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Die Zahl der Demenz-Patienten wird in den kommenden Jahren drastisch ansteig ...

WHO: So kann jeder sein Risiko für Demenz senken - Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation

Von News Team - Dienstag, 14.05.2019 - 18:04 Uhr

Medikamente zur Prävention von Demenz gibt es bislang nicht. Doch durch einen gesunden Lebensstil kann jeder sein eigenes Risiko minimieren, an dem Nervenleiden zu erkranken.

Davon gehen die Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO aus und haben jetzt erstmals Leitlinien zur Demenzprävention veröffentlicht.

Weltweit steigen die Fälle von Demenz - und in den kommenden Jahren werden noch mehr Menschen erkranken. Aktuell sind rund 50 Millionen Menschen weltweit demenzkrank. Alle drei Sekunden erkrankt statistisch gesehen ein Mensch an Demenz, heißt es in der neuen WHO-Leitlinie.

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"In den nächsten 30 Jahren wird sich die Zahl der Menschen mit Demenz verdreifachen", sagte WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Vorstellung der Leitlinien am Dienstag (14. Mai 2019). "Wir müssen alles tun, um das Risiko dafür zu senken."

Die wissenschaftlichen Untersuchungen, die für die Ausarbeitung der Leitlinien herangezogen wurden, haben dem WHO-Generaldirektor zufolge bestätigt, was die Mediziner bereits seit längerem vermutet haben: "Was gut ist für unser Herz, ist auch gut für unser Gehirn."
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Deshalb empfiehlt die WHO zur Prävention von Demenz: Regelmäßige Bewegung, nicht zu rauchen, Alkohol nur in Maßen zu trinken, Übergewicht zu vermeiden, sich gesund zu ernähren und darauf zu achten, dass Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerwerte sich in einem gesunden Rahmen bewegen.

Bei ihren Empfehlungen haben die WHO-Mediziner eine Art Ranking erstellt: An bestimmte Hinweise sollten sich möglichst alle Senioren halten, weil sie laut Studien besonders günstig für die Prävention sind.

Was zur Prävention besonders wichtig ist

An erster Stelle: Körperliche Bewegung. Besonders effektiv sind demnach Ausdauertraining und Krafttraining. Die Leitlinie empfiehlt Senioren über 65 Jahren: Entweder 150 Minuten pro Woche moderat zu trainieren, oder sich 75 Minuten in der Woche intensiv körperlich zu bewegen.

Ebenso wichtig: Mit dem Rauchen aufzuhören und den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren.

Die Leitlinien enthalten auch eine Anti-Empfehlung: Von Vitaminergänzungsmitteln raten die WHO-Mediziner ab. Diese wirken sich laut Studien nicht günstig auf das Demenzrisiko aus.

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