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Eine kleine Geschichte über das Emsland

Eine kleine Geschichte über das Emsland

Von wize.life-Nutzer - Montag, 27.04.2015 - 18:35 Uhr

Eines Abends, draußen heulte der Wind ums Haus, wie so oft im Emsland, saß der Großvater mit seinen zwei Enkelkindern vor dem Kamin. Das Feuer brannte schön und es war mollig warm.
Die Kinder Stefan und Claudia, 10 und 8 Jahre alt, fragten ihren Opa: "erzähl uns was von früher aus deiner Heimat."
Großvater brummte vor sich hin, aber die Kinder ließen nicht locker und drängelten, er solle doch erzählen.
"Also gut", sagte er, "ich will euch etwas erzählen, wie es früher war.
Hier im nördlichen Emsland war es sehr einsam und die Menschen waren sehr arm, hatten viele Kinder und mußten ganz schwer ihr tägliches Brot verdienen.
Die Menschen wohnten in Großfamilien und es gab nur wenige Häuser, die weit verstreut im Moor standen.
Das Moor war finster, sehr gefährlich, aber auch wunderschön.
Die Natur war unbeschreiblich. Ihr wißt ja, dass es zur holländischen Grenze noch Urmoor gibt."
Claudia warf ein: "ja wo es das schöne Wollgras gibt."
"Ja genau mein Kind. Also vor ca. 100 Jahren begann man mit dem Torfabbau. Die Arbeit wurde von Tagelöhnern gemacht, die in einfachen Hütten mitten im Torf gelebt haben. Es war das Armenhaus Deutschlands.
Das Torfstechen war eine sehr harte Arbeit. Man nahm damals getrockneten Torf zum Heizen, etwas anderes gab es hier nicht.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es eine Förderung des Staates fü besonders schwache und arme Gebiete. Langsam siedelten sich Firmen an und auf den trocken gelegten Mooren stehen heute Siedlungen,
wie die Orte Twist oder Rühlermoor zum Beispiel.
Seht ihr Kinder, nun bin ich schon so alt geworden und muß sehen wie die Natur immer weniger wird in dieser einmaligen Landschaft. Deswegen erzähle ich euch das, damit ihr nie vergesst, daß man einmalige Landschaften schützen muß."
"Aber Opa, wie sollen wir das machen?"
"Engagiert euch und helft so etwas Einmaliges zu erhalten. Ihr sollt nie vergessen, daß wir nur eine Erde haben und die gilt es zu schützen. Überlegt immer, wenn ihr ein Stück Natur wegnehmen wollt, ob es wirklich sein muß.
Schaut euch die Bilder an und dann überlegt, ob ein Stück Beton diesen Anblick ersetzen kann.
Viele Tiere und Pflanzen wird es irgendwann nicht mehr geben, weil ihr Lebensraum zerstört wurde.
Und so wird es eines Tages den Menschen gehen, wenn alles zerstört sein wird"
"ja Opa, da wollen wir dran arbeiten, für dieses schöne Stück Erde."
"Sehr ihr Kinder, so habe ich das gemeint. Auf der ganzen Welt gibt es wunderbare Flecken, die es gilt zu erhalten."
"Opa, ich werde ganz sicher im Umweltschutz arbeiten," sagte Stefan. "und ich helfe," fügte Claudia hinzu.
Der Großvater nahm seine Enkelkinder in den Arm und war froh, daß sie ihn verstanden hatten.

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28 Kommentare

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Opa wusste es,auf die Kinder ist Verlass. Heute gehen sie auf die Straße um die Umwelt zu schützen.🤗💁🏻
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Super Marianne
Danke schön!
gerne doch
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bin mit meinem Onkel zum Torfstechen , gefahren , Pferd und Wagen , für mich harte Arbeit !! Aber die Winter waren sehr kalt und lang !!!
Dann hast Du eine leichte Ahnung davon, wie das noch 100 Jahre davor für Arbeit war.
war zwar noch sehr jung, hab es aber nicht vergessen , Urlaub bei Oma !!!
Hier bei uns in Groß- Hesepe gibt es ein Moormuseum, wo vieles von früher sehr anschaulich dargestellt ist.
hab noch Bilder von unserm Pferd , mit Onkel, war mir immer etwas bange dort !!
Wo war das Ute? In welcher Gegend?
bei Flensburg, alte Heimat
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Sehr schön geschrieben, Marianne. Eine toller Beitrag
Danke Elke, das freut mich.
Gern geschehen
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Danke Marianne
Sehr schön geschrieben.
Danke Bea
Gerne Marianne. Mir liegt der Erhalt der Natur auch sehr am Herzen. Mir und meinen Enkeln.
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super, Marianne
Danke Edelgard.
Gerne
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Da hat der Opa eine Menge Wahres ausgesprochen. Aber ob seine Enkel das wirklich verstanden haben worum es geht. Es gibt leider viel zu wenig Jugendliche, die sich für unsere Natur und unsere Umwelt einsetzen, sich für den Erhalt engagieren. Schöne Geschichte Marianne und unbedingt lesenswert.
Ich bin der Meinung, dass irgendetwas doch hängen bleibt.
Danke für Deinen Kommentar.
Bedauerlich ist, dass gerade unsere jungen Mitmenschen selten noch einen Blick für die Schönheit unserer Natur haben. Sehe das ja auch an meinen Kindern und Enkeln. Da fährt man mit denen durch die schöne Natur, spricht sie darauf an und die Kids haben nur ihre Elektronik im Sinn, leider .
ciao Marianne , wie erinnerungsvoll ist diese Geschichte , weist du es macht mich immer so traurig wenn die Natur vrgewaltigt wird , ich kann es nicht vergessen das ich jeden Sonntag als Kind mit meinen Geschwistern Opa Oma und Eltern wandern ging im Odenwald , war eine schöne glückliche Zeit, es gab dort ein Hochsitz wo man Rehe sehen konnte, unvergessbar, geht man heute noch wandern ich ja
ciao Heidrun, ja ich denke man muß wieder etwas dafür tun und Großeltern haben da denke ich eine Aufgabe.
saluti
hallo Marianne ,du hast vollkommen recht, was machen die Großeltern eigentlich,es ist alles so anders geworden,un Abbraccio dolcissima Amica un Ciao e buona Giornata a presto
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Danke.
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