Plakat zur Kampagne für die Fünftagewoche 1956
Plakat zur Kampagne für die Fünftagewoche 1956

Samstags gehört Vati mir!

Quintessenz Manufaktur für Chroniken

"... ach, die kämpfen doch heute alle nur noch für Luxus."


Als wir einmal eine Firmenchronik für einen Konzern schrieben, kamen auch all die langgedienten Mitarbeiter zu Wort und berichteten vom Wandel der Arbeitswelt, von Krisen und deren Bewältigung, vom erstaunlichen Zusammenhalt, der bedingt durch die Gleitzeit und die beginnende Motorisierung dann doch ein wenig litt .
Einer der Ehemaligen, ein Herr mit an die 80 Jahren, war im Gespräch immer noch sehr kämpferisch, denn er stellte 27 Jahre den Betriebsratvorsitzenden und er war es auch, der meinte, dass viele Gewerkschaftler heute nur noch für den Luxus kämpfen. Nun, es ist eine sehr einsichtige Ansicht, aber so ein bisschen konnten wir seine Argumente nochvollziehen.
Er erzählte von 1963 als bei seiner Firma der 'Teufel los war' und der ersten Aussperrung.

"Die Leute bekamen nicht viel, hatten immer fest gearbeitet. Nun waren sie beleidigt. Die Leute, die noch ihr Werkzeug von daheim mitgebracht haben, wurden ausgesperrt. Viele waren gar nicht in der Gewerkschaft und haben darum kein Streikgeld bekommen. Die haben in der Großgärtnerei Unkraut gezupft, damit sie etwas Geld für Essen bekamen."

Danach hatte die Gewerkschaft bei seiner Firma großen Zulauf, ein jeder wollte sich absichern.

Haben Sie auch solche Geschichten erlebt, oder erzählt bekommen?
Sie sind auch der Meinung, dass die Gewerkschaften angesichts dieser Erzählung auch nur für den Luxus kämpfen?
Erzählen Sie uns davon.

Ein erholsames, anregendes Wochenende wünscht
Quintessenz Manufaktur für Chroniken
www.quintessenz-manufaktur.de