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Scham wegen Depression - Depression wegen Scham

02.03.2014, 10:33 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Menschen mit Depressionen sind oftmals Persönlichkeiten, die im Laufe ihres Lebens immer mehr an Selbstvertrauen verloren haben. Sie sind mehrfach in Situationen geraten, in denen sie sich hilflos und klein fühlten. Sie waren Opfer. Und sie schämten sich dessen. Irgend wann hatten sie nicht mehr die Kraft, aus solch einer Situation aufzustehen und so weiter zu machen, als wäre nichts gewesen. Sie funktionierten nicht mehr. Die Diagnose Depression wurde gestellt. Und wieder ist es die Scham, die ganz von ihren Opfern Besitz ergreift. Sie tut dies erfolgreich, denn kaum einer Krankheit wird sich so sehr geschämt wie der Depression. Depressionen werden in den Köpfen der Menschen vielfach immer noch gleich gesetzt mit Schwäche. Es wird nicht auf die enorme Belastung geschaut, denen diese Menschen viel zu lange standhalten mussten, sondern lediglich auf ihr "Versagen", auf ihren Zusammenbruch. Ist es denn ein Versagen, krank zu werden? Ist es ein Versagen nach einem Leben voller Belastungen irgend wann zu sagen: "Ich will so nicht mehr!"? Mitnichten. Es ist die einzig gesunde Reaktion, die der Mensch noch zur Verfügung hat. Und trotzdem halten sich die Vorurteile gegenüber depressiven Menschen hartnäckig und wir Depressive tragen leider auch unseren Teil dazu bei...

Hier weiter lesen: Zusammenhang von Scham und Depression

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9 Kommentare

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Zum Thema Depression habe ich eine einfache Erklärung. Seit längerer Zeit nehme ich an Seminaren zum Thema Orthomolekular-Medizin teil. Dort wird ganz ausführlich der Zusammenhang zwischen einem belasteten Körper und einem gesunden Körper erörtert. Depression gehört eindeutig zu einer Stoffwechselstörung, wie auch 95 Prozent aller anderen Krankheiten. Gegen diese Beschwerden, die eigentliche Ursache, hat die normale Schulmedizin kaum etwas in der Hand, wohl aber die Natur. Diese kann den Stoffwechsel entfetten, entsäuern, entgiften und entschlacken. Mit nur zwei großartigen Sachen. Und schon gehen auch Depressionen weg ganz ohne Nebenwirkungen.
  • 05.03.2014, 18:46 Uhr
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Als die Summe der Lebensbelastungen zu gross wurde, die Demütigungen schwere Narben hinterlassen haben und das Ausgenütztwerden alles Maß überstieg, klappte ich trotz eines liebevollen Partners (der dies schon lange kommen sah - aber machtlos war) total zusammen. Dank einer Supertherapeutin kann ich heute sagen, ich sehe Licht am Ende des Tunnels
und die "Löcher" werden seltener. Gott sei Dank ist mir mein Mann ein verständnisvoller Partner, für den die Krankheit eine logische Folgerung der
Lebensgeschichte war.
Allerdings trennt sich in so einer Zeit im Freundes- und Bekanntenkreis die Spreu vom Weizen. Und im Prinzip ist dies auch gut so - denn Freunde nur für gute Tage brauche ich nicht.
  • 04.03.2014, 12:45 Uhr
Da bist du gesegnet mit so einem Partner. Das Glück haben nicht viele, denke ich.
  • 04.03.2014, 13:01 Uhr
Ich selber leite auch an Depri.das ist eine schlimme krankheit,die keiner sieht u.wo viele sagen die hat doch nichts
  • 08.03.2014, 10:42 Uhr
Nein, das musst du dich nicht. Mir hat mein Hausarzt (der mich seit übr 20 Jahren kennt) klar und deutlich gesagt: Burnout und die damit verbundenen Depressionen bekommt nur jemand, der sehr genau, sehr zuverlässig ist, sich voll einbringt, vorwiegend an andere denkt und sich meist sehr ausnützen läßt. Und jeder hat eine Grenze. Und dann, bedingt durch viele Mosaiksteinchen geht`s halt mal nicht mehr. Das hat mit Schwäche nichts zu tun.
Andere sind immer wieder krank - nehmen sich ihre Pausen und wer das versäumt, oder zuerst immer an andere denkt - der bekommt halt die Rechnung in dieser Form. Aber ich denke mir heute, dies war und ist ja auch eine Chance - ich hätte ja auch tot mit Herzinfarkt oder Schalganfall zusammenbrechen können...
Und noch was: du lernst die MENSCHEN kennen, es trennt sich Spreu vom Weizen..
Alles Liebe und Gute
  • 08.03.2014, 10:47 Uhr
Ich selber wurde schon von einer frau die ich gut kannte u.auch privat befreundet war,sie hat mich dann so runter gemacht u. schlecht gemacht .Ich bekamm dann solch angst vor ihr,ich habe mich von ihr abgewand.
  • 08.03.2014, 10:47 Uhr
Ich verstehe das sehr gut, mich hat meine eigene Mutter, mein Arbeitsumfeld harmlos ausgedrückt "im Stich" gelassen. Ich hatte Angst, wenn das Telefon, Handy läutete - un dich deren Namen auf dem Display sah... Die Beschimpfungen...
Du hast das richtige getan, als du dich abwandtest - du hast ja NIEMANDEN verloren...
Ich rate dir, wenn ich darf, eine gute Therapie zu machen.
Meine Therapeutin fragte mich schon bei Beginn: Glauben sie, dass sie nichts mehr wert sind, wenn sie nicht arbeiten KÖNNEN??-
und dann brach der Damm - ich heulte los...
In einer knallharten Therapie hat sie mich annähernd wieder "hingekriegt"-aber man braucht halt GEDULD (ein Wort, das ich lernen muss). Ich hab`mein Leben im großen und ganzen mit Hilfe meines Mannes wieder im Griff - nur bei zuviel Problemanhäufungen fang ich halt wieder zu "routieren" an...
  • 08.03.2014, 10:56 Uhr
Hallo Brigitte !deine worte sind war , ich selber mußte immer die starke sein und so weider. aber jetzt zeige ich meine gefühle und was die anderen dabei denken ist mir so weas von egal.
  • 08.03.2014, 10:59 Uhr
...na, dann geht`s doch schon voran...weiter...
und:keine SCHAM
  • 08.03.2014, 11:03 Uhr
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