AGFA Isola I 6x6  1957-1963
AGFA Isola I 6x6 1957-1963Foto-Quelle: Siegfried H.

Teil 1 Historie und Geschichte über Fotokameras

Beitrag von wize.life-Nutzer

Ich möchte hier in unregelmäßiger Reihenfolge, etwas über die Kamerageschichte einzelner Fotoapparate vermitteln.


Teil 1.
Beginnen tue ich mal bei meiner ersten eigene Kamera, einer 6x6 Rollfilmkamera der Firma Agfa.
Die Agfa Isola I Sie ist nicht die älteste in meiner Sammlung, aber eine der wichtigsten.
Die Isola I war eine einfache Kamera, wo das Objektiv mit einen Ausziehtubus in seine Aufnahmebereitschaft gebracht wurde. Ausgestattet mit einer Meniscuslinse,72,5 mm Brennweite bei f 1:11. Der Einfachverschluß mit etwa 1/30 Sek. hatte eine einschwenkbaren Lochblende und auch einen Gelbfilter.
Leider war eine Doppelbelichtung nicht möglich, denn man mußte erst den Film transportieren wodurch der Verschluß neu gespannt wurde.. Die Bildqualität war eher bescheiden, aber für reine Kontaktabzüge (welche zu der Zeit noch häuffig gemacht wurde) war es ausreichend. Das Kameragehäuse war aus Kunststoff gefertigt, hatte einen Blitzschuh, die Rückwand sogar eine Filmandruckplatte.
Man konnte nur den 120er Film verarbeiten, also 6x6 cm Negativ.
Ich habe zu dieser Kamera auch noch den Agfa Blitzlichtschirm, der durch einen dreh des Reflektor in seine Form gebracht wurde. Dazu mußte man Blitzbirnchen mittig einstecken, die Blauen für Farbfilme und die Weißen für SW.
Hier ein paar technische Daten:
Filmtyp Rollfilm 120, Format 6 x 6 cm
Optik Meniscuslinse f 1:11/72,5 mm
Blendenbereich 11, durch Einschwenken einer Lochblende 16
Entfernungseinstellung 1,5 m - unendlich
Verschluß Agfa-V, 1/30 und "B"
Sucher Fernrohrsucher
Herstellungszeitraum 1957 - 1963
Preis ca. 39.50 DM

Nachdem ich des öfteren meinen Onkel auf den Motorrad einer DKW 250 begleiten durfte. Kam es natürlich dazu, das ich eine seiner beiden Edixa Spiegelreflexkameras benutzen durfte, bis zu den Jahr wo ich dann meine erste eigene Kamera hatte (Weihnachten 1958). Das war dann auch der Zeitpunkt wo ich mich mehr der Fotografie widmetet. Hatte den riesigen Vorteil das mein Vater bei der Firma Perutz (wurde dann von AGFA aufgekauft) arbeitete und diese ja den notwendigen Film dazu herstellten. Somit hatte ich kaum kosten für das Filmmaterial, die Entwicklung wurde von meinen Onkel übernommen, der eine eigene Dunkelkammer bei sich zu hause hatte.
Große tolle Bilder waren mit der AGFA Isola I nicht machbar, aber immerhin war es ein Anfang. Dieser Anfang ist nun 56 Jahre her .