Arthrose - Was Angehörige bei der Pflege beachten sollten

Beitrag von wize.life-Nutzer

Menschen, die die Pflege Angehöriger übernehmen, sehen sich mit vielfältigen Aufgaben konfrontiert und bekommen oft nur wenige Informationen darüber, worauf sie alles achten müssen. Viele der Pflegenden fühlen sich durch die Menge an Hinweisen in ihrer Rolle überfordert. Dabei sind es nur einige spezielle Warnhinweise, die es bei einer (beginnenden) Arthrose beachtet werden sollten, um die Bewegungsfähigkeit der Pflegeperson zu erhalten. Dabei ist es wichtig zu wissen, welche Warnhinweise auftreten können und wie diesen entgegengewirkt werden kann, um die Arthrose nicht zu verschlimmern.


Mögliche Warnhinweise könnten sein:

• „Steifheit“ in bestimmten Gelenken (z.B. Knie, Ellbogen),
• Gelenkschmerzen, in der ersten Stunden nach dem Aufstehen,
• Wetterfühligkeit,
• Schonhaltungen bestimmter Gelenke – beispielsweise wird das Knie immer leicht gebeugt
• die Person sitzt ständig,
• hörbares Knacken oder Knarren in dem betroffenen Gelenk,
• Gelenkfehlstellungen,
• Gelenkverformungen,
• das Gelenk ist sehr warm, oder es treten Rötungen und Schwellungen am Gelenk auf.


Bei bereits vorhandener Arthrose helfen Bewegung und die richtige Ernährung, um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten und somit ein Fortschreiten der Arthrose einzudämmen.


Bewegung bei Arthrose:

Generell sollten gelenkschonende Sportarten gewählt werden, um eine Überbelastung zu vermeiden. Ideal sind Schwimmen (Rückenschwimmen oder Kraulen), Aqua Jogging oder Nordic Walking. Auch eine Fahrradtour ist eine gute Idee, trotz Arthrose fit zu bleiben. Gemieden werden sollten allerdings Sportarten wie Joggen oder Tennis, die die Gelenke zusätzlich belasten.
Auch wenn Bewegung bei Arthrose gut tut, gilt dennoch die Faustregel, dass diese nur dann stattfinden sollte, wenn das Gelenk nicht gerötet oder geschwollen ist. In diesem Fall sollte zuerst einmal die Entzündung gelindert werden.


Ernährung bei Arthrose:

Um die Gelenke so gut es geht zu entlasten, sollte Übergewicht abgebaut werden. Auch der Verzehr von Kieselsäure-reichen Lebensmitteln (z.B. Kartoffeln mit Schale, Bananen, Hirse, Haferflocken) tut bei Arthrose gut, da es den für die Knorpelstruktur entscheidenden Nährstoff Silizium liefert. Servieren Sie generell viel Obst, Gemüse und Kaltwasserfisch (Tintenfisch, Forelle, Kabeljau) und würzen Sie die Speisen mit entzündungshemmenden Kräutern und Gewürzen wie Kurkuma, Petersilie, Fenchel, Kreuzkümmel, Minze, Zimt oder Ingwer.
In manchen Fällen kann auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Glucosaminsulfat oder Chondroitinsulfat enthalten, sinnvoll sein. Dies sollte aber vorab mit einem Arzt besprochen werden.


Naturheilmittel zur Unterstützung

Auch der Einsatz von Naturheilmitteln kann Linderung bei Gelenksbeschwerden bringen, allerdings sollte vorab die Ursache abgeklärt werden, da diese bei Gelenkfehlstellungen oder Beschwerden als Folge eines Unfalls nutzlos sind. Gute Hilfsmittel aus der Natur sind:

- Teufelskralle – fördert den Aufbau von Knorpelgewebe; geeignet bei Schmerzen in der LWS
- Brennesselblätter und Weidenrinde – geeignet bei leichten Schmerzen,
- Umschläge aus Cayennepfeffer oder Senfsamen (nicht bei akuter Entzündung anwenden)


Quellen sowie weiterführende Informationen zur Arthrose:

http://www.doppelherz.de/arthrose-special/
http://www.deutsche-arthrose-stiftung.de/
http://www.t-online.de/ratgeber/gesundheit/beschwerden/id_60475308/naturheilmittel-gegen-arthrose-natuerliche-behandlung.html