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Souvlaki

Für die griechischen Momente: Souvlaki

Von wize.life-Nutzer - Sonntag, 12.07.2015 - 11:48 Uhr

Auf Souvlaki waren die Griechen immer schon stolz. Dass Fleisch auf Spießen schon bei Homer erwähnt wird, erzählen sie so selbstbewusst, als hätten sie schon die hohe Kunst der Rotisserie beherrscht, während in Mitteleuropa felltragende Primitivlinge noch in den rohen Arsch von Wildschweinen bissen.

Heute sind Souvlaki zu Strohhalmen einer verzweifelten Bevölkerung geworden, sinnigerweise heißen sie auf Kreta Kalamaki, was Schilfrohr bzw. Strohhalm bedeutet. Es gibt Souvlaki-Songs (in „Souvlaki mit Pita“ der Gruppe „Mpliax 166“ heißt es: „Kleines dickes Mädchen, bist du hungrig? Willst du etwas Einfaches essen, das warm und billig ist?“),

Auf den kleinen Spießen stecken längst nicht mehr nur Schwein, Lamm oder Garnelen, sondern in letzter Zeit immer öfter auch heimischer Schwertfisch, Oktopus und Schnecken. Das hat auch ökonomische Gründe: Griechenland importiert mehr als die Hälfte seines Schweinefleisches, vorzugsweise aus Deutschland, und geliefert wird neuerdings nur noch gegen Vorauskasse.

Also wie lange noch?

In Solidarität mit den Griechen deshalb zwei Mal Souvlaki, einmal klassisch und pur (ohne Zucchini, Zwiebel und Paprika) und einmal neu, mit Oktopus und Schnecken.

Klassische Lamm-Souvlaki

Für ca. 12 Spieße
1 kg Lammschulter oder -keule in kleine Würfel schneiden und mit 0,1 Liter Olivenöl, dem Saft einer Zitrone, grob gemahlenem schwarzen Pfeffer und 1 EL getrocknetem Oregano ca. 1 Stunde marinieren.

Währenddessen Bambusspieße in Wasser einweichen. Dann das Fleisch auf die Spieße stecken und am besten grillen (oder in der Pfanne in Olivenöl scharf braten). Mit Zitronenspalten, getoastetem Pita-Brot und Tsatsiki servieren.

Souvlaki mit Schnecken, Oktopus Rosmarinöl

Für 12 Spieße
1 großen Oktopus mit 2 Lorbeerblättern, 0,2 Liter Weißwein und 1 TL schwarzen Pfefferkörnern in kaltem Wasser zustellen und ca. 1 Stunde kochen. Vorsichtig aus dem Topf heben und auskühlen lassen. Danach die dickeren Teile der Tentakel in 3 bis 4 cm lange Stücke schneiden (den restlichen Oktopus zum Beispiel für einen einfachen Salat mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verwenden). 24 küchenfertige Weinbergschnecken waschen und trockentupfen.

Für das Rosmarinöl
Blätter von 2 bis 3 Zweigen Rosmarin im Mörser zerstoßen und langsam Olivenöl dazu gießen. Mit 2 gepressten Knoblauchzehen und etwas Salz verrühren. Je 2 Schnecken und 3 Oktopusstücke auf eingeweichte Bambusspieße stecken, mit Rosmarinöl bepinseln, salzen und in Mehl wälzen. Die Spieße in heißem Pflanzenöl rasch knusprig frittieren und mit Zitronenspalten, Pita-Brot und dem restlichen Rosmarinöl servieren.

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