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Ob beim Public Viewing oder vorm heimischen Fernseher: Kartoffelchips sind für viele der Fernseh- und Fußballsnack schlechthin.Foto-Quelle: Getty Images/iStockphoto

Was isst der Fußballfan zur WM 2014?

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Grillgut ist das beliebteste Fußballessen der Deutschen und Bier ist und bleibt der Getränkefavorit, dicht gefolgt von Biermixgetränken und Cola sowie Limonaden, das ergab eine Umfrage des Verbraucherportals brandnooz. Und: Je heißblütiger die Fußballbegegnung, desto größer sei die Lust auf herzhafte und salzige Knabbereien wie Chips, Salzstangen oder Cracker. Rund 35 Prozent essen übrigens während des Spiels zur Beruhigung der Nerven.

Dass Deutsche nicht so den allergesündesten Ernährungsstil pflegen, belegen auch diese "gewichtigen" Zahlen: Etwa 70 Prozent der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig, jeder fünfte Deutsche ist fettsüchtig - das bedeutet der Body-Mass-Index (BMI) liegt bei 30 und darüber. Das kann auch mit solch ungesunden TV-Gewohnheiten zu tun haben wie etwa dazu Chips und Kekse zu futtern, sich daneben ein Bierchen oder andere Alkoholika zu zischen, denn das hat gut Kalorien.

Aber, war das denn schon immer so hierzulande? Zur Samstagssportschau haben sich in den 70er- und 80er-Jahren so manche Herren das Bier von Mutti an den Fernsehsessel bringen lassen nebst Würstchen mit Kartoffelsalat oder anderen Klassikern... Ist es eine urdeutsche Kultur dieses Fußballgucken mit Essen dazu? Wie sehen Sie das?

Interessant scheint im Zusammenhang mit den WMs, dass sich eine Tendenz zum gemeinsamen "Glotzen" entwickelt - und zwar innerhalb des vergangenen Jahrzehnts. Oder wie beurteilen Sie das?

Neuerdings gehen wir zum Public Viewing - und da gibt es dann Burger in allen Varianten mit Pommes à la US-Vorbild nebst Bier natürlich. Oder die berühmte Currywurst. Immerhin, was Deutsches. Und wer beim Nachbarn mit dem großen Fernseher guckt, der bekommt vom Hausherrn Gegrilltes aufgetischt.

Henne oder Ei? Großbildfernseher oder Esskultur?


Sicher, diese neumodischen Leinwände kamen zuerst, dann folgten die riesigen Flachbildfernseher. Doch entstand dadurch eine neue TV-Esskultur oder -Unkultur? Oder ist das alter Wein in neuen Schlächen und schlicht egal, Hauptsache zusammen? Hauptsache "zu Gast bei Freunden"?

Was gab es früher zu WM-Spielen?


Was gab es damals? Was gab es in jenem Jahr 1954 als das "Wunder von Bern" sich ereignete und die meisten neben einem Radio das Spektakel der Fußball-WM in der Schweiz hörend verfolgten? Damals hatte wohl lediglich der Kanzler einen Fernseher und einige Gaststätten.

Damals moderierte ein von Spielminute zu Spielminute aufgeregter redender Herbert Zimmermann. Der es nicht fassen konnte und die wohl emotionalste Radioreportage der Geschichte ablieferte, mit der er Geschichte vertonte. Jeder, der sich ein wenig mit Fußball befasst hat, dem klingt sein Tonfall in den Ohren, denn diese Passagen werden seither bei Dokumentationen und Filmen immer wieder eingespielt: "Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen. Rahn schießt... Toooor! Toooor! Toooor! Toooor!" Und: "Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Deutschland ist Weltmeister. Schlägt Ungarn mit drei zu zwo Toren im Finale in Bern."

Sicher, die Spannung damals ließ vermutlich die wenigsten zu Knabbereien greifen - es ist müßig, darüber zu spekulieren. Aber ganz grundsätzlich gefragt: War das überhaupt je üblich? Sind das nicht vielmehr neumodische Sitten, dass zum Fernsehen oder im Kino etwas gefuttert wird? Oder Cola? Sind wir nicht das Land der Apfelschorle? Wieso all diese Fastfood-Snacks und -Getränke, die uns dick und ungesund machen? Oder ist der Burger nichts anderes als ein besseres belegtes Brötchen und wird deshalb nur bei besonderen Anlässen verspeist? Wieso grillen wir neuerdings mit einer Leidenschaft, die ihresgleichen sucht? Sind nicht die Staaten das Land des BBQ?

Wie schauen Sie die WM2014 - und was essen Sie dabei?


Wie verfolgen Sie das erste Spiel der deutschen Elf, überhaupt die WM, sofern Sie sich dafür interessieren, und was essen und trinken Sie dann? Und zum Vergleich: Wie haben Sie die Fußballspiele vor zehn, zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren verfolgt? Was hat sich geändert und was ist neu?

Hat sich das Drumrum zu WM und Fußballspielen geändert, seit Frauen neuerdings verstärkt zuschauen und mussten die Herren zwangsläufig an den Grill, weil Frauen heutzutage andere Lebensentwürfe verwirklichen?

Spiegelt der Wandel unserer Ernährung bei der Fußball-WM und damit verbunden unserer körperlichen Gesundheit auch den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel im Großen wider?

Bei Lifeline tischen wir Ihnen gesunde Snacks auf - als Anregung: Gesunde Fußball-Snacks