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Vor 101 Jahren verschollen: Taucher erkunden deutsches Weltkriegs-U-Boot vor ...

Vor 101 Jahren verschollen: Taucher erkunden deutsches Weltkriegs-U-Boot vor England

Von News Team - Freitag, 22.01.2016 - 10:02 Uhr

Am 13. Januar 1915 ging das deutsche U-Boot „U31“ der kaiserlichen Marine auf Patrouillenfahrt in der Nordsee – und tauchte für immer ab. 101 Jahre später ist das Schicksal des Boots und seiner 35-köpfigen Besatzung geklärt. Wissenschaftler haben das Wrack zwar schon vor drei Jahren 90 Kilometer vor der britischen Küste in 30 Metern Tiefe entdeckt. Doch erst jetzt konnte es eindeutig identifiziert werden.

Was reine Routine sein sollte, wurde für die Mannschaft zur Todesfahrt. Offenbar war das U-Boot nach dem Auslaufen am Marine-Stützpunkt Wilhelmshaven mit einer Seemine kollidiert und gesunken. Überlebende soll es keine gegeben haben. Wie die Off-Shore-Windparkbetreiber ScottishPower Renewables und Vattenfall mitteilten, hatten sie das Boot 2012 mithilfe von Sonartechnologie geortet. Eindeutig zugeordnet konnte es nun mithilfe von niederländischen Marinetauchern werden. Diese hatten im trüben Wasser Bilder des 57 Meter langen Wracks gemacht.

Damit ist weitere Kriegslegende auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Laut „The Telegraph“ hatte nämlich ein anderer U-Boot-Kommandant behauptet, „U-31“ sei sechs Monate nach dem Verschwinden an die Küste Ostenglands geschwemmt worden – an Bord die tote Besatzung, die durch giftige Gase erstickt war.

Das gut erhaltene Wrack von „U-31“ soll nicht geborgen werden. Sein Standort gilt als offizielles militärisches Meeresgrab. Windparks dürfen deshalb im Umfeld nicht gebaut werden, um die letzte Ruhestätte der toten Marine-Soldaten nicht zu stören. Mögliche Angehörige der Verstorbenen werden kontaktiert, versprechen ScottishPower Renewables und Vattenfall.

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