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Bist Du ein Essens-Hypochonder?

Bist Du ein Essens-Hypochonder?

Von News Team - Sonntag, 24.01.2016 - 06:52 Uhr

Essen kann so schön sein! Aber nur, wenn man es auch genießt. Doch wir lassen uns oft von Hiobsbotschaften den Appetit verderben: zu süß, zu fett oder zu salzig - fast jedes Lebensmittel landet einmal im Kreuzfeuer der Kritik.

Erschwerend kommt hinzu: Jede noch so absurde Essens-Bewegung hat ihre Anhänger - die ihre gewählte Diät dann auch noch glühend verteidigen. Wer steigt denn bei diesem Überangebot an guten Ratschlägen überhaupt noch durch? Kann man bei so vielen Regeln das Essen überhaupt noch genießen?

Wie sieht es bei Euch aus: Vermiesen Euch Diät-Empfehlungen und Ernährungs-Tipps die Lust aufs Essen? Findet es jetzt in unserem Selbsttest heraus.

Ernährungs-Empfehlungen - wie steht Ihr dazu?

Ernährungs-Empfehlungen: Lasst Ihr Euch darauf ein?

Ja, ab und zu mache ich eine spezielle Diät
4.1 %
Ja, ich verfolge eine spezielle Ernährungsweise (z.B. Ayurveda, vegan)
16.3 %
Nein - ich esse, was mir schmeckt!
67.3 %
Sonstiges (siehe Kommentar)
12.2 %
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4 Kommentare

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Essen ist weder gut noch böse

Belastbare wissenschaftliche Daten darüber, welches bestimmte Nahrungsmittel krank macht oder – ganz im Gegenteil – lebenslange Gesundheit verheißt, gibt es nicht.

Es gibt einige Ernährungsweisheiten, die von uns allen kollektiv erlernt und dann offenbar niemals wieder hinterfragt werden. Zum Beispiel heißt es schon lange, dass Obst und Gemüse, speziell bestimmte Obstsorten wie die Himbeere oder bestimmte Gemüsesorten wie der Kohl, krebsvorbeugend wirken. Des Weiteren soll ein zu hohes Cholesterin für den Herzinfarkt verantwortlich sein. Tierische Fette verstopfen Adern und verursachen Schlaganfall. Vollkornbrot ist gesünder als Weißbrot. Rotes Fleisch erzeugt Krebs. Zuletzt hat uns die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation sogar vor Brüh-, Brat- und Weißwürsten gewarnt. Sie würden erst recht Krebs verursachen.

In diesem Dickicht an Studien, Untersuchungen im Auftrag von Konzernen und Interessengruppen und fast schon religiös agierenden Diätaposteln überliest man dann leicht Untersuchungen, die zum gleichen Zeitpunkt wie Krebswarnungen vor Fleisch an die Öffentlichkeit gelangen: Die Auswertung einer niederländischen Studie konnte nämlich zeitgleich zur IARC-Warnung keinerlei Risikofaktor für Dickdarmkrebs durch Fleischkonsum feststellen. Die Daten zeigten keinen aussagekräftigen Unterschied zwischen Vegetariern und Fleischessern.

Damit bestätigt diese Untersuchung die Ergebnisse einer aktuellen Analyse von 27 unabhängigen Studien aus Amerika, Asien, Europa und Australien: Der Konsum von rotem Fleisch ist bei Dickdarmkrebs ein unbedeutender Faktor. Eine spanische Studie im September widerspricht ebenfalls den WHO-Warnungen. Es konnte in dieser Untersuchung kein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von verarbeitetem und unverarbeitetem roten Fleisch mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko hergestellt werden. Das ist nicht neu: Eine Analyse von 54 Studien zu diesem Thema zeigte unlängst, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt. Umgekehrt zeigte eine EU-Studie, bei der eine halbe Million Menschen untersucht wurden, keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse vor Krebs schützt. „Gesundheit kann man eben nicht essen. Auch wenn es einem die Nahrungsmittelindustrie ständig vorgaukelt“, sagt der deutsche Ernährungsforscher Uwe Knop. Wissenschaftlich belegbare Zusammenhänge zwischen dem Verzehr bestimmter Lebensmittel mit einem langen, kurzen oder kranken Leben gebe es nicht.

Die gute Nachricht für alle Genießer: Cola, Chips und Fast Food haben mit einem frühen Tod herzlich wenig zu tun. Es ist weder das Frühstücksei noch die Martinigans, dass sich demnächst viele schmecken lassen werden, die den Cholesterinspiegel in krankhafte Höhen treiben. Es ist umgekehrt auch nicht der tägliche Apfel, der ewige Gesundheit garantiert. Dafür geht es manchen Menschen – überhaupt, wenn sie älter werden – spürbar besser, wenn sie weitgehend oder ganz auf Fleisch verzichten. Oder auch nicht.

Wie alt wir werden, hängt maßgeblich von unseren Genen ab. In zweiter Linie, was wir unser Leben lang so treiben. Wer zu viel isst, sich wenig bewegt, raucht und viel Alkohol trinkt, und vor allem viel Stress hat, der hat gute Chancen, nicht sehr alt zu werden. Auch wenn es Menschen gibt, die das alles scheinbar tun und trotzdem steinalt werden. Ausschlaggebend für die geistige und körperliche Gesundheit sei die genetische Veranlagung und der individuelle Lebensstil, sagt Knop. „Die Ernährung ist nur ein kleiner Bestandteil des Lebensstils.“

Essen ist also Privatsache. Was dem einen Menschen gut bekommt, ist für ihn gesund, was ihm nicht bekommt, ist nicht gesund. Und dann sollte er es bleiben lassen, auch wenn es gerade „schick“ ist. Knop: „Ballaststoffe gelten zum Beispiel gemeinhin als gesund. Aber viele Leute haben damit Probleme, weil Ballaststoffe ihre Verdauung zu stark belasten. Sie können sogar ziemlich krank davon werden.“ Gleiches gilt für Würstchen oder Veggie- Pizzas. Wenn’s danach im Magen drückt: aufhören damit.
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Mich plagt die Bandscheibe, aus diesem Grund sollte ich mein Hüftgold etwas abbauen, also versuche ich Mehlfreie Kost zu mir zu nehmen, alleine dadurch habe ich im letzten Jahr 16 Kilo abgenommen.. denn ein Bandscheibenschaden schränkt die Beweglichkeit ein, also muß ich versuchen das mit einer ausgewählten Kost etwas auszugleichen.

Dadurch habe ich aber auch festgestellt, dass es leckere Speisen gibt, die ich bisher nicht in Betracht gezogen habe.

Aber ich gestehe auch... ab und an muß ich sündigen, dazu habe ich mir für mich den Sonntag ausgewählt... also.. mir fehlt es an nichts.

Diäten lehne ich ab, sie führen zu nichts.
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Ihre Einstellung zum Essen ist locker und unbefangen. Sie essen was Ihnen schmeckt. Auf Ihre Lieblingsspeisen verzichten Sie erst recht nicht – egal, ob diese ungesund oder „Kalorienbomben“ sind. Essen ist für Sie weitgehend, was es sein sollte: Genuss und keine Belastung.

Ich mache eine ausgewählte Diät mit Schokobrötchen, Eis und Vollmilch-Schokolade Kalorienbomben ? Was ist das ?
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