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Obstmonat Oktober

Monat Oktober 2015

Von wize.life-Nutzer - Freitag, 16.10.2015 - 17:18 Uhr

Erntedankfest und Rosenkranzmonat Oktober


Deggendorf - -. Kneippvorsitzender Gerard Zacher hat für den Monat Oktober wieder besondere Feste und Bauernsprüche zusammen gestellt. Der Oktober galt früher auch als günstig für Aderlass oder Badekuren. Edelsteine des Monats sind der Aquamarin und der Opal. Der Oktober wird auch u.a. Herbstmonat, Oktobris, Weinmonat
genannt.

Anfang Oktober wird am ersten Sonntag, das ist heuer der 4. Oktober, das Erntedankfest gefeiert - ein uralter Brauch schon seit vorchristlicher Zeit bei Griechen, Römern und Juden, weiß Gerard Zacher. 1773 wurde in Preußen erstmals ein regelmäßiger Entedank-Tag eingeführt; für die katholische Kirche in Deutschland legten die deutschen Bischöfe 1972 den ersten Oktobersonntag als Erntedank-Termin fest.

Die alten heidnischen Vorfahren begingen das Fest mit grossen Opfern; war die Ernte reich ausgefallen und gut eingebracht dankten sie Wodan dafür, dass er die Früchte des Feldes hatte gedeihen lassen und den Menschen eine reichliche Ernte gewährt hatte.

In den Kirchen werden neben dem Altar an diesem Tag zum Dank
an Gott, die Erntegaben, Früchte des Feldes und Gartens , Getreide, Obst usw. mit Blumen schön aufgerichtet. Mit Blumen bekränzt werden die Tiere beim Almabtrieb im Gebirge, der heuer schon Ende September begann , nur, wenn es keine Toten gegeben hat und das Vieh nicht an Krankheiten litt. Ab Michaeli (29.September) bis Anfang Oktober ging früher in Deggendorf die sogenannte Gnad ein.

Der Oktober gilt seit dem Mittelalter als Rosenkranzmonat und ist - wie der Mai - als Marienmonat, der Gottesmutter Maria geweiht.
In Bayern wird der Rosenkranzmonat ganz besonders innig gebetet.
Der Rosenkranz, vom Spätmittelalter bis in unsere Zeit eine Gebetsform, hat sich aus alten Mariengebeten (capelletum Mariae, psalterium - , rosarium -, sertum -) entwickelt. Die Verbindung einer Gebetsschnur mit 15 "Vater-unser", 15x10 "Ave-Maria" und 15 "Ehre sei dem Vater", womit die Betrachtung von 15 Geheimnissen ("Gesätzen") des Jesusgeschehens verbunden ist „smile“-Emoticon ganzer Rosenkranz - im Gegensatz zum Rosenkranz mit 5 Zehnern mit je 5 Geheimnissen) wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch den Kölner Dominikanerprior J. Sprenger zur Grundlage des Rosenkranzes gemacht. 1475 gründete er in Köln die erste Rosenkranzbruderschaft. Papst Sixtus IV. (1471-1484) empfahl 1478 den Rosenkranz, dessen 15 Geheimnisse (freudenreicher, schmerzhafter und glorreicher Rosenkranz) seit 1483 bis heute im wesentlichen gleichgeblieben sind. Legendarisch setzte sich die Meinung durch, der hl. Dominikus habe aus der Hand der Gottesmutter den Rosenkranz empfangen und sei Urheber der Rosenkranzbruderschaften. Die Dominikaner betreuen seit jeher das Rosenkranzgebet besonders. Der Sieg über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 wurde wesentlich dem Rosenkranz zugeschrieben, denn zur Zeit der Schlacht beteten in Rom die Rosenkranzbruderschaften um einen Sieg. Pius V. (1566-1572) gestattete 1573 allen Kirchen mit eigenem Rosenkranzaltar ein Rosenkranzfest am ersten Sonntag im Oktober. 1716, nach dem Sieg über die Türken bei Peterwardein wurde das Fest durch Clemens XI. (1700-1721) auf die gesamte Kirche ausgedehnt.Papst Leo XIII. (1878-1903) ordnete für den Oktober eines jeden Jahres das tägliche Rosenkranzgebet an, und Pius X. (1903-1914) schließlich legte das Rosenkranzfest wieder auf sein ursprüngliches Datum, den 7. Oktober, zurück. Heute ist es ein gebotener Gedenktag. Papst Paul VI. (1897-1978) empfahl in seinem Schreiben
„Marialis Cultus“ von 1974 das Rosenkranzgebet als Familiengebet.
Den Rosenkranz in traditioneller Form als Gebetsschnur - es gibt ihn auch als Rosenkranz-Gebetsring - existiert in unzählig unterschiedlichen Ausführungen .Zahlreiche Ordensleute tragen einen Rosenkranz an ihrem Gürtel. Der Papst schenkt seinen Besuchern Rosenkränze mit einem Kreuz, das das Kreuz seines Bischofsstabes wiedergibt. Beim Besuch von Papst Benedikt XVI.
in Bayern konnte das kürzlich mehrmals verfolgt werden.

Gerard Zacher weiß zu einzelnen Oktobertagen mehrere Heiigenfeste und Bauernsprüche:
Das Fest der heiligen Theresia von Lisieux (vom Kinde Jesu) -
auch die kleine heilgige Theresa genannt, fällt eigentlich auf den
1. Oktober.Sie war eine große Ordensfrau und Mystikerin, Zur
Basilika von Lisieux mit einem Glasschrein der Heligen strömen Hunderttausende.

Regen an St.Remigius (1.Oktober) , bringt für den ganzen Monat Verdruß. Remigius starb um 535 als Bischof vn Reims.Laubfall an Leodegar (2.), kündet ein fruchtbar Jahr. Leodgar war Bischof von Autun und wurde 679 enthauptet.
Franz von Assisi (1181-1226) ,der Heiliger Franziskus hat seinen
Namenstag am 4. Oktober.Franz von Assisi hatte eine besonderes Verhältnis zu den Pflanzen und predigte immer wieder, Gott habe uns die Erde anvertraut, deshalb sei es unsere Aufgabe, sie zu hüten und zu pflegen. Die Ansichten des ersten "Umweltschützers", wie man ihn nennen könnte und die er in seinem "Sonnengesang " (Cantico delle creature"oder"Cantico di frate solo") darlegt, sind heute immer noch - oder wieder - aktuell! Franz von Assisi gilt auf grund seines Wirkens auch als erster Tierschützer. Deshalb wird am 4. Oktober, dem Tag des Heiligen Franziskus, weltweit von Tierschützern der Welttierschutztag begangen
Der Sohn eines reichen Kaufmanns wurde als Giovanni Bernardone in Assisi geboren. Nach seinem Militärdienst wurde er Offizier und führte ein freies, lockeres Leben. 1202 in Gefangenschaft geraten, beschloß er, sein Leben radikal zu ändern und lebte von nun an in selbstgewählter Armut und tätiger Nächstenliebe.
Es heißt dass er sich in stacheliges Gestrüpp warf, um den Versuchungen der Welt zu entsagen; es waren Rosenbüsche und diese verloren ihre Stacheln - in der Portiunculakirche zu Assisi wird der "dornenlose Rosenstrauch des heiligen Franz" gezeigt.
Er gründete einen Orden, den 1210 Papst Innozenz III. anerkannte. Schon 2 Jahre nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen.

St. Bruno(6.), der Kartäuser, läßt Fliegen in die Häuser.
Sankt Pelei (8.)führt Donner und Hagel herbei.
In der Wallfahrtskirche Mariahilf in Vilsbiburg ist einer
der bedeutensten Kapuziner des bayersichen Raumes beigesetzt:
Pater Viktrizius Weiß, er starb dort am 8. Oktober 1924
im Rufe der Heiligkeit.

Regnet`s an St.Dionys(9.), wird der Winter naß - gewiß.
Dionys ist einer der 14 Nothelfer.


Hl. Koloman (13.), schick mir einen braven Mann, baten
früher die Mädchen an diesem Tag, der allgemein als
Orakeltag galt..


Am 3. Sonntag im Oktober (18.10).ist die sog.Allerweltskirchweih, am 16. ist Gerard Majella, ein Redemptoristen-Heiliger.

Am 15. Oktober wird das Fest der heiligen Theresia begangen. Thersia von Avila verstarb 1582 in der Nacht vom 4.auf den15. Oktober. Das ist kein Druckfehler, die Einführung des Gregorianischen Kalenders zu diesem Stichtag führte zum Ausfall der fraglichen Tage.Mit St.Hedwig, St.Gerard und St.Gall (16.) schweigt der Vögel Sang und Schall. Viel Regen zu Gallus – Regen bis Weihnachten. Gießt der St. Gallus wie aus einem Faß, ist der nächste Sommer naß.

Der Patron von St. Gallen gilt als Beschützer der Gänse und Hühner.
Vom heiligen Gerard Majella, dem Laienbruder und Mystiker, der
den Beinamen „Engel der Mütter“ (Hilfe bei schweren Geburten,
aber auch bei Kindwünschen) hat, stand früher in der Deggendorfer Grabkirche eine Heiligenfigur im Ordensgewand der Redemptoristen.
Bei der sog. Renovierung wurde diese wie auch z.B. die Rupert Mayer-Figur entfernt.
Ist St. Lukas(18.) mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm. Ist St.Lukas mild und warm, kommt ein Winter, daß Gott erbarm`.Wer an Lukas Roggen streut, es im Jahr darauf nicht breut.
Am St. Lukas-Tag soll das Winterkorn schon in die Stoppeln gesät sein. Weiter heißt es: Sankt Wendelin (20.), verlass uns nie, schirm
unsern Stall, schütz unser Vieh. Der heilige Wendelin gilt als
Schutzpatron des Viehs. Geboren als schottischer Prinz, lebte er als
Hirte später in der Nähe vonTrier.

St. Ursulas(21.) Beginn weist auf den kommenden Winter hin. Wie der St.Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen sein.
Ursula bringt`s Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda drein. St. Ursula will uns sagen, bald könnt' das Feld Schnee tragen.
Wenn`s St.Severin (23.) gefällt, bringt er mit die erste Kält´.
Der heilige Severin ist der Patron der Stadt Köln. Er wird der
Legende nach wegen seiner Fähigkeit gerühmt, himmlischen
Gesang wahrnehmen zu können.
Mit Krispin (25.) sind alle Fliegen dahin.
Simon und Juda (28.)die zwei, führen oft Schnee herbei.
Simon und Juda , die zwei, führen oft den Schnee herbei.
Schneid das Kraut, bevor es Juda klaut.
Wer Weizen sät am Simonstage, dem trägt er goldne Ähren ohne Frage.Simon und Judä - hängen an die Stauden Schnee.
Wenn Simon und Judas vorbei, so rückt der Winter herbei.
Ist's an Judas hell und klar, gibt's Regen erst ab Cäcilia.
Wenn Simon und Judas sind vorbei, ist der Weg zum Winter frei.
Es sitzen auch die heiligen Herrn, am warmen Ofen gern.
St. Wolfgang (31.) Regen, verspricht ein Jahr voll Segen .
Wolfgang, geboren in Schwaben um 924 war dreizehnter
Bischof von Regensburg und starb 994.

Halloween wird vom 31. Oktober auf 1. November begangen.
Über die Ursprünge des schaurig-schönen Gruselfests, das heute als Mix von Karneval, Silvester und Walpurgisnacht begngenwird, wissen die wenigsten Bescheid. Es ist nicht ein US-Import, sondern ursprünglich ein mehr als 2000 Jahre altes Fest, dessen Wurzeln auf den britischen Inseln liegen. Erst als irische Auswanderer im 19. Jahrhundert über den Atlantik an die Ostküste strömten, fing Halloween auch in Amerika an, zu (be)geistern und kehrte dann nach Europa - allerdings amerikanisch umgewandelt - zurück.
Der Vorabend von Allerheiligen (engl.: "All Hallows") ist "All Hallows' Even". Dies wurde zu Hallowe'en. Die Bräuche zu Halloween stammen aus vorchristlicher, keltischer Zeit: Um den 31. Oktober war das keltische Neujahr (Samhain, nach dem Todesfürsten Samhain, der von den keltischen Druiden verehrt wurde) und das Fest für die Gottheit der Toten wurde begangen. Diese Gottheit erlaubte den Seelen der Verstorbenen des jeweiligen Jahres, an diesem Tag zurückzukehren. Um sie zu besänftigen und böse Geister abzuwehren, wurden Opfer gebracht, Zaubersprüche und Magie praktiziert. Die Grimasse, das "Irrlicht zu Halloween", die " Jack O'Laterne", einfach Jack, soll ebenfalls böse Geister erschrecken und vertreiben. Damals wurde sie aus Rüben geschnitzt, die alten Kelten kannten noch keine Kürbisse. In Amerika nahm man dann später die Kürbisse, sie ließen sich einfacher bearbeiten und sahen / sehen auch viel besser aus.
Halloween wird auch bei uns immer beliebter.
Es werden u.a.zu Halloween Kürbisse geschnitzt und darin brennende Kerzen aufgestellt.

Gerard Zacher weiß weitere allgmeine Regeln für den Oktober:
Bringt der Oktober schon Schnee und Eis, ist's schwerlich im Januar kalt und weiß.Bleibt im Oktober das Laub am Ast, viel Ungeziefer du zu befürchten hast. Bringt der Oktober viel Frost und Wind, so sind Januar und Februar lind. Ein Oktoberhimmel voller Stern' hat warme Öfen gern. Graben sich im Oktober die Mäus‘ tief in die Erden, wird’s ein strenger Winter werden. Aber viel strenger noch, bauen die Ameisen hoch! Wenn das Laub im Oktober noch fest auf den Bäumen sitzt, so gibt’s einen strengen Winter.
Je früher das Laub im Oktober fällt, desto fruchtbarer wird das nächste Jahr sein. Ist der Oktober warm und fein, folgt ein scharfer Winter drein. Ist er aber kühl und naß, bleibt dann die Winterkälte blaß. Freilich sagt man auch: Auf einen heiteren und warmen September folgt gern ein trüber und rauer Oktober

Der Oktober hat nur drei sogenannte verworfene Tage (dies atri =
schwarze Tage), an denen man früher keine Reisen machte und

nichts Neues begann, das ist der 3., 6.und 11. Oktober. gz

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