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Einer von drei Senioren erkrankt statistisch gesehen an Alzheimer

Impfstoff gegen Alzheimer: Forscher erzielen ersten Erfolg bei Suche nach Medikament

Von News Team - Freitag, 14.06.2019 - 13:36 Uhr

Gegen Alzheimer gibt es kein Medikament. Bislang jedenfalls nicht. Das könnte sich in Zukunft ändern: Bei der Suche nach einem Heilmittel gegen den schleichenden Gedächtnisverlust melden amerikanische Forscher der Universität von New Mexico jetzt einen ersten Erfolg.

Der von ihnen entwickelte Impfstoff soll dem schleichenden Verlust kognitiver Fähigkeiten entgegenwirken, den Alzheimer-Patienten erleiden.

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Grund für den Gedächtnisverlust sei ein "wahrer Sturm der Zerstörung im Gehirn", so die Forscher in einer Mitteilung der Universität von New Mexico. Die Zerstörung von Gehirnzellen sei teilweise auf eine Ansammlung eines Proteins namens "Tau" zurückzuführen.

Forscher nehmen ganz bestimmtes Protein ins Visier

Dieses Protein, das normalerweise Nervenzellen stabilisiert, könne sich anhäufen und dabei zu einem großen Knäuel verschlingen - was die Fähigkeit der Nervenzellen beeinträchtigt, miteinander zu kommunizieren.

Genau das ist aber nötig, damit das zentrale Nervensystem funktionieren und der Mensch denken und handeln kann.

Bei diesem Protein setzen die Forscher in ihrer Arbeit an, deren Ergebnisse sie jetzt im Fachblatt „NPJ Vaccines“ veröffentlicht haben.


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Der von ihnen entwickelte Impfstoff soll verhindern, dass sich das Protein Tau im Gehirn verklumpt und auf diese Weise die kognitiven Fähigkeiten des Menschen beeinträchtigt.

Erste Erfolge seien bei Mäusen nachgewiesen worden, die so gezüchtet wurden, dass sie die typischen Alzheimer-Symptome entwickeln, so die Forscher.

Bei den Tieren habe der Impfstoff die Tau-Ansammlungen beseitigen können - da die Mäuse dank des Impfstoffs Antikörper entwickelten, die das Tau-Protein aus dem Gehirn entfernten. Und dies für mehrere Monate.

Wir freuen uns über die Ergebnisse, scheinen sie doch nahezulegen, dass wir das körpereigene Immunsystem nutzen können, um Antikörper gegen die Tau-Anhäufungen herzustellen

so die Biomedizinerin Nicole Maphis, die an der Studie beteiligt war.

Bei der Suche nach einem Medikament gegen Alzheimer bestätigten die Ergebnisse, so Maphis, dass es zielführend ist, die Tau-Ansammlungen im Gehirn mithilfe des Impfstoffes ins Visier zu nehmen. Denn dies könnte vor Beeinträchtigungen des Gehirns schützen und verhindern, dass Nervenzellen absterben.

Eine Alzheimer-Erkrankung trifft fast einen von drei Senioren, weltweit sind insgesamt 43 Millionen Menschen betroffen. Die Zahl steigt. Als größter Risikofaktor für eine Erkrankung gilt das Alter.

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