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Auf der Suche nach der Litfaßsäule

Auf der Suche nach der Litfaßsäule

Von wize.life-Nutzer - Sonntag, 19.07.2015 - 08:51 Uhr

Neulich kam in einer Gesprächsrunde die Frage auf, ob es in unserem beschaulichen Städtchen noch Litfaßsäulen gibt. Als ich das nächste Mal unterwegs war, sah ich doch noch die eine oder andere. Dennoch sind einige von markanten Plätzen verschwunden. Ich werd weiterhin nach ihnen Ausschau halten.

Wie sieht es bei euch aus? Gibt es mehr große Plakatwände oder stehen noch Litfaßsäulen? Dann macht doch mal ein paar Fotos und stellt sie ein.

160 Jahre Litfaßsäule

Der Erfinder der Litfaßsäule war Ernst Theodor Amandus Litfaß (* 11. Februar 1816 in Berlin; † 27. Dezember 1874 in Wiesbaden) Druckereibesitzer und Verleger.

Die Idee, Plakatsäulen aufzustellen, entstand, um der damals um sich greifenden Wildplakatierung entgegenzuwirken. Litfaß schlug den Behörden vor, überall in der Stadt Säulen aufzustellen, an denen die Menschen ihre Plakate anhängen konnten. Nach jahrelangen Verhandlungen erteilte der Berliner Polizeipräsident Karl Ludwig von Hinkeldey Litfaß am 5. Dezember 1854 die erste Genehmigung für seine „Annoncier-Säulen“. Er bekam von der Stadt Berlin ein bis 1865 gültiges Monopol für die Aufstellung seiner Säulen.

Dies geschah allerdings unter der Auflage, auch die neuesten Nachrichten zu publizieren. Im Jahre 1855 wurden die ersten 100 Litfaßsäulen in Berlin aufgestellt und dem Erfinder zu Ehren nach ihm benannt. Im Jahre 1865 wurden weitere 50 Säulen aufgestellt. Sowohl die Behörden als auch die Werbekunden erkannten schnell die Vorteile des neuen Werbemediums: Von staatlicher Seite war eine vorherige Zensur der Inhalte möglich. Werbekunden konnten sich darauf verlassen, dass ihre Plakate auch wirklich für die gesamte gemietete Zeit ohne Überklebungen zu sehen sein würden.

Quelle: Wikipedia

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4 Kommentare

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Liebe Sabine, in Paris gibt es auch Litfass-Säulen, genannt "colonnes Morris" nach dem Drucker Gabriel Morris (1868) Verziert mit einem grünen Dach. Leider habe ich kein eigenes Bild. Es gab 773 Exemplare, heute wurden sie auf 550 reduziert. Sie werden - im Gegensatz den den deutschen - nur für kulturelle Publikationen verwendet, wie Kino, Theater und andere Veranstaltungen. Diese colonnes werden jetzt modernisiert und beleuchtet.
Das sind aber immer noch eine ganze Menge liebe Renate. Vielen Dank für deinen Kommentar. Wieder was dazugelernt.
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Beim Spazierengehen in Bad Vilbel sah ich einmal eine entführte Braut auf einemSessel sehr dekorativ auf einer Litfaßsäule sitzen, die der Bräutigam suchen musste und fand das ganz originell.
welch originelle Idee, toll wem sowas einfällt Eleonore
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