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Ängste überwinden: was hilft gegen Herzrasen und schweißnasse Hände

Ängste überwinden: was hilft gegen Herzrasen und schweißnasse Hände

06.03.2014, 16:30 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Angst ist ein völlig natürliches Gefühl, das den Menschen in der Urzeit vor Gefahren geschützt hat und uns auch heute noch in manchen Situationen zu erhöhter Vorsicht verhilft und sowohl sinnvoll als auch rational sein kann bis hin zur Angst vor dem Tod; siehe auch: http://faszinationmensch.com/2012/10...or-dem-tod/. In vielen Alltagssituationen sind Ängste jedoch unangebracht und daher überflüssig. Im Folgenden wird dargestellt, wie man solche Ängste überwinden kann.

Ursachen für Ängste

Um Ängste überwinden zu können, sollte man zunächst einmal verstehen, weshalb Menschen Angst empfinden und wozu sie gut ist. Ängste versetzen sowohl in physischer als auch in psychischer und emotionaler Hinsicht in Alarmbereitschaft. Falls auf diese Weise nämlich eine Gefahr auf uns einwirkt, so vermeiden wir die Situation entweder und gehen ihr aus dem Weg oder im Ernstfall können wir schneller und besser reagieren. In unserer heutigen Welt sind Angstzustände jedoch häufig überflüssig.

Symptome

Angst ist ein Gefühl, das uns emotional angeht und erfasst. Darüber hinaus machen sich Ängste aber auch körperlich bemerkbar. Die körperlichen Symptome variieren je nach Gegenstand der Angst und der jeweiligen Situation. Typische körperliche Symptome sind hierbei das Herzrasen, schweißnasse Hände oder auch ein Zittern oder ein Anspannen der Muskeln. Dies sind nur einige wenige Symptome von einer ganzen Reihe an Angstreaktionen, die auftreten können.

TV-Dokumentation von biberfilm zum Thema Angst

Gegenmittel

Gegenüber irrationalen Ängsten ist es immer noch das beste Rezept, sich seiner Angst zu stellen und so zu erfahren, dass sie im Grunde sinnlos sind. Bei einer irrationalen Angst nehmen wir etwas als Gefahr wahr, das in Wahrheit keine Gefahr für uns darstellt. Den Gegenstand der Angst muss man sich aus dieser Perspektive ins Bewusstsein holen, man kann mit guten Freunden darüber sprechen und dabei um Hilfe und Beistand bitten, sich mit dieser Angst auseinanderzusetzen, oder man kann sich natürlich auch selbst Mut zu sprechen und sich der Angst alleine stellen. Es ist jedoch wichtig, dass man die Angst nur in der Auseinandersetzung verliert, da wir in der Auseinandersetzung nämlich die Erfahrung machen, dass die Angst keine reale Bedrohung zum Gegenstand hat. Auch wenn eine Gefahr nicht irreal ist – etwa die Angst vorm Zahnarztbesuch – hilft es, sich damit auseinanderzusetzen und die Befürchtungen zu relativieren. Etwa so: Der Besuch beim Zahnarzt mag zwar unangenehm sein:
• Verkrampfung der Kiefermuskulatur beim Offenhalten des Mundes, damit Frau oder Herr Doktor in Ruhe arbeiten kann.
• Würgereiz durch Abdrucklöffel und Abformmassen beim Anfertigen von Gebissabdrücken
• Bohren, Zähneziehen, Spritzen, …

Hier hilft nur die Flucht nach vorn. Der Zahnarzt ist nicht die Ursache allen Übels, sondern er kann helfen Zahnschmerzen zu beseitigen oder erst gar nicht aufkommen zu lassen. Ein ewiges Aufschieben von Untersuchungen und Behandlungen hingegen könnte fatale Folgen haben. Ein aufklärendes Gespräch mit dem Arzt und eventuell eine Sedierung oder Narkose können helfen, die Unannehmlichkeiten in Grenzen zu halten; siehe hierzu auch: http://www.sicherlachen.de/loesungen/zahnarztangst.html.


Wann sollte man sich professionelle Hilfe bei Angstzuständen holen?

Etwa zwei Drittel aller Menschen, die eine irrationale Angst vor etwas besitzen, können mit dieser Angst eigen- und selbstständig umgehen und sie überwinden. Bei dem verbleibenden Drittel der Menschen mit Angstzuständen sieht es dagegen anders aus. Bei ihnen liegen tiefere Gründe für die Angst vor, die evtl. durch ein Trauma oder eine Neurose verursacht sein können. In solchen Fällen sollte man Experten und Therapeuten aufsuchen, die einem bei der Angst weiterhelfen können. Professionelle Hilfe bei Angstzuständen wird grundsätzlich dann nötig, wenn die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist und man es nicht schafft, die Angst eigenständig zu überwinden. In einem solchen Fall kommen die meisten Krankenkassen auch für die Kosten der Therapie auf.

Welche Methoden gibt es?

Es gibt für solche Fälle viele vielversprechende Ansätze, die sich darauf spezialisieren, Ängste oder auch Phobien zu überwinden. Die Konfrontationstherapie, die man wie oben beschrieben auch selbst durchführen kann, falls die Angst nicht zu groß ist, ist dabei nur eine von vielen Ansätzen. Ein weiteres Mittel stellt auch die Hypnose gegen Angst dar, die einen im illusorischen Effekt, die Angst erstmal scheinbar wegnimmt, wodurch der Gegenstand der Angst neutral und nüchtern betrachtet und erfahren werden kann. Auf diese Weise geht der Effekt der Angst dann auch dauerhaft verloren, da die Hypnose zwar verfliegt, doch die nüchterne Erfahrung bleibt. Je nach Fall kann die Hypnose gegen Angst ein sehr gutes Mittel sein.

Bildquelle: pixabay.com

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