Ein Blutdruckmessgerät kann Leben retten!
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Ein Blutdruckmessgerät kann Leben retten!

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Beitrag von myREHA.com

Volkskrankheit Bluthochdruck - ein Blutdruckmessgerät kann Leben retten! Bluthochdruck ist weit verbreitet. Bis zu 35 Millionen Deutsche sind davon betroffen, aber nur etwa ein Drittel von ihnen ist sich darüber auch bewusst.

Das liegt vor allem daran, dass man überhöhten Blutdruck für gewöhnlich nicht spürt. Dabei gehört die regelmäßige Überprüfung der eigenen Werte mit einem Blutdruckmessgerät zu den einfachsten und zugleich effektivsten Maßnahmen der persönlichen Gesundheitsvorsorge.

Unser Herz ist ein Wunderwerk der Natur – so lange es gut funktioniert. Es schlägt 60 bis 80 Mal pro Minute und befördert rund 10.000 Liter Blut am Tag, um unsere Organe und Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Körperliche Anstrengung, aber auch seelischer Stress lassen unser Herz schneller schlagen. Der Druck auf die Wände der Blutgefäße nimmt zu und kann den Organismus stark belasten – mit gravierenden Folgen für unsere Gesundheit und unser Leben.

Wie funktionieren Blutdruckmessgeräte?

Die meisten Abläufe in unserem Körperinneren sind für uns unsichtbar – wir können den Puls fühlen und manchmal sogar unser Herz schlagen hören, doch der Blutdruck ist nur mit technischen Geräten messbar. Blutdruckmessgeräte machen sich den Druck auf die Wände der Blutgefäße zu Nutze. Sie messen die Druckschwankungen in den großen Arterien auf der Innenseite des Arms. Durch das Aufpumpen der Manschette am Blutdruckmessgerät wird ein Gegendruck ausgeübt. Dieser bremst für einen kurzen Moment den Blutfluss in der Arterie ab.

Lässt der Druck der Manschette wieder nach, beginnt auch das Blut wieder zu fließen und erzeugt dabei in der Arterie Geräusche. Diese kann der Arzt nun mit dem Stethoskop hören und auf seiner Millimeterskala messen. Mit dem Blutdruckmessgerät für Privatanwendung werden nicht die Geräusche, sondern die Schwingungen des pulsierenden Blutes erfasst. Der im Gerät enthaltene Mikrocomputer errechnet daraus unsere Blutdruckwerte. So entstehen auch geringfügige Abweichungen zwischen Arzt-Messung und Eigenkontrolle.

Welches Gerät ist für mich geeignet?

Die Stiftung Warentest bescheinigt praktisch allen handelsüblichen Blutdruckmessgeräten eine optimale Qualität bei der Messung. Im Wesentlichen kommen zwei Variationen zum Einsatz: Oberarm- oder Handgelenk-Gerät. Beim Oberarm-Gerät befindet sich die Manschette von vornherein auf Herzhöhe, das Handgelenk-Gerät dagegen muss während der Messung auf Herzhöhe gehalten werden, um korrekte Werte zu erzielen. Starke Sehnen und Knochen des Unterarms können allerdings die Messung am Handgelenk behindern – hier ist eine Oberarm-Messung vorzuziehen.

Wer sollte regelmäßig den Blutdruck prüfen?

Vor allem Menschen, bei denen bereits erhöhte Werte fest¬gestellt wurden, sollten ihre Werte mit dem Blutdruckmessgerät regelmäßig kontrollieren – selbst dann, wenn sie sich zum Beispiel durch Medikamente, Ernährung, oder körperliches Training aktiv um Regulierung bemühen. Zu den Risikogruppen gehören außerdem Diabetiker und Personen mit Herz- und Nieren-Erkrankungen. Da das Risiko von Bluthochdruck-Erkrankungen mit gravierenden Folgeerscheinungen wie z. B. einem Schlaganfall mit dem Alter deutlich zunimmt ist zudem ab etwa dem 50. Lebensjahr eine regelmäßige Eigenkontrolle mit einem Blutdruckmessgerät sehr empfehlenswert.

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