Eine Ausstellung bis 15. Dezember
Eine Ausstellung bis 15. DezemberFoto-Quelle: Jürgen Müller

Der Erste Weltkrieg im Fränkischen Freilandmuseum: eine Ausstellung

Heiss Public Relations

An den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren erinnert jetzt eine Ausstellung im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim. Politische Hintergründe und Details der Kriegsführung spielen nur am Rande eine Rolle. Vielmehr wirft die bis 14. Dezember dauernde Ausstellung den Blick auf den ländlichen Raum Frankens, auf Kindergärten, Klassenzimmer und Bauernhöfe. Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit einem Projektseminar des Georg-Wilhelm-Steller-Gymnasiums Bad Windsheim und mit dem Lehrstuhl für Europäische Ethnologie / Volkskunde der Uni Würzburg.

In der Ausstellungsscheune aus Betzmannsdorf spiegelt sich das Leben auf dem Lande abseits der großen Städte: es fehlten Lebensmittel, die oft in die Stadt abgegeben werden mussten, Frauen arbeiteten in Rüstungsbetrieben, Kinder spielten mit Uniformen und Zinnfiguren, Kriegsgefangene halfen in der Landwirtschaft aus und örtliche Lazarette zeigten mit dramatischer Deutlichkeit die Auswirkungen des Krieges. Anhand von Feldpost werden Einzelschicksale fränkischer Soldaten nach verfolgt, wobei der außergewöhnliche Brief- und Fotonachlass des Hemmersheimer Artilleristen Philipp Neeser einen Schwerpunkt bildet. Wer weiter durchs Freilandmuseum bummelt, bekommt Einblick in 700 Jahre fränkische Geschichte.

Die Ausstellung in der Scheune Betzmannsdorf im Fränkischen Freilandmuseum (www.freilandmuseum.de) ist bis 14. Dezember täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet (Oktober bis Dezember ist montags geschlossen). Erwachsene zahlen sechs Euro, Kinder unter sechs sind frei. Die Familienkarte für zwei Erwachsene und minderjährige Kinder kostet 15 Euro.

Neben dieser aktuellen Ausstellung im Freilandmuseum bieten auch die historische Altstadt und das Reichsstadtmuseum einen großen Einblick in die Geschichte Frankens. Erholung verspricht nach dem Kulturbummel die Franken-Therme mit ihrem "Fränkischen Toten Meer".

Fränkisches Freilandmuseum
Das Fränkische Freilandmuseum, das sich direkt an die Altstadt der ehemaligen Reichsstadt Bad Windsheim anschließt, liefert 700 Jahre fränkische Alltagsgeschichte. Ein Spaziergang kann einen ganzen Tag dauern. Über 100 historische Gebäude wurden auf einer Fläche von etwa 50 Hektar originalgetreu wieder aufgebaut: Gotteshäuser, die Zeugnis geben vom fränkischen Protestantismus; Dorfplätze, auf denen sich nach getaner Arbeit die Bauern trafen; Häuser von Handwerkern und Bauern. Unterwegs locken Biergärten mit kühlem Museumsbier, gebraut im Kommunbrauhaus aus Schlüsselfeld im Landkreis Bamberg. Und Handwerkertage veranschaulichen wie früher mit dem Waschbrett gewaschen wurde oder wie Körbe geflochten werden – die Handwerkertage wechseln sich täglich ab.

WEITERE INFOS:
Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH Bad Windsheim, Tel. +49 (0) 98 41/ 40 20, www.bad-windsheim.de.