Kann man Krebs vorbeugen?
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Kann man Krebs vorbeugen?

Annette Bulut
Beitrag von Annette Bulut

Die neuesten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind alarmierend. In den nächsten fünfzehn Jahren, so die Schätzung, wird sich die Zahl der neu an Krebs erkrankten Menschen verdoppeln. Fakt ist: Jeder Mensch kann durch einen gesunden Lebensstil Krebs vorbeugen.

Aber dazu sind offenbar nur die wenigsten bereit. Gerade mal 14 Prozent der Deutschen achten auf ihre Gesundheit. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage der GfK Nürnberg aus dem Jahr 2010 hervor. Und jeder fünfte Deutsche geht nie zu Vorsorgeuntersuchungen. Nur die Hälfte der Menschen hierzulande lässt jährlich Vorsorge-Checkups durchführen. Dabei sind Krebsvorsorge-Untersuchungen extrem wichtig. Sie helfen, eine Krebserkrankung so früh wie möglich zu erkennen. Je früher die Diagnose, umso besser die Aussichten auf Heilung.

Man kann erwiesener Maßen Krebs vorbeugen

Krankheit ist kein unabwendbares Schicksal. Wer so gesund wie möglich lebt, senkt sein Risiko für eine chronische Krankheit im Vergleich zu Menschen mit ungesundem Lebensstil um durchschnittlich 78 Prozent. Diesen Wert haben internationale Forscher, darunter Dr. Manuela M. Bergmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam, in einer umfangreichen Analyse mit 23.000 Deutschen ermittelt. Doch trotzdem fällt der Mehrheit der Deutschen offenbar kaum etwas schwerer als ein gesunder Lebensstil und damit, das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und Krebs aktiv vorzubeugen.

Krebs vorbeugen heißt, sich gesund ernähren

Das beste Beispiel ist Lungenkrebs. Lungenkrebs ist auf Platz 1 der tödlichsten Krebsarten. Gegen Lungenkrebs kann der Einzelne selbst etwas tun: Nichtrauchen. Krebs entsteht auch durch Übergewicht. Krebs vorbeugen, heißt auf ein Normalgewicht zu achten. Doch mehr als die Hälfte aller Deutschen leidet an Übergewicht. Fast jeder vierte Bundesbürger hat extremes Übergewicht (Adipositas), darunter sind bereits 200.000 Jugendliche. Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) haben kürzlich nachgewiesen, dass das Fett im Bauchraum eine Rolle für die Dickdarmkrebsentstehung spielt. Frauen mit einem Taillenumfang von mehr als 93 Zentimetern und Männer, deren Bauchumfang bei mehr als 105 Zentimetern liegt, haben ein erhöhtes Risiko daran zu erkranken. Krebs kann durch gesunde Ernährung vorgebeugt werden.

Krebs vorbeugen heißt, sich bewegen

Wie die Zeitschrift 'Naturarzt' schreibt, ergab eine Überprüfung von fast 500.000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen: 'Krebserkrankungen sind vermeidbar'. Jeder kann Krebs vorbeugen. Das Ergebnis ist an Eindeutigkeit kaum zu übertreffen. Es besteht ein Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung, körperlicher Aktivität und Krebs. Eine mögliche Erklärung: Tumorzellen können sich offenbar in saurem Milieu aggressiv ausbreiten. Entstehen kann ein saures Milieu durch Bewegungsmangel, unzureichendes Schwitzen, Medikamente, Stress, Alkohol und bestimmte Nahrungsmittel. Verursacher sind phosphathaltige Lebensmittel wie etwa Fast Food, Softdrinks, Wurst, Schmelzkäse, Tütensuppen und andere Fertigprodukte.