Die lebende Gitarrenlegende RITCHIE BLACKMORE
Die lebende Gitarrenlegende RITCHIE BLACKMORE

Die lebende Gitarrenlegende RITCHIE BLACKMORE

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ritchie Blackmore * 14. April 1945 in Weston-super-Mare, North Somerset; eigentlich Richard Hugh Blackmore, ist ein britischer Gitarrist und Songwriter. Blackmore wurde vor allem als Gründungsmitglied der beiden Rockbands Deep Purple und Rainbow bekannt. 1997 gründete er zusammen mit Candice Night die Renaissance-Rock-Gruppe Blackmore’s Night.

Ritchie bei Deep Purple:
Im Jahr 1968 gründete Blackmore zusammen mit dem Keyboarder Jon Lord die Band Roundabout, aus der später Deep Purple hervorging. Mit seinem eigenwilligen, druckvoll-virtuosen Stil beeinflusste er eine ganze Generation von Rock-Gitarristen. Dabei erfand er einerseits sehr eingängige Riffs (Smoke on the Water, Woman from Tokyo, Burn), brillierte andererseits aber mit ebenso melodiösen wie schnellen Solo-Passagen, die sich bei Live-Konzerten oft über viele Minuten hinzogen. Die Zwischenräume zwischen den Bundstäbchen seiner Stratocaster sind konkav ausgehöhlt, um ein sauberes Vibrato mit den Fingern erzeugen zu können. Um einen besseren Sound zu erreichen, veränderte Blackmore oft die Tonabnehmer seiner Gitarren. Auch verwendet er häufiger als viele andere Gitarristen beim Spiel den Daumen und kleinen Finger der linken Hand. Bei aller Anerkennung seiner Begabung galt Blackmore über lange Zeit als schwierige und streitbare Persönlichkeit. Sein exzentrisches Bühnen-Verhalten kann am besten anhand von Deep Purples Auftritt 1974 beim California Jam illustriert werden: Nach Streitigkeiten mit dem Fernsehsender ABC verlor Ritchie Blackmore am Ende des Konzerts die Beherrschung und schlug mit dem Kopf seiner Gitarre in die Linse einer Fernsehkamera. Anschließend ließ er einen seiner drei Marshall-Türme von seinem Roadie in Brand setzen; durch die Verwendung von zu viel Benzin als Brandbeschleuniger geriet die Situation jedoch außer Kontrolle und endete in einer heftigen Verpuffung, die den Gitarristen fast von der Bühne schleuderte; die demolierten Teile des Equipments warf Blackmore anschließend ins Publikum. Insgesamt zerstörte Blackmore bei diesem Auftritt zwei seiner Gitarren, allerdings handelte es sich dabei um Stratocaster-Replicas. Nachdem er selbst 1975 ausgestiegen, initiierte Blackmore im Jahre 1984 die Reunion von Deep Purple. Als es erneut zu Konflikten zwischen Sänger Ian Gillan und Ritchie Blackmore kam, entschloss sich Ritchie Blackmore 1993, die Band ein zweites Mal zu verlassen, diesmal endgültig. Sein letztes Konzert mit Deep Purple gab er am 17. November 1993 in Helsinki.

Gründung von Ritchie Blackmore`s Rainbow:
Blackmore gründete die Rockband Rainbow, die besonders auf dem deutschen Markt kommerzielle Erfolge zu verbuchen hatte, um dann – nach Spannungen zwischen Bandmitgliedern – später wieder mit Deep Purple in einer Reunion zusammen zu spielen. Aus dieser Zeit stammt auch Blackmores Angewohnheit, den Schlusssatz Ode an die Freude aus Beethovens 9. Sinfonie bei vielen Konzerten in Verbindung mit einem ausgedehnten Gitarrensolo bei Rainbow und Blackmore’s Night, bzw. ein Gitarren- und Orgelsolo bei Deep Purple vorzutragen. 1995 wurde Rainbow wiederbelebt, erneut unter dem Namen Ritchie Blackmore’s Rainbow. Aus der Zeit ist das Album Stranger in us All hervorgegangen. Das letzte Konzert dieser Tour und Ära gab Ritchie Blackmore mit seiner Band auf einem Festival in Esbjerg am 31. Mai 1997.

Neue Musik:
Seit 1997 spielt Ritchie Blackmore zusammen mit seiner Ehefrau und Sängerin in der Renaissance-Rockband Blackmore’s Night, die insbesondere in der deutschen Mittelalterszene sehr populär wurde. Alte Burgen und Schlösser sind dabei oft Aufführungsorte. Das Lied Loreley vom Album „Ghost of a Rose“ wurde als Titelmusik zur ProSieben-Serie Die Burg verwendet.