscar verdient!

Rezepte, Marinaden und Grillsaucen findest Du hier:

http://www.seniorbook.de/suche/grill...este-zuerst

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