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Pommes selber, aber richtig machen

Pommes selber, aber richtig machen

Von wize.life-Nutzer - Mittwoch, 18.11.2015 - 11:36 Uhr

Auch heute sind Pommes nach wie vor in Deutschland das Paradebeispiel für ungesundes Junkfood. Welch ein Irrtum! Sobald sie anständig gemacht werden und man sich nicht einzig davon ernährt, schaden sie mitnichten der Gesundheit. Im Gegenteil – sie kurbeln die Lebensfreude an.

Ich habe ein paar Tipps, die ich mir bei den Pommes-Erfindern in Belgien abgeschaut habe. Denn keine andere Nation auf diesem Planeten beschäftigt sich derart liebevoll und wissenschaftlich mit dem Thema …
Die wichtigste Zutat für beste Pommes?
Klar, die Kartoffel! Eine mehlig bis vorwiegend festkochende Sorte nehmen, ich empfehle die Bintje, schälen und in gleichmäßige Stifte schneiden. Nicht zu dünn, sodass von der Kartoffel am Ende auch noch was zu schmecken ist, nicht nur vom Öl.
Die Stifte in kaltes Wasser geben, um die Stärke etwas abzuwaschen und um braunes Anlaufen zu verhindern.
Pflanzliches Frittieröl in einer Fritteuse oder einem Kochtopf (Vorsicht, Überhitzungsgefahr!) auf ca. 130 Grad erhitzen und die zuvor mit Küchenpapier abgetrockneten, rohen Pommes in kleinen Portionen darin vorfrittieren, bis sie an den Ecken anfangen, knusprig zu werden (nach etwa drei bis fünf Minuten).
Wichtig ist, nicht zu viele auf einmal zu frittieren, da sonst die Temperatur des Öls zu stark absinkt. Jetzt kommen die Belgier ins Spiel! Belgische Pommes müssen in mindestens zwei oder sogar drei Schritten gebacken werden.
So werden sie knuspriger und nehmen weniger Öl auf. Dem Vorfrittieren folgt eine Ruhepause von rund 20 Minuten, welche die „Frituristen“ gern zum Biertrinken und die Pommes zum Porenschließen nutzen. Dadurch wird die Oberfläche „versiegelt“ und lässt beim nächsten Frittiervorgang kein Öl mehr durch.
Wenn alles vorfrittiert ist, die Öltemperatur auf 175 Grad hochdrehen und die Pommes noch mal für etwa drei bis fünf Minuten backen, bis sie schön knusprig sind. Getreu der belgischen Philosophie: Pommes wollen tanzen, schwimmen, singen.
Denn: Wenn die rohen Kartoffelstifte noch sehr nass sind, tanzen sie wild durch den Topf oder die Fritteuse. Sobald sie genügend Feuchtigkeit abgegeben haben, schwimmen sie oben an der Oberfläche.
Und gleich nach dem Herausnehmen singen sie beim Entweichen des Dampfs ein zartes „Zisch“ durch die letzte Pore.
Jetzt ist es wichtig, die Pommes beim Rausholen gut abtropfen zu lassen und wenn möglich noch etwas abzuschütteln. Leicht salzen, viel Ketchup, Mayo oder andere Saucen dazu servieren und sofort essen.
Die herrlichen Kindheitsgefühle gibt’s gratis dazu.

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1 Kommentar

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meine Kartoffeln sind alle....ob die Nachbarin noch welche hat.........
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