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Gefahr durch Bisphenol in Plastikflaschen

Gefahr durch Bisphenol in Plastikflaschen

Lifeline - DAS GESUNDHEITSPORTAL
15.02.2014, 15:36 Uhr

Wie gefährlich ist Plastik wirklich – das in vielen Alltagsgegenständen steckt, nicht nur in Plastikflaschen? 90 Prozent der Einwohner in Deutschland und den Industrienationen sind mit Bisphenol A (BPA) belastet, einem Ausgangsprodukt für Plastik.

Ein Leben ohne Plastik ist undenkbar. Vor allem als Material für Lebensmittelverpackungen, Flaschen, Aufbewahrungsbehältern und Folien ist Plastik nicht mehr wegzudenken. Dabei ist die hormonähnliche Substanz Bisphenol A Ausgangsprodukt für Kunststoffe wie Polykarbonat sowie Epoxidharze. Das Fatale daran: Es umgibt uns nicht nur, sondern reichert sich im Körper an. „Es gibt nur eine Untersuchung, die zeigt, dass sich BPA in der Plazenta einlagern kann. Ich gehe jedoch davon aus, dass BPA sich grundsätzlich im Körper ansammelt,“ erklärt BPA Experte Prof. Dieter Swandulla von der Universität Bonn im Gespräch mit Lifeline.de.

Bisphenol A dringt in den Körper ein – mit dem Essen, über die Haut und beim Einatmen


Doch Bisphenol A steht im Verdacht Erkrankungen des Hormonsystems sowie des Herzkreislauf- und Nervensystems auszulösen. „BPA löst sich aus dem Kunststoff und dringt auf mehreren Wegen in den Körper ein: Mit dem Essen von Nahrungsmitteln, die entsprechend verpackt sind, außerdem über die Haut, etwa durch den Kontakt mit Geldscheinen und Thermopapier wie Kassenzetteln, sowie eingeatmet mit dem Hausstaub“, warnt der Experte.

Auf Plastik und damit Bisphenol A verzichten


Weg von Verpackungen aus Plastik, das bekanntlich aus Erdöl besteht und hin zu „Kunststoffen, die auf Milchsäure aus pflanzlichen Produkten wie etwa Mais basieren. Allerdings hängt es vom Verbraucher ab, ob diese Alternativen in die Massenproduktion gehen – erst wenn die Nachfrage immens ist, wird die Industrie reagieren,“ sagt Swandulla. Bis dahin sollte jeder so weit wie möglich auf Plastik verzichten, denn das Wegwerfmaterial rund 500 Jahre, bis es abgebaut ist.

Das ausführliche Interview mit dem Bisphenol-A-Experten finden Sie hier auf Lifeline.de!

Was denken Sie über das Thema? Ist es überhaupt möglich, auf Plastik bei Lebensmitteln zu verzichten? Macht es Sinn Ihrer Meinung nach auf Verpackungen aus Mais oder Kartoffelstärke auszuweichen? Sind die Befürchtungen des Experten übertrieben?

3 Kommentare

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Die Wirkung von Bisphenol ist seit Jahrzehnten bekannt, daß Plastikmüll immer
mehr unsere Umwelt schädlich beeinflußt ist bekannnt, ich hatte in den
60er Jahren einen Aufkleber an meinem Auto
Wenn der letzte Vogel vom Himmel gefallen ist, der letzte Fisch gefischt,
werdet ihr merken, daß man Geld nicht essen kann. Die Gleichgültigkeit gegen-
über der Umwelt macht mich immer wieder fassungslos.
  • 16.02.2014, 11:35 Uhr
  • 16.02.2014, 16:46 Uhr
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Bisphenol A ist eine der meistproduzierten Basis-Chemikalien und der Grundstoff zur Herstellung von Kunststoffen und Kunstharzen und findet sich beispielsweise in vielen Plastikprodukten, Lebensmittelverpackungen, Zahnfüllungen, Lacken und dem Thermopapier für Faxgeräte und Kassen-Quittungen. BPA kommt aber auch in der Innenbeschichtung von Konservendosen vor.
  • 15.02.2014, 18:38 Uhr
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