Hüftoperation – die Angst vor Komplikationen ist meistens unbegründet
Hüftoperation – die Angst vor Komplikationen ist meistens unbegründetFoto-Quelle: psdesign1 - Fotolia

Hüftoperation – die Angst vor Komplikationen ist meistens unbegründet

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Beitrag von myREHA.com

Viele ältere Menschen leiden unter unerträglich starken Schmerzen im Hüftgelenk, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Doch die Ängste vor einer Operation sind groß und sie werden durch Sensationsmeldungen in den Medien weiter geschürt. So quälen sich viele Patienten viel zu lange mit teilweise unnötigen Sorgen, obwohl die Vorteile einer Hüftoperation die Risiken bei weitem überwiegen.

Jede Operation bringt ein gewisses Risiko von Komplikationen mit sich, doch bei den Hüftgelenks-Operationen ist diese Rate vergleichsweise niedrig, die Erfolgsquote dagegen umso höher. Und sie wird durch die zunehmende Erfahrung von Spezialisten auf diesem Gebiet und in der Relation zur Häufigkeit von Hüftoperationen kontinuierlich besser.

Viele Komplikationen können vermieden werden

Zu den häufigsten Komplikationen nach einer Hüftoperation gehört das Auftreten von Infektionen durch Keime. Diese werden durch Bakterien verursacht, die über Haut in den Blutkreislauf gelangen. Daher darf unter keinen Umständen operiert werden, wenn eine akute Infektion besteht. Auch bei Eingriffen in den ersten beiden Jahren nach der Hüftoperation wie zum Beispiel einer Zahnbehandlung ist die vorsorgliche Einnahme von Antibiotika empfehlenswert. Bei allen Verletzungen und Infektionen gilt: Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt, damit es gegebenenfalls gar nicht erst zu einer Verschleppung von Keimen kommt.

Nach einer Hüftoperation müssen sowohl das Hüftgelenk als auch die umgebenden Weichteile wie Muskulatur, Bänder und Sehnen gut trainiert werden, damit die Beweglichkeit so weitgehend wie möglich wieder hergestellt werden kann. Eine übermäßige Belastung der Hüfte sollte jedoch nach der Operation unbedingt vermieden werden. Patienten, die das Hüftgelenk durch zu hohe Leistungsanforderungen an sich selbst überstrapazieren, aber auch solche, die an Übergewicht leiden, haben ein stark erhöhtes Komplikations-Risiko. Eine deutliche Gewichtsreduzierung vor der Hüftoperation verbessert die Chancen auf eine komplikationsfreie Genesung erheblich.

Gangunsicherheit und Sturzgefahr aktiv begegnen

Oft hegen gerade ältere Menschen große Ängste vor einer Hüftoperation aufgrund der zunächst stark erhöhten Gangunsicherheit und der damit verbundenen Sturzgefahr. Doch zum einen ist auch das Laufen unter ständigen Schmerzen mit großen Risiken belastet und zum anderen kann man diese nach der Operation weitgehend minimieren, zum Beispiel durch das Tragen eines stabilisierenden Hüftschutzes. Dieser schützt wirksam vor den möglichen Folgen eines Sturzes und nimmt den Betroffenen so die Ängste, die mit den Bewegungsabläufen im Rahmen von REHA-Maßnahmen oder später mit sportlicher Betätigung einhergehen. Hüft-Patienten können sich so mit einem sicheren Gefühl und ohne Einschränkungen in ihren gewohnten Alltag wieder einfinden. Sie freunden sich meist schon nach kurzer Zeit mit den ganz erheblichen Vorteilen der Hüftoperation an und können die neu gewonnene Lebensqualität endlich schmerzfrei und aktiv genießen.

Hüftoperation - eine Frage des Vertrauens

Generell kann man sagen: Das Risiko von Komplikationen bei einer Hüftoperation hängt von der Erfahrung des Operateurs ab - je größer die Routine des behandelnden Orthopäden, desto besser sind auch die Ergebnisse. Informieren Sie sich also vor einer Hüftoperation unbedingt darüber, ob der Operateur im Hinblick auf den erforderlichen Eingriff über ausreichend Erfahrung verfügt.

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